Historisches Foto

Rätselfoto: Welche Straße entsteht hier?

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Was ist hier zu sehen?

Beim Historischen Foto der vergangenen Woche war das ehemalige Pressehaus des RGA zu sehen.

Unser Rätselbild in dieser Woche zeigt fleißige Menschen, offenbar beim Bau einer Straße. Doch wo entsteht die? Kleiner Tipp: Eine gute Orientierung kann das Gotteshaus im Hintergrund bieten, denn der Vordergrund sieht heute gänzlich anders aus. Haben Sie erkannt, welcher Ort in Remscheid auf dem Foto zu sehen ist? Dann schicken Sie Ihre Lösung bis Donnerstag, 24. März, gerne auch verbunden mit persönlichen Anekdoten, an den Remscheider General-Anzeiger (RGA), Alleestraße 77-81, 42853 Remscheid, oder E-Mail: redaktion@rga.de

Das Rätselbild der vergangenen Woche: Dröhnende Rotationsmaschinen hinterließen Eindruck

Von Sven Schlickowey

Remscheid. Zugegeben, diesmal mussten wir ein wenig eingreifen bei unserem Historischen Foto, sonst wäre es wirklich zu einfach gewesen. Doch auch nachdem wir die Schriftzüge „RGA“ und J.F. Ziegler“ per Computer entfernt haben, haben viele Leser erkannt, was unser Rätselfoto der vergangenen Woche zeigte: Das Presse- beziehungsweise später dann Medienhaus des Remscheider General-Anzeigers (RGA) direkt am Friedrich-Ebert-Platz mitten in der City.

Vergangene Woche noch ohne, diesmal mit Schriftzügen: So sah das RGA-Pressehaus 1973 aus.

Insbesondere die Zeit, als dort noch die Zeitung gedruckt wurde, hat offenbar bei vielen Menschen in Remscheid bleibende Erinnerungen hinterlassen. Brigitte Ising zum Beispiel führte ihr Weg von ihrem Zuhause in der Schützenstraße zum Busbahnhof stets an dem stattlichen Gebäude vorbei: „Wir konnten dann vom Bürgersteig durch das Fenster die Druckmaschinen bestaunen und die Menschen, die da arbeiten, sehen.“

Doch selbst ohne dröhnende Rotationsmaschinen, die Druckerei des RGA zog später aus Platzgründen in ein eigenes Druckzentrum im Industriegebiet Ueberfeld, hinterließ das Pressehaus Eindruck, wie Thomas Böttcher uns schreibt: Als Kind habe man zwar keinen Bezug zur Tageszeitung gehabt, „aber in den 70er-Jahren bin ich mit meiner Schwester des Öfteren in die Stadtbücherei gegangen, links unmittelbar neben dem RGA-Gebäude, um uns Hör- und Musikkassetten auszuleihen.“

Andere kannten das Gebäude nicht nur von außen, Thorsten Wolff zum Beispiel erinnert sich an einen Tag der offenen Tür bei Tüpitter Anfang der 70er: „Damals konnte man alle Arbeitsschritte, die bis zur Entstehung der Zeitung führen, besichtigen. Ganz besonders spannend war der Besuch der Setzerei, wo damals noch aus einzelnen Buchstaben aus Blei seitenverkehrt die einzelnen Sätze und schließlich die redaktionellen Berichte zusammengesetzt wurden.“ Leser Tim Bergmann hingegen war nicht zum Vergnügen im Pressehaus zu Besuch, er begann 1989 seine Ausbildung zum Gebäudereiniger und wurde dabei auch in dem Haus in der Konrad-Adenauer-Straße eingesetzt: „Es war sehr spannend, während der Reinigungsarbeiten einen Blick hinter die Kulissen einer Zeitungsredaktion zu werfen.“

Heute sind in dem Gebäude unter anderem das SPZ und die Jugendarbeitsagentur Remscheid untergebracht.

Volker Hebda schreibt uns aus Freiburg, er hat das RGA-Gebäude erkannt, in dem sein Onkel Hubert Herweg als Vertriebsleiter arbeitete. Und Kirsten Scharwächter-Schraga bezeichnet den RGA gar als ihr „zweites Zuhause“: Von 1987 bis 2005 sei die Anzeigenannahme im Erdgeschoss ihr Arbeitsplatz gewesen: „Oft war es stressig und im Sommer nicht gerade angenehm temperiert aber heute vermisse ich meinen RGA doch manchmal und vor allem die guten alten Zeiten.“ Zumal sie dank der Zeitung auch ihren Mann kennengelernt habe.

Andere Leser blicken in die jüngere Vergangenheit von Zeitung und Gebäude: „Nachdem der Verlag B. Boll aus Solingen den RGA und die Druckerei Ziegler übernommen hatte, war das Haus natürlich viel zu groß“, schreibt zum Beispiel Hans-Werner Wallraff. Und Edelgard Diederich weiß zu berichten: „Jetzt befindet sich der RGA auf der oberen Alleestraße.“ Während Roland Benscheid daran erinnert, dass mit der Redaktion auch der Tüpitter, das Wahrzeichen des RGA, mit umgezogen ist: Die Figur aus Metall steht inzwischen auf der Alleestraße nahe dem Brunnen vor dem Center, an der Ecke des Gebäudes, in dem die Zeitung heute ihren Sitz hat.

Auf die aktuelle Nutzung geht unter anderem Dieter Prill ein: „Heute ist in diesem Gebäude auch das SPZ Remscheid beheimatet.“ Und übrigens auch das Bistro Der Berg Ruft und inzwischen die Jugendarbeitsagentur Remscheid.

Die richtige Lösung wussten unter anderem auch Helmut Schucht, Ulrich Hager, Michael Felder, Heinz-Jürgen Schmitz und Jörg Wagner.

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