Helft uns helfen

RGA-Leser unterstützen Herzensprojekte

Diese beiden Einrichtungen hat der Tüpitter für seine Wohltätigkeitsaktion 2021 ausgewählt: die Evangelische Jugendhilfe Bergisch Land (EJBL), die sich um Kinder und Jugendliche in Remscheid, Wermelskirchen und Burscheid kümmert – hier Geschäftsführerin Silke Gaube und Prokurist Markus Emonts – und die Selbsthilfegruppe „Hör mir zu“ von Susanne Heynen (M.), die gerade gemeinsam mit anderen Gruppen ein Ladenlokal an der Allee saniert. „Hör mir zu“ richtet sich an Angehörige und Betroffene von Demenzkranken. Fotos: Melissa Wienzek/Michael Schütz
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Eine der beiden Einrichtungen, die der Tüpitter für seine Wohltätigkeitsaktion 2021 ausgewählt hat: Die Selbsthilfegruppe „Hör mir zu“ von Susanne Heynen (M.), die gerade gemeinsam mit anderen Gruppen ein Ladenlokal an der Allee saniert. „Hör mir zu“ richtet sich an Angehörige und Betroffene von Demenzkranken.
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Die Wohltätigkeitsaktion „Helft uns helfen“ startet. Bedacht werden zwei Initiativen, die sich um die Schwächsten unserer Gesellschaft kümmern.

Von Melissa Wienzek

Remscheid. Die Pandemie hat uns weiter fest im Griff. Viele Remscheiderinnen und Remscheider begehen den Advent daher mit gemischten Gefühlen. Auf der einen Seite sehnen wir uns nach Nähe und Geborgenheit, auf der anderen Seite schwingt die Angst vor dem Virus mit.

Gerade jetzt ist es wichtig, dass es Menschen gibt, die für andere da sind. Die erreichbar sind, die zuhören, die in den schwierigen Phasen des Lebens begleiten. Zwei Beispiele dafür sind die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Evangelischen Jugendhilfe Bergisch Land (EJBL) sowie die Ehrenamtlerin Susanne Heynen mit ihrer Selbsthilfegruppe „Hör mir zu“, die sich um Angehörige und Betroffene von Demenz kümmert. Sie sind die Gefährten von Kindern, Jugendlichen und Senioren auf einem teils schwierigen Weg – und setzen sich über die Maße für andere ein.

Auch die Evangelische Jugendhilfe Bergisch Land (EJBL), die sich um Kinder und Jugendliche in Remscheid, Wermelskirchen und Burscheid kümmert wurde ausgewählt. Hier Geschäftsführerin Silke Gaube und Prokurist Markus Emonts.

Das findet der Tüpitter lobenswert. Daher unterstützt er diese beiden Projekte dieses Jahr mit seiner Wohltätigkeitsaktion „Helft uns helfen“. Heute fällt der Startschuss für die große RGA-Spendenaktion im Advent, die bis Mitte Januar läuft. Jedes Jahr werden dabei zwei Institutionen oder Projekte ausgewählt, deren Arbeit für die Gesellschaft von besonderer Bedeutung ist und die aktuell allgemein oder für eine bestimmte sinnvolle Aktion erhöhte Finanzmittel benötigen.

Mehr zu Helft uns helfen

Für Ihre Spenden, liebe RGA-Leserinnen und Leser, bedanken wir uns jetzt schon ganz herzlich! Das Geld kommt ohne Abzüge, direkt und unbürokratisch der EJBL und der Selbsthilfegruppe „Hör mir zu“ zugute. In den nächsten Wochen werden wir die beiden Einrichtungen und ihre Arbeit genauer vorstellen.

Spendenkonto

Helft uns helfen Remscheid

IBAN DE29 3405 0000 0000 0003 72

BIC WELADEDRXXX

Vergangenes Jahr kamen stolze 53.800 Euro für die Ärztliche Kinderschutzambulanz Bergisch Land und die Hilda-Heinemann-Schule in Lennep zusammen. Es war das viertbeste Ergebnis, seitdem es „Helft uns helfen“ gibt. Insgesamt wurden so in rund 40 Jahren 1,2 Millionen Euro von Remscheidern für Remscheider gespendet. Für dieses Jahr hofft der Tüpitter erneut auf viele Spenden, mögen sie noch so klein sein – jeder Cent zählt.

Das Geld ist gut angelegt. Die Evangelische Jugendhilfe Bergische Land kümmert sich an ihren Standorten in Remscheid, Burscheid und Wermelskirchen um insgesamt 132 Kinder zwischen 6 und 19 Jahren aus belasteten Familien – aus der Mittelschicht wie aus prekären Verhältnissen. „Unser großer Traum ist, dass wir immer daran arbeiten, dass Kinder zu Hause leben können. Das geht aber leider nicht für alle“, erklärt die EJBL-Geschäftsführerin Silke Gaube.

Vor allem nicht, wenn sie traumatisiert sind, Gewalt oder sexuellen Missbrauch erfahren haben. Die EJBL wird so zum neuen Zuhause für viele Kinder und Jugendliche. „Man sieht hier jeden Tag, wofür man kämpft.“ Die EJBL könnte dringend einen Wagen für die Wohngruppe Intzestraße gebrauchen. Zudem möchte sie den Gruppensprecherrat mit Tablets ausstatten und Jugendlichen, die sich hier demokratisch für andere einsetzen, eine Studienfahrt ermöglichen.

Neues Ladenlokal ist absolutes Herzensprojekt von Susanne Heynen

Die Ehrenamtlerin Susanne Heynen kümmert sich bei ihrer Selbsthilfegruppe „Hör mir zu“ um Angehörige und Betroffene von Demenz – um Senioren, aber auch um Kinder. Dabei kommen auch Hunde zum Einsatz. An der Alleestraße entsteht gerade gemeinsam mit anderen Selbsthilfegruppen ein neues Ladenlokal. Finanziert wird dies aus der eigenen Tasche – man rechnet mit Kosten in hoher fünfstelliger Höhe. Künftig soll hier zum Beispiel gemeinsam mit den Betroffenen gekocht oder gespielt werden. „Es ist mein absolutes Herzensprojekt“, sagt die 56-jährige Remscheiderin.

Aktionen

Lesungen: RGA-Redakteur Gunnar Freudenberg liest am Sonntag, 5. Dezember, 15 Uhr, bei der Gärtnerei Höpken in Burscheid und am Freitag, 10. Dezember, 18 Uhr, bei Feldermann‘s Hofcafé Radevornmwald aus seinem Buch „Mein Leben als Papa“. Es gilt 2G plus. Eintritt: 5 Euro, der komplette Erlös aus den Eintrittsgeldern wird an „Helft uns helfen“ gespendet. Karten: bergisch-bestes.de

Törtchen: Die Konditorei Jannasch fertigt in Handarbeit ein spezielles Wintertörtchen, erhältlich im Café Sahnetörtchen. Von den 5,50 Euro geht 1 Euro an „Helft uns helfen“. So entsteht das Törtchen.

Standpunkt

Ein Kommentar von Melissa Wienzek

melissa.wienzek@rga.de

Sie sind die Retter in der Not. Und haben dabei keine Öffnungszeiten: Rund um die Uhr sind die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von der Evangelischen Jugendhilfe Bergisch Land im Einsatz für die Kinder und Jugendlichen, die nicht auf der Sonnenseite des Lebens stehen. Nächtliche Rufbereitschaft für drei Jugendämter inklusive. Hier werden die Kinder aufgefangen, versorgt und vor allen Dingen gestärkt. Damit sie genauso ihren Weg gehen können wie alle anderen auch. Und dabei setzen sie sich sogar noch für andere ein.

Rettung in der Not bietet auch Susanne Heynen. Sie hat die Selbsthilfegruppe „Hör mir zu“ ins Leben gerufen, die sich um Angehörige von Demenzkranken kümmert. Und das weit über das Ehrenamt hinaus – daher erhält die Remscheiderin, die selbst einen an Demenz erkrankten Ehemann betreut, auch keine Förderung. Zu viel Engagement, hieß es als Ablehnungsgrund.

Wir finden: Beides ist unbedingt unterstützungswürdig. Und verdient Respekt und Anerkennung. Damit diese wichtige Arbeit gerade auch in Coronazeiten fortgeführt werden kann, sind beide Projekte auf Spenden angewiesen. Wir hoffen, mit „Helft uns helfen“ einen Teil dazu beitragen zu können. Für Ihre Spenden, liebe Leserinnen und Leser, sagen wir jetzt schon ganz herzlich danke!

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