Historisches Foto

Wer erkennt diese Glasfront?

Um welches Gebäude handelt es sich?
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Um welches Gebäude handelt es sich?
  • Andreas Weber
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Das Rätselbild der vergangenen Woche zeigte die Berliner Straße in der Lenneper Altstadt – Der Bau des „Glaspalastes“ wird als störend in dem Fachwerkensemble empfunden.

Remscheid. Dieses Haus wurde in einem ersten Abschnitt 1952 gebaut, im Jahr 2000 stellte es die Stadt Remscheid unter Denkmalschutz, 2001 wurde es umbenannt. Eine ähnliche Glasfront hatten wir bereits mit der Turnhalle Stadtpark vor 14 Tagen gezeigt. Um welches Gebäude handelt es sich? Schicken Sie ihre Lösung bis Donnerstag, 24. Februar, gerne auch verbunden mit Ihren persönlichen Anekdoten, an den Remscheider General-Anzeiger (RGA), Alleestraße 77-81, 42 853 Remscheid, oder per E-Mail an: redaktion@rga.de.

Das Rätselbild der vergangenen Woche

„Mein Lösungsvorschlag: Gertenbachstraße“, schrieb Sabine Hopfstock und lag damit falsch. Die weiteren vier Einsendungen trafen jedoch den Kern. Gesucht war die Berliner Straße in Lennep. „Das Foto zeigt den Blick von der Berliner Straße in die Einmündung Schwelmer Straße“, teilt RGA-Leser Heinz-Jürgen Schmitz mit. Vermutlich wurde die Aufnahme in den 60er-Jahren des letzten Jahrhunderts gemacht, schätzte er und war damit dicht dran. Die Aufnahme entstand am 13. August 1971. „Gut zu erkennen ist das Reform- und Sanitätshaus Henkel. Dieses bekannte Unternehmen sollte noch vielen alten Lennepern bekannt sein“, meint Schmitz.

Was damals, im August 1971, so alles durch die enge Berliner Straße passte: Fußgänger und Autofahrer im Miteinander. Repro: Roland Keusch

„Das erste Reformhaus wurde 1887 in Berlin gegründet. Das schiefe Haus auf der rechten Seite musste leider dem Neubau, dem Glaspalast weichen.“ Gut zu erkennen sei auch die Gaststätte „Klause“ von Neumann, sowie die Metzgerei Piske, die Geschäftsstelle des RGA und die Gaststätte Isken, schreibt Schmitz weiter.

In den 1980er-Jahren in letzter Sekunde Katastrophe verhindert

„Darüber hinaus sieht man in der Schwelmer Straße die Bäckerei von Otto Neveling. Nebenan war das von Richard Neveling betriebene Restaurant. Heute ist dies alles Vergangenheit. In den 1980er-Jahren konnte im letzten Moment eine Katastrophe verhindert werden, als in es einem der dicht an dicht stehenden Fachwerkhäuser brannte.“ Den Glaspalast empfindet auch Helmut Schucht als störend in dem Gebäudeensemble. „Das Haus am rechten Bildrand mit der Nummer 9 verschwand um 1945/47, dafür wurde der nicht in die Altstadt passende Glaspalast hingestellt, der die Stadtteilbibliothek beherbergt.

Schucht schreibt weiter: „Im historischen Lennep waren die Häuser durchweg unbeschieferte Fachwerkbauten mit ebenfalls grünen Fensterläden, erst später nahm man dafür die teuere Schieferbekleidung.“ Den ehrenamtlichen Helfern, so Schucht, sei es zu verdanken gewesen, dass sich der Abriss an altehrwürdigen Bauten in Grenzen gehalten habe.

Heute liegt in der Berliner Straße rechterhand der „Lennep Laden“ und dahinter kommt die Stadtteilbibliothek.

Anke Rösner entdeckte auf dem Rätselbild ihre alte Heimat wieder. Und Dieter Prill fasst die Bildeindrücke so zusammen: „Die Damen halten ein Pläuschchen und die Herren müssen auf der engen Berliner Straße in der Altstadt auf den Autoverkehr achten.“

Die Berliner Straße mitten in der Altstadt mündet auf der einen Seite in die Schwelmer Straße, auf der anderen führt sie zum Alten Markt. An der Berliner Straße liegen die evangelische Stadtkirche, die Eck-Gaststätte „Kirchenwirt“ und die Stadtteilbibliothek Lennep. Und seit Oktober 2009 gibt es im Haus-Nr. 5 eine direkt am Jakobsweg gelegene Stempelstelle für Jakobspilger im „Lennep Laden“. Dort werden auch offizielle Pilgerausweise ausgestellt. Auf Wunsch werden dort Stempel in Petschaft gesiegelt. Geöffnet hat der „Lennep Laden“ des Vereins Lennep Offensiv montags, mittwochs und donnerstags von 10 bis 17 Uhr, dienstags und freitags von 9.30 bis 17 Uhr sowie samstags von 10 bis 13 Uhr.

Das Pilgerbüro vermittelt im Übrigen nach jahrelangem Einsatz der Pilgerfreunde Unterkünfte im eigenen Pilgerlager. In der Berliner Straße 1 wurden oben im Hause des „Kirchenwirt“ mit Hilfe von Sponsoren Räume renoviert, eine neue Dusche eingebaut, Betten angeschafft und behördliche Auflagen erfüllt. Der Pilgerladen vermittelt darüber hinaus Unterkünfte in örtlichen Hotels zu Sonderpreisen.

Der „Lennep Laden“ wiederum bietet eine große Auswahl an Artikeln aus und um Lennep an. Das Angebot reicht von den „Original Lenneper Strünkelchen“, das nur im Laden verkauft wird, über Tee, T-Shirt, Schale, Anstecker, Postkarten, Bücher, Pilgermuscheln, ein „Lenneper Pilger-Shirt“ und weitere Utensilien.

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