Historisches Foto

Welche Halle ist hier zu sehen?

Dieses historische Foto stammt aus dem Jahre 1979 und es zeigt ein Gebäude, das 1904 gebaut wurde. Sportliche Betätigung war dort hinter der aufwendig verzierten Fassade angesagt. Um welche Halle handelt es sich hier? Schicken Sie Ihre Lösung, gerne mit persönlichen Anekdoten verbunden, bis zum 14. Juli an den RGA, Alleestraße 77-81, 42 853 Remscheid oder per E-Mail: redaktion@rga.de.
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Was ist hier zu sehen?
  • Andreas Weber
    VonAndreas Weber
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Das Rätselfoto zeigte die Brücke an der Neuenkamper-/Bismarckstraße – Das Stellwerk der Deutschen Bahn war ein optisches Wahrzeichen.

Dieses historische Foto stammt aus dem Jahre 1979 und es zeigt ein Gebäude, das 1904 gebaut wurde. Sportliche Betätigung war dort hinter der aufwendig verzierten Fassade angesagt. Um welche Halle handelt es sich hier? Schicken Sie Ihre Lösung, gerne mit persönlichen Anekdoten verbunden, bis zum 14. Juli an den RGA, Alleestraße 77-81, 42 853 Remscheid oder per E-Mail: redaktion@rga.de.

Rätselfot der vergangenen Woche: Unterführung gibt es seit 1910

Von Andreas Weber

Remscheid. Das imposante Stellwerk hat Tim Bergmann nicht mehr kennengelernt. Andere Anhaltspunkte machten ihm die Lösung des Rätselfotos leicht: „Es handelt sich um die Unterführung an der Bismarckstraße. Die Bogenbrücke ist bis zum heutigen Tag genau so erhalten geblieben. Wo der Lkw zu sehen ist, befindet sich die Einmündung zum Brückencenter und gegenüber die vor vielen Jahren völlig neu erschlossene Presover Straße.“ Interessant findet Bergmann die Kulisse im Hintergrund. „Rechts oberhalb der Gleise sieht man die Kipper-Brauerei. Als ich 1989 meine Ausbildung in Remscheid begann, war diese noch in Betrieb. Links ist im Hintergrund das Verwaltungsgebäude der Kuli-Werke zu sehen, es hat sich bis heute nicht verändert.“

Die Eisenbahn-Unterführung an der Kreuzung Bismarckstraße, aufgenommen im Juli 1974.

Der Radevormwalder Rudolf Krämer hat von 1965 bis 1969 seine Lehre zum Elektroinstallateur in Remscheid gemacht. Und auch ihm ist der Anblick vertraut: „Der Blick vom Zentralpunkt zeigt die Anlage der DB, heute Neuenkamper Brücke. Die linke Straße führt an den Bahnanlagen und dem ehemaligen Zollamt vorbei bis zum beschrankten Bahnübergang. Rechter Hand geht es zum Obi-Baumarkt.“

In dem Stellwerk arbeitete früher ein Onkel der Mutter von Thomas Böttcher. Er schreibt: „Ich kann mich an das Stellwerk nicht mehr entsinnen, da ich erst 1966 geboren wurde. Aber die darunterliegende Unterführung zur Bushaltestelle Loborner Straße ist unverändert. Oberhalb dieser Unterführung befand sich ein Durchgang für Fußgänger, der direkt zum heutigen Pirnaplatz führte.“

Drei Stellwerke habe es auf diesem Teilstück gegeben, stellt Jörg Wagner fest. „Das Foto muss vor 1974 entstanden sein, da danach die Behelfsstellwerke/Behelfshäuser in das neue Stellwerk Rf an dem Bahnübergang an der Papenberger Straße zusammen gefasst wurden. Das abgebildete Stellwerk war für den Ostbahnhof und den links vom Bild gelegenen Güterbahnhof zuständig, auch für die Neuzusammenstellung der Güterzüge, für den Abzweig nach Bliedinghausen und die Werkszufahrt BSI/DEW/Thyssen Krupp (Leistritz), für den Regel- und Fernverkehr nach Lennep und Güldenwerth.“

Der Knotenpunkt hat sich stark verändert: Richtung Zentralpunkt verläuft hinter der Unterführung die Presover Straße.

Roland Benscheid beschreibt es so: „Damals trennte die Unterführung Bismarckstraße den Remscheider Hauptbahnhof mit seinen großen Bahnanlagen. Es gab einen Teil mit Bahnhofsgebäude für Personenverkehr und einen großen Güterbahnhof mit umfangreichen Rangierbetrieb. Auf der rechten Seite befand sich der Ostbahnhof. Von diesem wurden mehrmals täglich der Bahnhof Bliedinghausen, das Mannesmann Röhrenwerk und Vaillant bedient. Der Lkw im Foto befährt die damalige Ladestraße, bis zu einer großen Stückguthalle. Hier wurden die zahlreichen Kisten und Pakete für die Verteilung im Stadtgebiet Remscheid übernommen. Auf dem Gelände befinden sich der Kaufland und der Pirnaplatz.

Auf die Einweihung der Unterführung am 10. November 1910 geht Heinz-Jürgen Schmitz ein: „Vorher hatte die Straßenbahn Schwierigkeiten an der Kreuzung der Bahnstrecke nach Lennep. Erst die Verlegung der Bismarckstraße und der Bau der Unterführung beendeten diese Schwierigkeiten. Die Planer befassten sich seit 1897 mit dem Bau.“ Schmitz verweist auf die bekannte Villa Arns, die hinter der Unterführung stand. „Die durch viele Debatten im Stadtrat bekannte Villa wurde 1982 abgerissen und musste dem Neubau des Kaufparks und der Diskothek Bismarckplatz weichen.“ Schmitz erwähnt auch das nicht im Foto zu sehende weit über Remscheid hinaus bekannte, Zweiradgeschäft Friedrich Ellerbrock. Ellerbrock wanderte in den 60er- Jahren nach Spanien aus.

Richtige Lösungen sandten auch Peter Koch, Benno Meyer, Volker Hebda, Peter Krämer, Heinz-Peter Riedemann, Ernst Busch, Klaus Gärtner. Helmut Schucht, Dieter Prill , Claudia Bönig- Schäfer Edelgard Diede richs

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