Historisches Foto

Welche Freizeitstätte ist hier zu sehen?

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Erkennen Sie das Gebäude?

Das RGA-Rätselfoto zeigte das Haus Schützenstraße 64. Die Wohnblocks wurden in den 1950er-Jahren gebaut. Was zeigt das neue Foto?

Remscheid. Wie auch beim Rätselfoto am vergangenen Wochenende, gilt für die neue Aufgabe: In ihren Grundzügen ist die markante Fassade dieser Sporteinrichtung bis heute erhalten geblieben? Welche Freizeitstätte suchen wir? Schicken Sie ihre Lösung bis zum Donnerstag, 10. Februar, gerne auch verbunden mit Ihren persönlichen Anekdoten, an den Remscheider General-Anzeiger (RGA), Alleestraße 77-81, 42 853 Remscheid, oder per E-Mail an: redaktion@rga.de.

Das Rätsel der vergangenen Woche zeigte das Haus Schützenstraße 64

Von Andreas Weber

Alt-Remscheid Sie ist nur 80 Meter lang und eine der kürzesten Straßen in Remscheid, mit längeren Wohnblocks an beiden Seiten. Zur Böckerswiese verbindet die Schützen- und die Christianstraße. RGA-Leserin Susanne Heynen hat dies sofort erkannt: „Die beiden Vögel fliegen an der Schützenstraße.“ An der Ecke Zur Böckerswiese sei hinzugefügt.

Das Haus Schützenstraße 64 / Zur Böckerswiese mit den markanten Schwänen an der Fassade.

Die Schwäne zieren bis heute die Fassade. Erkannt wurde dies auch von Heinz-Jürgen Schmitz: „Zwischen Schützen- und Christianstraße sieht man die kleine Durchgangsstraße Zur Böckerswiese. Die am Anfang der 50er-Jahre gebauten Wohnkomplexe haben bis heute den schlichten Stil der 50er.“ Heute könne man viele dieser Häuser als historisch bezeichnen, schreibt Schmitz. „An der Stelle der Häuserzeilen war bis Ende der 40er-Jahre des letzten Jahrhunderts ein großer Löschteich, der beim Luftangriff 1943 gute Dienste leistete. Die Böckerswiese galt im Dritten Reich auch als Treffpunkt der Jugendpimpfe und der Hitlerjugend.“

Serie: Das historische Foto

Hans Georg Müller schickt ein Fotorepro mit Hochseilartisten

Heinz-Jürgen Schmitz erwähnt auch die von vielen Mitarbeitern des Amtsgerichtes oft besuchte Gaststätte „Zur Gerichtsstube“ und die bei alten Remscheidern bekannte Metzgerei von Wilhelm Reppel an der Ecke Fachschulstraße. Dass die Häuser in den 50er-Jahren gebaut worden sein müssen, bestätigt auch Heinz-Peter Riedemann.

Hans Georg Müller hat eine Fotoreproduktion des Standortes aus dem Jahr 1915 beigefügt. Aufgenommen wurde sie von den Häusern mit den Schwänen. Damals waren auf der freien Fläche die Hochseilartisten der Camilio-Mayer-Truppe in Aktion und zu Gast. Zwischen Himmel und Erde setzte der damals 25-Jährige mit seinen Kollegen über Jahrzehnte weltweit Maßstäbe.

Anekdoten kann Dieter Prill bei dieser Auflösung des Rätselfotos nicht beisteuern, aber der Standort ist ihm präsent: „Die Vögel scheinen von der Giebelseite dieses Hauses auf der Schützenstraße schräg hinüber auf die andere Straßenseite zum ‘alten’ Königlichen Amtsgericht zu fliegen.“

Zur Schützenstraße teilt Helmut Schucht mit: „Sie war vor dem Krieg von der Scharff- bis Wilhelmstraße erreichbar, heute gibt es die Verbindung der Hochstraße bis Wilhelmstraße. In der Geschäftswelt haben sich an der Schützenstraße einige Unternehmen angesiedelt, zum Beispiel Versicherungen Richter, Tankstellen, Gaststätten.“

Grundlegend hat sich an der Ecke nicht viel geändert, die Vögel fliegen weiter, optisch wurde die Fassade aufgewertet.

Vor der Bombardierung 1943, seien die Gründerzeitbauten mit Steinfassaden, Ecken und Türmen ausgestattet gewesen. „Leider ist nicht mehr viel davon übrig“, bedauert Schucht.

Das gezeigte Haus Schützenstraße 64 nimmt Heinz-Jürgen Schmitz zum Anlass zur Schützenstraße zu schreiben und Helmut Schuchts Ausführungen zu untermauern: „Benannt wurde diese nach der alten Schützenhalle. Die Schützenstraße führte zunächst von der Scharffstraße bis 1945 ohne Verbindung zur Villenstraße bis zum Schützenfeld. Ihre Verlängerung bis zur Wilhelmstraße erfolgte im letzten Viertel des 19. Jahrhunderts.

An der Schützenstraße entstand 1883 die königliche Fachschule für die Eisen- und Stahlindustrie. Leider fiel diese Schule wie viele Gebäude in der Schützenstraße dem Bombenangriff 1943 zum Opfer. Die Remscheider Werkzeugindustrie unterhielt schon in den 20er-Jahren eine Versuchsanstalt an der Schützenstraße.

Der wunderbare Ziegel- und Backsteinbau mit der Aufschrift „Königliches Amtsgericht“ ist noch heute zu bewundern. Später war hier ab 1995 die Volkshochschule und seit 2005 ist hier die städtische Schulverwaltung/Schulamt untergebracht.

Eine weitere richtige Lösung schickte Brigitte Herbertz.

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