Historisches Foto

Welche Erinnerungen weckt das Rätselfoto?

Welche Erinnerungen haben Sie an diese Kreuzung?
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Welche Erinnerungen haben Sie an diese Kreuzung?

Das Karstadt-Gebäude im historischen Foto der vergangenen Woche beherbergt heute zwei Lebensmittel-Discounter. Welche Erinnerung haben Sie an die dieswöchige gesuchte Kreuzung?

Unser neues historisches Foto wurde im Jahr 1979 aufgenommen. Welche Erinnerungen verbinden Sie mit der Kreuzung und den umliegenden Gebäuden? Schicken Sie die Lösung bis Donnerstag, 10. Juni, entweder per E-Mail oder per Post, verbunden mit persönlichen Anekdoten, an: RGA, Alleestr. 77-81, 42 853 Remscheid; oder auch per E-Mail: redaktion@rga.de.

Unser historisches Foto der vergangenen Woche: Karstadt lockte Kunden mit Affenkapelle und Restaurant an

Von Alexandra Dulinski

Remscheid. Viele RGA-Leser haben es richtig erkannt: Das ehemalige Karstadt-Gebäude stand an der Kölner Straße/Ecke Wupperstraße. „Mein erstes Fahrrad bekam ich aus der Gartenabteilung, die sich am Hardtpark befand. Mit meiner Freundin Eva war ich oft in der Schallplattenabteilung, die noch mit Aufzug und einem Herrn, der den Lift fuhr, erreichbar war“, erinnert sich Leserin Britta Richter. Toll fand sie es, nach der Schule mit ihrer Mutter im Karstadt-Restaurant zu essen.

Viele Erinnerung an die damalige Zeit weckte unser Foto vom Karstadt-Gebäude.

An die Musikabteilung erinnert sich auch Holger Bitzer. „Die Abteilung war früher klein und unbedeutend, bis sich jemand mit einem kleinen Plattenladen in der Altstadt selbstständig machte“, erklärt er. „Diese Konkurrenz muss einen solchen Einfluss gehabt haben, dass Karstadt seine Abteilung um ein Vielfaches vergrößerte. Mehr noch, es kamen auch Mitarbeiter von Karstadt in den kleinen Laden, um zu spionieren. Man hat sie ja erkannt, aber einer hatte auch vergessen, sein Namensschild vom Hemd abzumachen. Darauf angesprochen, verließ er mit hochroten Kopf den Laden“, berichtet Bitzer.

Auch Silke Karstens erinnert sich an die damalige Zeit: „In den 50er Jahren waren die Schaufenster in der Weihnachtszeit immer schön geschmückt“, berichtet sie. Wenn sie die Hand von außen gegen die Scheibe drückte, fing in einem der Fenster eine Affenkappelle an zu spielen.

Ein spektakulärer Unfall ereignete sich am Karstadt-Gebäude

Dieter Prill datiert den Bau des denkmalgeschützten Gebäudes auf 1912/13. „Karstadt war damals neben dem Kaufhof in Remscheid der einzige Vollsortimenter in Lennep. Hier bekam man wirklich alle Dinge für den täglichen Bedarf“, sagt er. Das später von Hertie übernommene und bis 2008 betriebene Haus sei 2017 kernsaniert worden und beherbergt heute Edeka und Aldi.

Aus Karstadt wurden Edeka und Aldi: Heute beherbergt das ehemalige Kaufhaus zwei Lebensmittel-Discounter. 

Früher stand auf dem Karstadtgelände die Bauendalsche Fabrik (1862) und ab 1913 das Bekleidungsgeschäft Dörrenberg. Daran erinnert sich Klaus Trester. „Ich war bei der Firma Karstadt als Mann zur besonderen Verfügung beschäftigt. So war ich für den Schließdienst, für den Wareneingang sowie den Warenausgang und für Botengänge mit Wertsendungen verantwortlich“, berichtet er. Dabei wurde er Zeuge eines spektakulären Unfalls. Ein Fahrzeugführer hatte versucht, auf dem gegenüberliegenden Parkplatz mit seinem Fahrzeug auszuparken. Er verlor die Kontrolle und kam im Schaufenster zum Stehen. „Die Fenster in der Parfümerie-Abteilung befanden sich im Hochparterre und die Glasscherben hatten sich fest in den Fußboden gebohrt“, weiß Trester.

Das Orchester aus Steiff-Äffchen im Glaskasten bleibt RGA-Leser in Erinnerung

Thorsten Wolff weiß einiges über die Geschichte des Gebäudes: Nach der Errichtung 1912, erfolgte 1978 die Erweiterung um den modernen Anbau mit schwarzer Schieferfassade. „Ganz besonders lebhaft ist mir noch die Schuhabteilung in Erinnerung geblieben. Hier gab es einen Glaskasten, in dem ein ganzes Orchester von Steiff-Äffchen aufgebaut war. Nach Einwurf von ein paar Pfennig begann das Orchester dann zu spielen. Und auch einen Röntgenautomaten gab es in der Schuhabteilung. Hier sollte überprüft werden, ob die Schuhe richtig passen und nicht zu eng sind“, berichtet Wolff.

Wo heute der Kundenparkplatz vom Edeka ist, stand das von dem bekannten Lenneper Architekten Albert Schmidt erbaute Zentrallabor (Kontor) der Firma Johann Wülfing & Sohn, das im altbergischen Stil erbaut wurde, weiß Heinz-Jürgen Schmitz. Auch er erinnert sich an die Bauendalsche Fabrik. „Zu erwähnen wäre, dass bis weit in die 60er Jahre bis zum Abbruch für den Neuanbau des Karstadt die Hardtsche Villa dort stand. Diese wurde von einem bekannten Sportprofessor für seine Praxis genutzt“, erklärt Schmitz.

Ebenfalls das Foto richtig erkannt haben Ulrich Hager, Helmut Schucht, Roland Benscheid, Marko Plesnik und Ernst Erdmann.

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