200 MB Datenvolumen

In allen Remscheider Bussen gibt es jetzt kostenloses W-Lan

Auch Prokurist Armin Freund (l.) und Geschäftsführer Prof. Dr. Thomas Hoffmann nutzen das kostenfreie W-Lan in den Bussen der Stadtwerke.
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Auch Prokurist Armin Freund (l.) und Geschäftsführer Prof. Dr. Thomas Hoffmann nutzen das kostenfreie W-Lan in den Bussen der Stadtwerke.

Die Stadtwerke bieten nun kostenfreies W-Lan in der gesamten Flotte.

Von Sven Schlickowey

Remscheid. Die Stadtwerke Remscheid haben ihre gesamte Bus-Flotte mit W-Lan ausgestattet. Nachdem die Verkehrsbetriebe bereits seit 2018 nur noch neue Fahrzeuge mit einer entsprechenden Vorrichtung gekauft haben, wurden in der Zeit seit Jahresbeginn nun auch die restlichen Busse nachgerüstet. „Das ist mit dem heutigen Tag abgeschlossen“, verkündete Geschäftsführer Prof. Thomas Hoffmann am Donnerstag nicht ohne Stolz.

Stadtwerke setzen auf Elektrobusse

Das kostenfreie und kabellose Internet biete den Fahrgästen einen „erheblichen Mehrwert“, betonte Betriebsleiter Armin Freund. Auch weil so die Möglichkeit bestehe, sich schon während der Fahrt per SR-App über Anschlussbusse und Ähnliches zu informieren. Dass die Fahrgäste das zu schätzen wissen, zeigten die blanken Zahlen: Das System verzeichnet mehr als 220 000 Logins pro Monat, im Schnitt etwa 80 pro Bus und Tag. „Eine richtig ordentliche Summe“, wie Hoffmann findet.

Im August 2018 hatten die Stadtwerke die ersten sechs Busse mit W-Lan auf die Straße gebracht. „Wir wollten das testen“, erinnert sich Hoffmann. W-Lan sei damals alles andere als Serienausstattung bei den Bus-Herstellern gewesen. „Wir waren vielleicht kein Pionier, gehörten aber zu den ersten.“ Weil sich die Technik bewährte und die Kunden das Angebot annahmen, wurden in den Folgejahren 32 weitere Fahrzeuge mit der neuen Technik erworben.

Der Rest der Flotte, rund 50 Fahrzeuge, waren dann ein Fall für das Werkstatt-Team der Stadtwerke. Die notwendigen Komponenten nachzurüsten, sei „wesentlich aufwendiger“ gewesen, so Hoffmann. Rund 1000 Euro für Dachantenne, Router und Kabel stecken in jedem der nachgerüsteten Busse.

USB-Ladebuchsen gibt es nur in den neuen Bussen

Nur auf die fünf bis neun USB-Ladebuchsen, die in den neuen Bussen vorhanden sind, müssen die Fahrgäste hier verzichten. Die nachträglich einzubauen, sei dann doch zu kompliziert gewesen, erklärt Prof. Thomas Hoffmann. Zumal deren Nutzung ohnehin etwas eingeschränkt sei, wie Freund einräumt. Im Durchschnitt verbringe jeder Fahrgast etwa zehn bis 15 Minuten im Bus: „In der Zeit kann man ja höchsten ein paar Prozent nachschießen, aber nicht sein Handy komplett aufladen.“

Neben den Anschaffungskosten erzeugt das fahrende W-Lan natürlich auch Folge- und Betriebskosten, die Busse nutzen das Mobilfunknetz für die Verbindung zum Internet. „Wir lassen uns das schon etwas kosten“, sagt Armin Freund. Für die ganze Flotte zusammen lägen die Kosten derzeit bei etwa 25 000 Euro pro Jahr. Dafür gebe es aber auch eine nahezu flächendeckende Versorgung: „Uns sind keine weißen Flecken bekannt.“

Wir wissen ja, dass wir deswegen keinen Fahrgast mehr haben.

Prof. Dr. Thomas Hoffmann

Die Idee, die Busse mit W-Lan auszustatten, sei vor rund vier Jahren durchaus kontrovers diskutiert worden, berichtet Hoffmann. „Wir wissen ja, dass wir deswegen keinen Fahrgast mehr haben und auch niemand längere Strecken fährt.“ Auch die Notwendigkeit sei in Frage gestellt worden, schließlich war damals schon absehbar, dass mobile Datenverbindungen immer schneller und günstiger würden. „Es kann sein, dass in zehn, 15 Jahren alles anders ist und das nicht mehr genutzt wird“, sagt Hoffmann. Doch bis dahin wolle man den Fahrgästen diesen zusätzlichen Service bieten.

Hintergrund

Um das kostenfreie W-Lan in den Bussen der Stadtwerke nutzen zu können, reicht es, das mobile Endgerät, zum Beispiel Handy oder Tablet, mit dem Netzwerk zu verbinden und den Nutzungsbedingungen zuzustimmen. Danach stehen pro Tag und Gerät 200 MB Datenvolumen zur Verfügung. Zur Sicherheit verfügt das System über einen Jugendschutzfilter, der bestimmte Inhalte nicht durchlässt.

Lesen Sie auch: Neun-Euro-Ticket: Stadtwerke wollen Abokunden nicht benachteiligen

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