Historisches Foto

Wo befindet sich dieses Gebäude?

Geografisch nicht weit von dem letzten Rätsel ist dieser langgestreckte Gebäudekomplex angesiedelt. Seinen baulichen Charakter hat er bis heute erhalten. An dieser Stelle treffen mehrere Straßen aufeinander. Wo ist das Rätselfoto aus dem Jahr 1977 aufgenommen worden? Schicken Sie Ihre Lösung, gerne auch mit persönlichen Anekdoten verbunden, bis zum 30. Juni an den RGA, Alleestraße 77-81, 42 853 Remscheid oder per E-Mail: redaktion@rga.de.Repro: Roland Keusch/Foto: R. Honsberg
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Wo ist das Rätselfoto aus dem Jahr 1977 aufgenommen worden?
  • Andreas Weber
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Rätselfoto zeigte das Jugendzentrum in der Eberhardstraße 29 – Leser erinnern sich gerne an die vielfältigen Aktivitäten dort zurück.

Geografisch nicht weit von dem letzten Rätsel ist dieser langgestreckte Gebäudekomplex angesiedelt. Seinen baulichen Charakter hat er bis heute erhalten. An dieser Stelle treffen mehrere Straßen aufeinander. Wo ist das Rätselfoto aus dem Jahr 1977 aufgenommen worden? Schicken Sie Ihre Lösung, gerne auch mit persönlichen Anekdoten verbunden, bis zum 30. Juni an den RGA, Alleestraße 77-81, 42 853 Remscheid oder per E-Mail: redaktion@rga.de.

Gelbe Villa seit 57 Jahren Treff für Jugendliche

Von Andreas Weber

Remscheid In der Gelben Villa verbrachte Petra Sieh ihre Jugend. „Es wurde gewerkelt, gefeiert, es war eine schöne Zeit. Man hatte immer eine Anlaufstelle. Ernst Biesel mit seiner Frau, der in der Villa wohnte, hatte immer ein Offenes Ohr“, schreibt die 62-Jährige. Auf dem Rätselfoto gesucht war das im Jugendstil errichtete Gebäude an der Eberhardstraße, das für Ulrich Hainbuch eine zweite Heimat war: „Ich war in den 1970er-Jahren täglich dort. Leiter des Hauses war Ernst Biesel. Es war eine wunderschöne Zeit mit Disco, Tischfußball, Gesellschaftsspielen. Fünf Jahre war ich einer der DJs dort. Die Disco war das absolute Highlight.“

Im Februar 1955 als Jugendheim eröffnet: Heute ist es der dienstälteste Nachwuchstreff in Remscheid.

Die frühen 70er waren auch die Drangphase von Klaus Lütkemeyer: „Mit Ernst Biesel und Freunden haben wir die Kellerräume zur Disco ausgebaut. Wir sind extra mit dem Bus nach Köln gefahren, um die neuesten Schallplatten auflegen zu können. Da war an den Discoabenden einiges los. Auch Karnevalsveranstaltungen gab es. Der Andrang war so groß, dass nicht alle Besucher hinein konnten. Es gab Fernsehabende, die denkwürdige 0:1-Niederlage bei der WM 1974 gegen die DDR habe ich dort gesehen.“ Jung verheiratet ging es weiter: „Einige Freunde und ich haben in der Villa mit unseren Frauen unseren ersten Kochkurs besucht.“

Edelgard Diederichs erinnert sich: „In den 70er- und 80er-Jahren gingen meine beiden Töchter gerne zum Töpfern oder Kochen dort hin.“ Für Paul Honsberg war das Haus mit der Nummer 29 viel mehr: „Mein Elternhaus, in dem ich von 1938 bis 1953 lebte. Nach dem Angriff auf Remscheid 1943 hatten wir bei uns vier Familien aufgenommen, die in der Nachbarschaft ausgebombt worden waren. Anfang der 50er-Jahre haben meine Eltern das Haus an die Stadt Remscheid verkauft und sind nach Ehringhausen gezogen.“

Im Garten der Gelben Villa gibt es im Sommer das Open-Air-Kino

Fassadenanstrich sorgt für den Namen: Die Gelbe Villa gehört zur freien Jugendarbeit Remscheid-Mitte der Kraftstation.

Das Angebot der Gelben Villa reicht bis zum beliebten Kino-Betrieb, der bis 1996 zurückreicht. Roland Benscheid schreibt: „Es ist das einzige Open-Air-Kino in Remscheid. Die Leinwand befindet sich an der Außenfassade im Garten des Gebäudes.“ Das Publikum nimmt auf der Wiese Platz.

Auch Jörn Wagner gefällt dies: „In meiner Jugend wurden dort Bastelkurse unter fachkundiger Anleitung angeboten, die ich in Anspruch nahm. Später sind wir öfters Gast beim Open-Air-Kino gewesen. Es wurden schöne, spanende Filme gezeigt. Weiter so.“ Heute gehört die Gelbe Villa zur freien Jugendarbeit Remscheid-Mitte der Kraftstation. Heinz-Jürgen Schmitz merkt an: „Sie ist das dienstälteste Jugendzentrum in Remscheid. Die Villa wurde im Februar 1955 als Jugendheim eröffnet. In der Villa war zeitweise die am 30. September 1953 gegründete Jugendmusikschule untergebracht.“ Benannt, so Schmitz, wurde die Eberhardstraße nach dem früheren Beigeordneten Eberhard Rieke.

Weitere richtige Antworten schickten Elfie Keck, Susanne Heynen, Michaela Trier, Horst Rohleff, Roland Benscheid und Heinz-Peter Riedemann.

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