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Welche altbergische Villa ist hier zu sehen?

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Nur wenige erkannten in der vergangenen Woche unser Rätselfoto: Die Paulsgasse in der Lenneper Altstadt

Von Sven Schlickowey

Remscheid. Kleines Gässchen – große Probleme, könnte man das Rätselfoto aus der vergangenen Woche überschreiben. Denn das Bild der jungen Dame, die mit einer Einkaufstasche an der Hand bergan stapfte, haben nicht viele wiedererkannt. Gerade mal ein gutes halbes Dutzend Einsendungen gab es diesmal. Und lange nicht alle waren richtig.

So dachten einige Einsender zum Beispiel, das Frantzensgässchen erkannt zu haben. Das ist zwar auch schmal und führt bergab beziehungsweise -auf, liegt aber in Alt-Remscheid und verbindet dort die Brüderstraße mit der Freiheitstraße. Folgt man ihm bergab und überquert man anschließend die Freiheitstraße, landet man übrigens bei Remscheids einziger Spirituosenbrennerei – der Firma Gebr. Frantzen.

Unsere gesuchte Gasse liegt aber in Lennep, rund sieben Kilometer weiter östlich. Von daher kann man also sagen, dass Ulrich Hager mit seinem Lösungsversuch wirklich nur knapp daneben lag, nur ein paar Hundert Meter, um genau zu sein. Er hatte auf dem Rätselfoto die Pilgergasse ausgemacht. Doch auch das war nicht ganz richtig.

Nur wenige haben die Paulsgasse erkannt.

Denn wir suchten die Paulsgasse auf der anderen Seite der Lenneper Altstadt. Das hatte unter anderem Heinz-Jürgen Schmitz richtig erkannt. „Das Foto wurde meiner Ansicht nach vom Bismarckplatz beziehungsweise aus der Wallstraße aus aufgenommen. Am unteren Ende kreuzt die Petersgasse“, schreibt er uns. Auch Helmut Schucht liefert eine genaue Beschreibung der näheren Umgebung: „Abgebildet ist die Paulsgasse, die trifft auf der Petergasse und wird von der Wetterauerstraße flankiert, die weiterhin zum Alten Markt, dem Zentrum Lenneps, führt.“

Viele Straßen und Gassen würden zum Alten Markt führen, weiß Helmut Schucht zu berichten: „Im Stadtkern kann man sich wohlfühlen, es gibt alles, was das Herz begehrt, man kann essen, trinken und einkaufen, was man will.“ Zumindest außerhalb der Corona-Zeit.

Dabei hat sich die Lenneper Gasse bis heute kaum verändert.

Heinz-Jürgen Schmitz hat es ein anderes Detail auf dem Rätselbild angetan: „Interessant ist auf der rechten Seite das Reklameschild der Gaststätte Alt Lennep in der Petersgasse“, schreibt er. In der Petersgasse habe sich zudem das damals bekannte Café Noeske befunden. Und in der Wallstraße stehe heute neben der Klosterkirche das älteste Haus in Lennep. „Ab 1792 diente dieses Gebäude der evangelischen Kirche als Altersheim.“

Auch die Paulsgasse sei dem großen Stadtbrand 1746 zum Opfer gefallen, berichtet Schmitz außerdem. „Im Zuge des Sanierungsprogramms für die Lenneper Altstadt 1977 wurden viele alte Bauten wieder restauriert, unter anderem auch in der Paulsgasse.“

Der Ursprung des Namens Paulsgasse sei unklar, schreibt Heinz-Jürgen Schmitz zudem. Tatsächlich gibt es einige Paulsgassen im deutschsprachigen Raum, unter anderem im mittelhessischen Bad Camberg, in Hanau bei Frankfurt und im thüringischen Dingelstädt. Noch weiter verbreitet sind hingegen Paulusgassen, die von Zell an der Mosel bis Wien zu finden sind. Und die in der Regel nach dem Heiligen Paulus benannt sind.

Dass der mit der Benennung der Gasse in Lennep etwas zu tun haben könnte, lässt die Nähe der Pauls- zur Petergasse vermuten. „Peter und Paul“ ist nämlich der Name eines kirchlichen Festes, das in vielen christlichen Konfessionen zu Ehren der Apostel Petrus und Paulus gefeiert wird, in der katholischen Kirche sogar als Hochfest. In vielen Deutschen Staaten war „Peter und Paul“ bis ins 19. Jahrhundert gesetzlicher Feiertag. Auf Malta ist er das übrigens bis heute.

Das neue Rätselbild

Welche altbergische Villa ist auf unserem neuen Rätselfoto zu sehen? Und wo befindet sie sich? Schicken Sie die Lösung bis Donnerstag, 18. Februar, per E-Mail oder Post, gerne mit persönlichen Anekdoten angereichert, an den Remscheider General-Anzeiger (RGA), Alleestraße 77-81, 42853 Remscheid. redaktion@rga-online.de

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