Historisches Foto

Rätsel: Welche Lenneper Gebäude sind hier zu sehen?

Was ist hier zu sehen?
+
Was ist hier zu sehen?

Die Gertenbachstraße in Lüttringhausen zierte unser Rätselfoto in der vergangenen Woche. Viele Leser erinnern sich an lebhafte Zeiten. Im Haus Tillmanns tobte der Bär.

Von Timo Lemmer

Unser aktuelles Rätselfoto führt mal wieder in die ehemalige Kreisstadt: Gleich zwei überaus markante Lenneper Gebäude sind hier zu sehen. Wissen Sie, welche? Schicken Sie Ihre Lösung bis zum 9. Dezember, verbunden mit Ihren persönlichen Anekdoten, an den Remscheider General-Anzeiger (RGA), Alleestraße 77-81, 42 853 Remscheid; oder per Mail an: redaktion@rga.de

Das Rätsel von letzter Woche: Namenspatron war Bürgermeister Richard Gertenbach

Remscheid. Beinahe habe er vergessen, teilzunehmen, weil das Rätsel diesmal „so leicht“ gewesen sei: So wie Dieter Prill, dessen Einsendung den RGA aber noch rechtzeitig erreichte, ging es zahlreichen Leserinnen und Lesern. Sie erkannten zuhauf die Gertenbachstraße in Lüttringhausen, die in der Vorwoche beim Historischen Foto des RGA gesucht wurde. Ein Dutzend korrekte Antworten liegen der Redaktion vor – die letztwöchige Ankündigung bewahrheitete sich also: „Das sollte diesmal nicht allzu schwer sein.“

Entsprechend ertragreich waren daher die persönlichen Anekdoten, die insbesondere Heinz-Jürgen Schmitz, Helmut Schucht und Gudrun Matuschzik einbrachten. Matuschzik, die heute in Winsen an der Aller lebt, erinnert sich daran, dass ihr Vater Gerhard Schlegel, einst aus Ostpreußen geflohen, hier in den 1950er-Jahren Arbeit als Auslieferer beim Nahrungs- und Genussmittel-Großhandel Müller fand. Später sei ihre Tochter Heike zudem in der Einhorn-Apotheke beschäftigt gewesen: „Deshalb habe ich Lüttringhausen und die Gertenbachstraße schätzen gelernt.“

Die Gertenbachstraße im Jahr 1981: Die RGA-Leserschaft stellte dieses Rätsel nicht vor Probleme.

Schmitz lieferte eine historische Einordnung: „Der heutige Name geht auf den Lüttringhauser Bürgermeister Richard Gertenbach zurück. Dieser führte 35 Jahre lang von 1890 bis 1925 die Geschicke der damals noch selbstständigen Gemeinde. Bis zur Umbenennung wurde die Straße als Alte Rathausstraße geführt.“ Und weiter: „Im Hintergrund sieht man die beim Dorfbrand 1733 abgebrannte evangelische Kirche, die bereits 1738 erneut eingeweiht wurde.“ Zudem berichtet er von den 1928 ins Leben gerufenen, jährlichen Heimatspielen beziehungsweise der Heimatbühne: Das sei durch Herrn Figge, einen aus Herbringhausen stammenden Lehrer, der auch die Stücke schrieb, ins Leben gerufen worden. Noch heute seien hin und wieder die Bergischen Symphoniker auf dem Ludwig-Steil-Platz zu Gast, so Schucht.

Schmitz weiter: „Die Veranstaltungen des Heimatbundes erinnern immer wieder an die eigenständige Vergangenheit. Die Heimatspiele wurden 1956 erstmals nach dem Krieg wieder aufgeführt. 1977 startete der erste Weihnachtsmarkt in Lüttringhausen, und 1997 wurde das evangelische Gemeindezentrum eingeweiht.“ Auch Schucht erkannte unter anderem die Stadtkirche. Er findet: „Die Gertenbachstraße ist die Hauptstraße von Lüttringhausen, dem Dorf im Grünen.“

Hier feierte ein Vorgängerverein des FC Remscheid ziemlich bunt

Das Grüne Dorf und seine Hauptstraße: Die Kirche im Hintergrund bleibt als Ankerpunkt bis heute bestehen.

Weitere korrekte Antworten reichten Klaus Köhn, Ulrich Hager, Jörg Wagner, Rudi Goecke und Damir Posavec ein. Die beiden Letztgenannten erinnerten sich insbesondere an die Gaststätte Tillmanns auf der rechten Seite, die früher die Vereinskneipe vom BVL 08 Lüttringhausen war: Als die Fußballer einst aufstiegen, sei dort sogar der Bürgersteig blau-weiß gestrichen worden. Das beliebte Lokal ist noch vielen Lesern in Erinnerung. Schmitz: „In den 60er- und 70er-Jahren fanden hier viele Veranstaltungen statt.“ Wirt sei damals Werner Jansen gewesen. Gerda Wieczorek zählt auf, was es auf der Straße alles in puncto Nahversorgung gibt und vor allem gab: „Frühere Bäckerei König, Lebensmittel Burghoff, Buchladen, Konditorei, Weltladen, Drogerie, Getränke-Shop.“ Früher habe sich hier eben „das Leben abgespielt“, so Goecke.

Das könnte Sie auch interessieren

Unsere News per Mail

Nach der Registrierung erhalten Sie eine E-Mail mit einem Bestätigungslink. Erst mit Anklicken dieses Links ist die Anmeldung abgeschlossen. Ihre Einwilligung zum Erhalt des Newsletters können Sie jederzeit über einen Link am Ende jeder E-Mail widerrufen.

Die mit Stern (*) markierten Felder sind Pflichtfelder.

Meistgelesen

Urteil am Bundesverwaltungsgericht: DOC darf nicht gebaut werden
Urteil am Bundesverwaltungsgericht: DOC darf nicht gebaut werden
Urteil am Bundesverwaltungsgericht: DOC darf nicht gebaut werden
Let‘s Love: Remscheiderin Stefanie Lopez Suarez zieht in eine „Hütte voller Liebe“
Let‘s Love: Remscheiderin Stefanie Lopez Suarez zieht in eine „Hütte voller Liebe“
Let‘s Love: Remscheiderin Stefanie Lopez Suarez zieht in eine „Hütte voller Liebe“
Ausflügler ignorieren Absperrungen und begeben sich in Lebensgefahr
Ausflügler ignorieren Absperrungen und begeben sich in Lebensgefahr
Ausflügler ignorieren Absperrungen und begeben sich in Lebensgefahr
Corona: Inzidenz steigt in Remscheid auf 1376,5 - Krisenstab diskutiert Corona-Marschroute
Corona: Inzidenz steigt in Remscheid auf 1376,5 - Krisenstab diskutiert Corona-Marschroute
Corona: Inzidenz steigt in Remscheid auf 1376,5 - Krisenstab diskutiert Corona-Marschroute

Kommentare