Stadion

In Reinshagen fehlen nur die beiden Tore

Auch der Leichtathletikbereich in Reinshagen wird aufgewertet: Die neue Anlage für die Diskuswerfer ist schon verankert. Foto: Roland Keusch
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Der neue Kunstrasen im Stadion Reinshagen (im Hintergrund die Haupttribüne) befindet sich, umgeben von Wald, in einem wunderschönen Ambiente. Nur die Tore fehlen noch.
  • Andreas Weber
    VonAndreas Weber
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Erster Abschnitt des Stadionausbaus ist fast abgeschlossen – Auf den neuen Untergrund sind alle Vereine heiß

Remscheid. Wenn kommenden Sonntag das Kreispokalfinale im Fußball steigt, spielen mit dem FC Remscheid und dem SV 09/35 Wermelskirchen die ranghöchsten hiesigen Vertreter um den Titel. Offizieller Gastgeber ist der FCR. Mit dem Kreis hatten die Hausherren überlegt, den neuen Kunstrasen im Stadion Reinshagen einzuweihen. Denn Reinshagen hat in den vergangenen Jahren keine größeren regionalen Fußballspiele gesehen. Bedauerlicherweise gilt: Das untere Areal ist nach seiner Umwandlung zwar fertig, jedoch fehlen zwei entscheidende Details: die beiden Tore.

Die Platzabnahme erfolgte am 2. August in Anwesenheit von Sportamt, der TBR-Architektin und der beteiligten Firmen, auf eine punktgenaue Lieferung durch den Bauträger (Strabag) war aber bei der Stadt nicht geachtet worden. Bestellt sind sie, zeitgleich sollen jetzt mehrere Geräte geliefert werden. Neben den beiden Toren und den Stangen für die Footballer sind es die Stabhochsprunganlage und ein Weitsprungkasten, die zeitnah in Reinshagen erwartet werden. Markus Dobke, stellvertretender Sportamtsleiter, ist mitgeteilt worden, dass die Bestellungen Anfang nächster Woche eintreffen werden.

Damit läge der Kunstrasen voll in dem Zeitplan, den Dobke im Frühsommer im RGA-Gespräch als Fertigstellungstermin prognostiziert hatte. Die Unklarheit, wann es losgehen kann auf dem unteren Platz, bewog den Fußballkreis andererseits, das Kreispokalfinale am 15. August (15.30 Uhr) in das Röntgen-Stadion zu legen. Auch der VfB Marathon Remscheid, einer der Vereine, die in Reinshagen ihre Heimat haben, reagierte und tauschte vorsorglich zum Saisonstart am 22. August sein Heimrecht in der Bezirksliga-Partie mit dem SC Werden-Heidhausen.

Kunstrasen in Reinshagen sollte vorab im Training getestet werden

Auf den neuen Untergrund sind alle heiß. Dabei wäre es sinnvoll, findet Markus Dobke, den neuen Kunstrasen vorab im Training zu testen. Denn der XL Pro der Firma XL Turf International GmbH (Cham/Schweiz) besitzt als unverfüllter Kunstrasen andere Bodeneigenschaften als ein sonst üblicher Kunstrasen. „Für das Training könnte man durchaus die mobilen Jugendtore nutzen“, meint Dobke. Preislich hätte es die Stadt zwar kostengünstiger haben können, gleichwohl hat der untere Kunstrasen seinen ersten Härtetest hinter sich. Er überstand den Starkregen restlos unbeschadet.

„Nicht eine Pfütze hat sich darauf gebildet“, freut sich Dobke, dass die Drainage einwandfrei den immensen Niederschlag meisterte. Im Sportamt wird auch darauf verwiesen, dass nicht nur der untere Platz für den Ligabetrieb in Frage kommt. Auch der Naturrasen könne genutzt werden. „Er wird zwar gerade aufbereitet, ist aber schon bespielbar.“

Auch der Leichtathletikbereich in Reinshagen wird aufgewertet: Die neue Anlage für die Diskuswerfer ist schon verankert.

Theoretisch kommt laut Dobke auch der zweite, kleine Kunstrasen, der zwischen Stadionrasen und Halle West liegt, in Frage. Obwohl dort erste Rodungen und Umbauten für den hockeytauglichen Kunstrasen stattgefunden haben, sei er verkehrssicher, betont Dobke. Die Fertigstellung ist für Frühjahr 2022 angepeilt. Derweil werden die American Footballer die ersten sein, die der 96 Jahre alten Spielstätte seit vielen Monaten wieder Leben einhauchen. Am 21. August (15 Uhr) gastieren dort die Aachen Vampires zum Oberliga-Auftakt, dem ersten von drei Heimspielen der Footballer bis Ende September.

„Nicht eine Pfütze hat sich darauf gebildet.“

Markus Dobke über den Kunstrasen

Zeitnah wird sich das Sportamt mit den beteiligten Vereine und Betriebssportlern zusammensetzen, um für eine ausgewogene Verteilung der Trainings- und Meisterschaftsspiele zu sorgen. Die Begehrlichkeiten bei den Nutzern sind groß, Kompromisse vonnöten. „Die werden allemal besser sein als das, was wir vorher in Reinshagen hatten“, findet Dobke.

Derweil hat sich diese Woche abgezeichnet, dass Reinshagen zum Berlin Remscheids wird. Ab 2022 wird im Stadion nach Absprache zwischen Fußballkreis und der Stadt regelmäßig das Kreispokalfinale der Fußballer stattfinden.

Zweiter Schritt

In einem zweiten Schritt wird der obere Kunstrasen in Reinshagen erneuert und für den Hockeysport hergerichtet. Die Fertigstellung wird für April 2022 angestrebt. Nach dem Abschluss der 2,3 Mio Euro teuren Modernisierung wird die benachbarte Halle West an der Reihe sein.

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