Historisches Foto

Welche Straße ist hier zu sehen?

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Was ist hier zu sehen?
  • Andreas Weber
    VonAndreas Weber
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RGA-Rätselfoto zeigte das ehemalige Oelbermannsche Haus, in dem sich alles um Wilhelm Conrad Röntgen dreht. 1932 wurde der erste Teil des Museums eröffnet.

Bald 50 Jahre alt ist diese Aufnahme, die einen Blick von einem der markantesten Punkte Remscheids die Straße herunter zeigt. Können Sie erkennen, um welche Straße es sich handelt? Und wo der Fotograf bei seiner Aufnahme stand? Schicken Sie Ihre Lösung bis zum 16. Dezember, gerne verbunden mit Ihren persönlichen Anekdoten, an den Remscheider General-Anzeiger (RGA), Alleestraße 77-81, 42 853 Remscheid; oder per Mail an: redaktion@rga.de

Das historische Foto

Das Rätsel von letzter Woche: Museum ist dem ersten Physik-Nobelpreisträger gewidmet

Remscheid. Die Antwort wusste Wolfgang Heichel nicht nur, weil sein Schulweg nach Hause von der Realschule Lennep am Kreishaus vorbei durch das Dorf zur Hackenberger Straße führte. Unschwer zu entziffern, es handelte sich um das Röntgen-Museum. „In dem Haus links daneben war meiner Erinnerung nach ein Stoffgeschäft der Firma Hummelsiep. Dieses Haus musste damals dem Neubau des Museums weichen. An den Schaufenstern vorbei ging man eine kleine Treppe hoch in Richtung Katholischer Kirche“, schreibt Heichel.

Das alte bergische Bürgerhaus der Familie Oelbermann wurde 1803 an der Schwelmer Straße erbaut.

Thorsten Wolff ergänzt: „Links neben dem Museum stand ein altes Fachwerkhaus, das heute dem modernen Empfangsbereich des Museums gewichen ist. Dort steht das große X als Hinweis auf die im Englischen X-Rays genannten Röntgenstrahlen.“ Für Wolff ein Höhepunkt des Museumsbesuchs war die ägyptische Mumie einer Frau, Isis, die seit 2007 im Museum restauriert und ausgestellt wurde, 2014 zu den Inhabern, dem Aachener Suermondt-Ludwig-Museum, wechselte. „Kult“ sei im Museum auch die gläserne Frau im Eingangsbereich gewesen.

Wilhelm Conrad Röntgen entdeckte die Röntgenstrahlen Ende 1895

Des Weiteren berichtet Wolff: „Mit dem Start der Regionale 2006 wurde das Röntgen-Museum einer Renovierung und einem Ausbau unterzogen. Bevor die Arbeiten starteten, wurden im Rahmen der Nacht der Kultur 2005 die Kellerräume geöffnet und konnten erstmalig besichtigt werden. Der Zugang erfolgte über die kleine Tür im Kellergeschoss, die im Foto am rechten Rand gerade zu erkennen ist. Toll illuminiert, waren die Kellerräume ein Hingucker. Später wurde das Kellergeschoss renoviert in die heutige Museumsinstallation integriert, mit einem Zu- und Ausgang über zwei Rampen. Auch heute noch eine tolle Umsetzung.“

Bis heute eine der großen Touristenattraktionen Remscheids: das Röntgen-Museum im Herzen Lenneps.

Heinz-Jürgen Schmitz geht auf die Historie ein: „Das weltbekannte Röntgen-Museum an der Schwelmer Straße 41 wurde benannt nach dem am 27. März 1845 in Lennep geborenen Wilhelm Conrad Röntgen, der im November 1895 die Röntgenstrahlen entdeckte. Röntgen war von 1900 bis 1923 Professor an der Universität in München und starb dort am 10. Februar 1923. Röntgen wurde in Gießen beigesetzt.“

Das Museum ist im ehemaligen Oelbermannschen Haus untergebracht, wie auch Helmut Schucht schreibt. Oelbermann war ein angesehener Tuchfabrikant. Das altbergische Patrizierhaus ist aus dem Jahr 1803. Am 18. Juli 1932 kaufte die Stadt Remscheid das Haus und eröffnete darin den ersten Teil des Museums. „Es dauerte bis 1951, ehe das Museum seinen offiziellen und bis heute aktuellen Namen erhielt. Das Schieferhaus im Foto gehörte zur Oelbermannschen Tuchfabrik. Bis zum Abriss Mitte der 1950er-Jahre war dort unter anderem ein Lebensmittelgeschäft untergebracht. In dem Neubau befindet sich unter anderem das Museumscafé“, führt Heinz-Jürgen Schmitz weiter aus.

Roland Benscheid merkt an: „Heute ist das Deutsche Röntgen-Museum einmalig in Deutschland und beherbergt auf ca. 2000 Quadratmetern eine einzigartige Sammlung zu Wilhelm Conrad Röntgens Leben und seinen Entdeckungen. Der in Lennep geborene Entdecker der Röntgenstrahlen war 1901 der erste Nobelpreisträger für Physik. Er wurde unter 30 Nominierten ausgewählt.

Tim Bergmann lobt die Aufwertung des Museums: „Das Haus links neben dem Museum existiert lange Jahre nicht mehr, dort befindet sich heute der Neubau und Haupteingang. Schon damals war das Museums-Altbau in keinem guten Zustand, zuletzt war er beinahe ein Schandfleck. Umso erfreulicher war die umfangreiche Sanierung, jetzt erstrahlt das Gebäude wieder in neuem Glanz. Auch der Kirchturm sieht nach Reinigungs -und Erneuerungsarbeiten wesentlich ansehnlicher aus.“ Im Hintergrund ist die ab 1856 gebaute und 1868 eingeweihte katholische Kirche St. Bonaventura gut zu erkennen.

Weitere richtige Einsendungen schickten Dieter Prill und Brigitte Hugenbruch.

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