Talkshow „Kall nit – Talk“

Horst Kläuser talkt mit Läufer, Ärztin, Korrespondent und Pfarrer

Täglich-Läufer Lutz Balschuweit (r.) plauderte mit Moderator Horst Kläuser über sein großes Hobby. Foto: Roland Keusch
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Täglich-Läufer Lutz Balschuweit (r.) plauderte mit Moderator Horst Kläuser über sein großes Hobby.

Zu seiner kultigen Runde im Teo Otto Theater hatte sich der Radiomann wieder Gäste eingeladen, die Spannendes zu erzählen hatten.

Von Sabine Naber

Für seine Talkrunde hatte sich Horst Kläuser eigentlich vorgenommen, ein warmes Bier ohne Schaum zu trinken: „Heute sollte Brexit-Tag sein, heute wollten uns die Engländer verlassen. Ich plädiere jetzt dafür, den Brexit mit der Eröffnung des Großflughafens in Berlin zusammenzulegen“, frotzelte der Talkmaster, der es wieder einmal geschafft hatte, eine illustre Gästerunde zu seiner Talkshow „Kall nit – Talk“ auf sein grünes Sofa einzuladen.

Als Erster nahm Pfarrer Manfred Rekowski, Präses der Evangelischen Kirche im Rheinland, Platz. Als er erzählte, dass zweieinhalb Millionen Gemeindeglieder dazu gehören, wollte Kläuser wissen, wie viele es vor zehn, 15 Jahren waren. „In Wuppertal, von dort komme ich, treten jedes Jahr 2000 aus, weil sie keine Beziehung mehr zum Glauben haben, keine Kirchensteuer bezahlen wollen oder der Meinung sind, dass es ihre Privatsache ist.“ Er findet zudem: „Inklusion muss uns besser gelingen.“

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„Wie viel wiegt ein Mann, der in diese Hose passt?“, wollte Kläuser wissen und hielt eine Jeans hoch. „160 Kilo“, sagte Täglich-Läufer Lutz Balschuweit aus Wermelskirchen. Und erzählte, dass er inzwischen nur noch 83 Kilo wiegt. 2004 sei er an der Talsperre nur bis zur ersten Bank gekommen, heute läuft er schon vor dem Frühstück einen Halbmarathon. „Anfangs bin ich nur spazieren gegangen. Und selbst das war schon eine große körperliche Anstrengung. Dann habe ich Fett, Zucker, Alkohol weggelassen.“

Kall nit - Talk: Talken auf dem grünen Sofa

 © Michael Schütz
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„Hat das auch eine Veränderung im Kopf bewirkt?“, wollte Kläuser wissen. „Ja, ich vermute, dass hat mit der vielen frischen Luft zu tun“, meinte Balschuweit. Und Kläuser bestätigte mit einem breiten Grinsen: „Sie sind ein ziemlich normaler Mensch. Nur dass Sie den Hau mit dem Laufen haben.“

„Was kann ich denn für Sie tun?“, fragte die Ärztin Dr. Bettina Stiel-Reifenrath, Vorsitzende des Remscheider Vereins „Praxis ohne Grenzen“, als sie sich neben Kläuser aufs Sofa setzte. Die Medizinerin mit eigener Praxis in Lennep behandelt zusammen mit anderen Medizinern und Ehrenamtlern in der „Praxis ohne Grenzen“ an der Wülfingstraße Menschen, die aus unterschiedlichen Gründen keine Krankenversicherung haben. „Das können Selbstständige sein, aber auch Wohnungslose, ehemalige Häftlinge oder EU-Bürger, die keine Papiere haben.“

Immer mehr Menschen kämen Mittwochsnachmittags in die Räume der Tafel an der Wülfingstraße, um sich von den ehrenamtlich arbeitenden Medizinern behandeln zu lassen. Der Remscheider General-Anzeiger unterstützte wie berichtet mit der Aktion „Helft uns helfen“ dieses Jahr die Praxis ohne Grenzen. Über 15 000 Euro spendeten die RGA-Leser.

Duo Jelly Pie untermalt Unterhaltung musikalisch

Musikalisch untermalte das Duo Jelly Pie mit „Frauen regieren die Welt“ die Unterhaltung. Beim Talk mit Marcus Pindur – er ist Sicherheitskorrespondent des Deutschlandfunks – stand Julian Assange, Sprecher der Enthüllungsplattform WikiLeaks, im Mittelpunkt. „Es ist keine journalistische Aufgabe, jemanden dazu anzustiften: Geh doch mal klauen. Menschenleben wurden in Gefahr gebracht. Das ist unethisch“, machte Pindur deutlich.

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