Kita-Alltag

In der Kita Ahörnchen herrscht fast wieder Normalität

Kita-Leiterin Maurien Heinz freut sich über die lachenden Gesichter. Foto: Roland Keusch
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Kita-Leiterin Maurien Heinz freut sich über die lachenden Gesichter.

Leiterin Maurien Heinz weiß, wie wichtig Bewegung im Kita-Alltag ist.

Von Alexandra Dulinski

Remscheid. Maurien Heinz ist glücklich. Die Leiterin der Kita Ahörnchen an der Ahornstraße kann sich zurzeit gleich über zwei Dinge freuen. Zehn Jahre nun darf sich die Einrichtung „Bewegungskindergarten“ nennen. Zum kürzlichen Geburtstag zeichnete der Sportbund die Kita deshalb mit einer Urkunde aus. Und: Seit vier Wochen herrscht wieder Normalbetrieb in der Kindertagesstätte. Lachende Kindergesichter, das stimmt Maurien Heinz glücklich. Denn es läuft, wie sie sagt.

Den Start vor knapp vier Wochen hat sie in guter Erinnerung. „Die Kinder kamen rein, haben ihren Eltern ganz schnell Tschüss gesagt. Sie waren ganz heiß darauf, zu kommen, sind in ihre Gruppen gestürmt und haben sich alle aufeinander gefreut“, berichtet sie. Inzwischen habe sich eine gewisse Routine eingependelt. Die Eltern bringen ihre Kinder zur Tür, Fieber wird gemessen. „Das ist schon ein Ritual geworden. Die Kinder nehmen das spielerisch. Das ist unsere Eintrittskarte, sagen sie“, berichtet Maurien Heinz.

Gemeinsam haben wir das gemeistert.

Maurien Heinz, Kita-Leiterin

Zum Malen hat jedes Kind eigene Stifte bekommen. CO2-Messgeräte hängen an den Wänden der Kita verteilt. Schlagen sie an, öffnen die Kinder die Türen, ohne darauf hingewiesen zu werden. „Sie sind total aufmerksam“, freut sich Heinz. Selbst die Kleinsten würden alle Regeln kennen, auch nicht vergessen, sie einzuhalten. Eines fällt ihr besonders auf: „Die Kinder sind sehr selbstständig geworden, dadurch, dass die Eltern nicht mit reinkommen“, erklärt sie.

Kinder, die zu Hause eine andere Sprache als Deutsch sprechen, seien in ihre Muttersprache hineingewachsen. „Deutsch ist ihre Zweitsprache. Aber die Kinder haben kein Problem, ins Deutsche zurückzukommen“, sagt Heinz. Es seien nicht mehr Kinder sprachlich auffälliger als sonst.

Die Zeit des Lockdowns haben manche Kinder vor dem Fernseher oder dem PC verbracht. Das macht sich bemerkbar: Diese Kinder seien kräftiger geworden. „Aber hier bewegen sich die Kinder sofort wieder“, sagt Heinz. Die meisten ihrer Schützlinge jedoch waren bei gutem Wetter im Wald, auf Spielplätzen oder mit dem Fahrrad unterwegs.

Remscheid: Zwei mal wöchentlich stattfindende Corona-Tests klappen gut

Auch in der Notbetreuung konnte die Kita den Kindern genug Bewegungsmöglichkeiten bieten. Eine Gruppe am Tag konnte die „Bewegungsbaustelle“ nutzen, einen Raum gefüllt mit Bällen, Reifen, Matten und Co. Das Außengelände wartet mit Fußballtoren, Basketballkörben, Klettergerüst und Fahrzeugen auf. „Die Kinder können hier ihren natürlichen Bewegungsdrang ausleben ohne die Gefahr, auf der Straße angefahren zu werden“, erklärt die Leiterin. Das Schlimmste, so gibt sie zu, sei das ständige Desinfizieren gewesen. „Das hat Zeit und Kraft gekostet und hält von der pädagogischen Arbeit ab“, erklärt Maurien Heinz.

Ein großes Lob richtet sie an die Eltern. „Einige sagen, wir sind übervorsichtig, das mag sein. Andere begrüßen das. Aber: Alle gehen mit“, sagt sie. Die zwei Mal wöchentlich stattfindenden Corona-Tests klappen gut. „Die Eltern waren da Vorbilder“, sagt sie. Viel telefonischen Kontakt hätten die Kita-Mitarbeiter mit den Eltern gehabt. Denn durch Homeoffice und reduzierte Betreuungszeiten hätten manche Eltern Schwierigkeiten bekommen. „Gemeinsam haben wir das gemeistert“, betont sie.

Am 1. August kommen schon die neuen Kinder in die Kita. Dann darf ein Elternteil mit negativem Schnelltest das Kind für die Eingewöhnung begleiten. Von Corona ist die Kita Ahörnchen trotz aller Vorsichtsmaßnahmen nicht verschont geblieben. Einen Fall hatte es im April/Mai gegeben, eine Gruppe wurde unter Quarantäne gestellt. Aktuell dürfen beispielsweise die Turngruppe und die Sprach-AG nicht stattfinden – denn die Kinder dürfen nicht in den Gruppen vermischt werden.

Maurien Heinz hofft darauf, im Herbst oder spätestens im Frühjahr wieder mit Aktionen wie dem Kindersportabzeichen starten zu können.

Bewegungs-Kita

Der „Anerkannte Bewegungskindergarten“ hat das Ziel, durch die Kooperation zwischen Kindertagesstätte und Sportverein ein vielseitiges Sport und Bewegungsangebot für Kinder zu schaffen. Vor zehn Jahren wurde die Kita Ahörnchen als eine der ersten drei Einrichtungen in Remscheid mit dem Gütesiegel „Anerkannter Bewegungskindergarten des Landessportbundes NRW“ ausgezeichnet.

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