Netzwerk mit Hilfsangeboten

Hier finden Geflüchtete Hilfe und Sicherheit

Eröffnung des Ukraine-Zentrums: Elena Nalyvaiko, Marina Tkachuk, Max Zubakov, Antje Menn, Bernd Steinhoff, Florian Schäfer und Ivan Zakhaichenko (v. l.) weisen auf ein Netzwerk mit vielfältigen Hilfsangeboten in Remscheid für die Geflüchteten hin. Foto: Roland Keusch
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Eröffnung des Ukraine-Zentrums: Elena Nalyvaiko, Marina Tkachuk, Max Zubakov, Antje Menn, Bernd Steinhoff, Florian Schäfer und Ivan Zakhaichenko (v. l.) weisen auf ein Netzwerk mit vielfältigen Hilfsangeboten in Remscheid für die Geflüchteten hin.

Im Gemeindezentrum Hackenberg wurde ein Ukraine-Zentrum eröffnet.

Von Monika Meurs

Remscheid. Das Ukraine-Zentrum im Gemeindehaus Hackenberg ist eröffnet. Im Namen aller aktiven Initiatoren und Mitwirkenden übergab Bernd Steinhoff von den Gemeindepsychiatrischen Diensten Augusta-Hardt-Horizonte einen symbolischen Schlüssel an die jungen ukrainischen Flüchtlinge Marina Tkachuk und Elena Nalyvaiko – stellvertretend für alle Kriegsopfer. Gerichtet an die rund 100 anwesenden Ukrainer, darunter viele Mütter und Kinder, machte Steinhoff bei der Eröffnungsfeier in bewegenden Worten die Bedeutung der Schlüsselübergabe deutlich: „Unser Haus ist ab jetzt auch euer Haus. Ihr findet offene Ohren, Ansprechpartner, Know-how, neue Perspektiven und jede Menge Hilfsbereitschaft in allen Belangen. Wir sind für euch da. Hier könnt ihr euch sicher fühlen.“

Geflüchtete aus der Ukraine übernachten in der Turnhalle in Hölterfeld

Dankbar ist auch Elena Nalyvaiko über diese Perspektive: „Zu Hause sieht es schlecht aus, wir wissen nichts Genaues. Diese Ungewissheit ist zermürbend. Jeden Tag bangen wir alle um das Überleben unserer Lieben. Trotzdem stecken wir den Kopf nicht in den Sand. Die Hilfe, aber auch die Ablenkung, die wir hier erfahren, ist wirklich wertvoll.“

Marina Tkachuk ist mit ihren Kindern aus Kiew geflohen, ihr Haus wurde bombardiert. Sie habe große Sorgen. Das Erlebte zu verarbeiten, werde lange dauern. „Was die Zukunft bringt, bleibt ebenso ungewiss. Deswegen bin ich gerührt, hier Menschen gefunden zu haben, die einem die Hand reichen.“

Netzwerk soll fortlaufend erweitert werden

Steinhoff, Ideengeber zur Gründung des Hilfsnetzwerks, hat es geschafft, dass sich binnen kürzester Zeit ungezählte helfende Hände zusammengeschlossen haben. Ortsansässige Verbände, Institutionen, Unternehmen, Vereine, die Stadt, engagierte Privatpersonen, Ärzte, Psychologen, die Diakonie und kirchliche Unterstützer bündeln Erfahrungen und Kompetenzen, um den Flüchtlingen aus der Ukraine in einem völlig fremden Land Start- und Orientierungshilfe zu bieten.

Unter Federführung des Evangelischen Kirchenkreises, der Kirchengemeinde Lennep und des Diakonischen Werks gibt es durch viele Beteiligte konkrete Hilfestellungen. Florian Schäfer, Geschäftsführer der Diakonie im Kirchenkreis Lennep: „Mehr als 600 Flüchtlinge sind mittlerweile in Remscheid angekommen. Bei den Betroffenen ergeben sich natürlich viele Fragen. Deswegen soll das Netzwerk fortlaufend erweitert werden.“

Ausgebaut werden sollen Lern-, Freizeit- und Sportangebote für Kinder und Jugendliche sowie Arbeitsplätze mit Laptops oder anderem Equipment. Dolmetscher stehen zur Verfügung, bei Behördengängen gibt es ebenso Unterstützung wie bei Sprachkursen, Schulunterricht und Ausbildungen. Gebraucht werden aber auch Menschen, die tatkräftig mit anpacken, etwa bei Umzügen und beim Aufbau von Küchen etc. Kontakt gibt es unter Tel. (0 21 91) 5 91 60 66.

Auch unter „Remscheid.Love“ haben sich Ehrenamtliche zusammengefunden, die Flüchtlingen helfen.

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