Stadtverwaltung

Im Ämterhaus ist nur selten ein Termin frei

Niemand wartet im Ämterhaus. Dort vorzusprechen, erweist sich jedoch als echte Herausforderung. Foto: Roland Keusch
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Niemand wartet im Ämterhaus. Dort vorzusprechen, erweist sich jedoch als echte Herausforderung.
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In normalen Zeiten erledigen im Remscheider Ämterhaus bis zu 100 Bürger ihre Behördengänge. Aktuell sind maximal 30 erlaubt – das sorgt für Engpässe bei der Terminvergabe.

Von Axel Richter

Remscheid. Mittlerweile hat er seinen Termin. Bis dahin wurde dem Remscheider Reinhard Krüger einige Geduld abverlangt. Und er musste sich gegenüber der Stadtverwaltung auch als aktiver Kunde erweisen. Sonst würde er absehbar keinen neuen Personalausweis in den Händen halten. Der war schließlich abgelaufen. Wobei, sagt die Stadt Remscheid: Ein ungültiger Ausweis ist in Pandemiezeiten so schlimm nicht.

Tatsächlich dürfte es aktuell vielen Remscheidern ähnlich ergehen, die versuchen, über das Internetportal der Stadt einen Termin im Ämterhaus zu erhalten. „Zu meiner Verwunderung musste ich feststellen, dass das System aktuell keine Termine vergibt“, berichtet Reinhard Krüger: „Gründe wurden nicht genannt.“

Eine Bankrotterklärung und bürgerfeindlich nennt das der Lenneper und beschwerte sich in einer E-Mail bei CDU-Parteichef Jens Nettekoven. Der kann zwar nichts für die Verfahrensabläufe in der Remscheider Verwaltung, möge aber „Einfluss darauf nehmen, dass diese Verhältnisse sich positiv verändern“.

Remscheid: Abgelaufene Personaldokumente gelten vorläufig weiter

Lange Wartezeiten im Ämterhaus und ausgebuchte Terminkalender waren zurückliegend immer wieder Thema in der Kommunalpolitik. Vor allem im Frühjahr, wenn viele Menschen ihr Auto anmelden wollen, und in der Zeit vor den großen Ferien, wenn Ausweisdokumente erneuert werden müssen, zeigten sich die Behörden überlastet. Oberbürgermeister Burkhard Mast-Weisz (SPD) versprach rasche Abhilfe. Dann kam Corona. Und zwar ausgerechnet zu einer Zeit, in der besonders viele Personalausweise und Pässe ihre Gültigkeit verloren und deshalb viele Bürger bei der Verwaltung vorsprechen wollten. Das gilt im Ämterhaus nach wie vor.

In normalen Zeiten befinden sich bis zu 100 Besucher im Ämterhaus, um bei den Behörden vorzusprechen. „Aktuell müssen wir darauf achten, dass sich gleichzeitig nicht mehr als 30 Besucher im Wartebereich aufhalten“, erklärt Tabitha Henn, Leiterin des Bürgerbüros. Umso schneller sind die Termine vergriffen, die die Stadt zum Vorsprechen im Meldewesen, bei Passangelegenheiten oder in der Kfz-Zulassungsstelle anbietet.

Tabitha Henn weiß, dass viele Bürger es vergeblich versuchen. Und sie beruhigt: Wessen Personalausweis abläuft, müsse sich keine Sorgen machen. „Das NRW-Innenministerium hat erklärt, dass Personaldokumente bis zu einem Jahr nach ihrem Ablauf weiterhin anerkannt werden“, erklärt sie. „In Notfällen lassen wir zudem niemanden auflaufen“, verspricht die Bürgerservice-Chefin. Wer Hilfe braucht, schreibt eine E-Mail: meldebehoerde@remscheid.de

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