Eröffnung im Sommer 2022

Hospizverein hat das Ziel jetzt vor Augen

Stadt nahm Aktenordner in Empfang: (v.l.) Andreas Holthaus, Peter Siebel, Peter Heinze und Daniel Wiedenkeller. Foto: Thomas E. Wunsch
+
Stadt nahm Aktenordner in Empfang: (v.l.) Andreas Holthaus, Peter Siebel, Peter Heinze und Daniel Wiedenkeller.
  • Andreas Weber
    VonAndreas Weber
    schließen

Bauantrag bei der Stadt eingereicht – Hospiz soll im Spätsommer 2022 eröffnet werden.

Von Andreas Weber

Remscheid. Das Christliche Hospiz biegt bei der Vorbereitung für seinen Neubau in Bergisch Born auf die Zielgerade ein. Der Antrag wurde mit sieben Aktenordnern bei der Bauverwaltung eingereicht. Baudezernent Peter Heinze nahm diesen stellvertretend von Andreas Holthaus, Vorsitzender des Christlichen Hospizvereins Bergisch Land, und Peter Siebel, Geschäftsführer der kooperierenden Diakoniestation Wermelskirchen, im Rathaus in Empfang.

Die Antragsteller und ihr Architekt, Daniel Wiedenkeller (Büro Edelhoff & Reska) sprechen von einem „wichtigen Meilenstein auf dem Weg zur wohnortnahen Versorgung von Menschen in ihrer letzten Lebensphase“.

Das Hospiz mit zehn Patientenzimmern wird an der Bornefelder Straße im Städtedreieck Remscheid, Wermelskirchen, Hückeswagen entstehen. Der Baukörper mit seinen 850 Quadratmetern wird errichtet auf einem 8000 Quadratmeter großen städtischen Grundstück, das die Stadt langfristig an die Betreiber verpachtet. Auf einer bislang nie bebauten Wiese wird eine Bodenplatte gelegt, darauf ein lichter, eingeschossiger Bau gesetzt mit einem nach oben verglasten Atrium in der Mitte, der Gartenatmosphäre vermittelt. Die Zahl der Einzelzimmer wurde von acht auf zehn in den Plänen aufgestockt, weil der Bedarf immens ist. Zurzeit gibt es 73 Hospize in NRW mit durchschnittlich zehn Zimmern. „Und die sind alle immer voll belegt. Die Nachfrage ist enorm und kann nicht gedeckt werden“, berichtet Andreas Holthaus.

Nachdem die Hospizpläne gegenüber der Stiftung Tannenhof geplatzt waren, fanden der Verein und sein Diakoniepartner schließlich den idealen Standort am Stadtrand im Rücken des Borner Industriegebietes. „Von dort dringt aber überhaupt kein Lärm rüber“, meint Holthaus. Er hofft, dass die Tempo-30-Zone auf der Bornefelder Straße bis zum Hospiz verlängert wird. Das Gebäude wird auf dem großen Grundstück ein gutes Stück von der Straße weggesetzt, davor werden die Parkplätze eingerichtet und zur Straße ein kleiner Lärmschutzwall entstehen, um den Sterbenden und ihren Angehörigen so viel Ruhe wie möglich zu gestatten.

2012 begann der mittlerweile 190 Mitglieder zählende Verein bei null. Über zwei Millionen Euro hat er in neun Jahren gesammelt. Mehr als 4000 Einzelspender trugen zum stolzen Spendenvolumen bei. Im Spätsommer/Frühherbst 2022 soll Eröffnung sein. Peter Heinze ist zuversichtlich: „Wir setzen alles daran, den Baustart des dringend benötigten Hospizes zügig zu ermöglichen. Ich gehe davon aus, dass wir sehr zügig eine Baugenehmigung erteilen können.“ Insgesamt acht Projektplaner waren an der Vorbereitung beteiligt – vom Brandschutz-, Lärmschutz- bis Umweltgutachten. Die Bauzeit wird mit 14 Monaten veranschlagt. Liegt das städtische Okay vor, entscheiden die Bauherren zwischen zwei Generalunternehmern. Das Christliche Hospiz Bergisches Land, das seit Gründung des Vereins enormen Rückhalt im Bergischen erfuhr, freut sich, das Ziel vor Augen zu haben. „Damit ist in unserer Region eine wesentliche Lücke in der Versorgung von Menschen geschlossen, die in ihrem letzten Lebensabschnitt auf ganz besondere Begleitung und Versorgung angewiesen sind“, erklärt Peter Heinze.

Das könnte Sie auch interessieren

Unsere News per Mail

Nach der Registrierung erhalten Sie eine E-Mail mit einem Bestätigungslink. Erst mit Anklicken dieses Links ist die Anmeldung abgeschlossen. Ihre Einwilligung zum Erhalt des Newsletters können Sie jederzeit über einen Link am Ende jeder E-Mail widerrufen.

Die mit Stern (*) markierten Felder sind Pflichtfelder.

Meistgelesen

Führerscheine gibt es nur nach Priorität
Führerscheine gibt es nur nach Priorität
Führerscheine gibt es nur nach Priorität
„Vereinigte Hüttenwerke“ verschwinden am Remscheider Rathaus
„Vereinigte Hüttenwerke“ verschwinden am Remscheider Rathaus
„Vereinigte Hüttenwerke“ verschwinden am Remscheider Rathaus
Elektroschrott für Schulen zu gefährlich
Elektroschrott für Schulen zu gefährlich
Elektroschrott für Schulen zu gefährlich
Zweitimpftermine für Remscheider der Sonderimpfaktion am 18. Mai
Zweitimpftermine für Remscheider der Sonderimpfaktion am 18. Mai
Zweitimpftermine für Remscheider der Sonderimpfaktion am 18. Mai

Kommentare