Helft uns helfen

RGA-Leser spenden 53.800 Euro für Kinder

RGA-Verleger Bernhard Boll (M.) und RGA-Redakteurin Melissa Wienzek (r.) übergeben den Scheck an Birgit Köppe-Gaisendrees, Dr. Thomas Schliermann und Christian Jansen (v. l.). Foto: Roland Keusch
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RGA-Verleger Bernhard Boll (M.) und RGA-Redakteurin Melissa Wienzek (r.) übergeben den Scheck an Birgit Köppe-Gaisendrees, Dr. Thomas Schliermann und Christian Jansen (v. l.).
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Ärztliche Kinderschutzambulanz und Hilda-Heinemann-Schule sind überglücklich über die Spenden von „Helft uns helfen“.

Remscheid. Birgit Köppe-Gaisendrees, Leiterin der Ärztlichen Kinderschutzambulanz Bergisch Land, bleibt fast die Luft weg, als sie die endgültige Spendensumme erfährt: Sage und schreibe 53.800 Euro haben die RGA-Leser während der Adventszeit und auch noch im Januar für die RGA-Hilfsaktion „Helft uns helfen“ gespendet. Und auch Christian Jansen, Leiter der Hilda-Heinemann-Schule, findet diese Summe „Einfach nur Wahnsinn“.

Die beiden Institutionen, die sich tagtäglich mit viel Herzblut und Leidenschaft für Kinder einsetzen, sind die Empfänger der diesmaligen Hilfsaktion. Beide sind überglücklich und dankbar. Denn das Geld, das die RGA-Leser gespendet haben, können die Ärztliche Kinderschutzambulanz und die Förderschule mit dem Schwerpunkt geistige Entwicklung sehr gut gebrauchen. „Ein riesiges Dankeschön an unsere Leserinnen und Leser, dieses Spendengeld kommt von Herzen“, bedankt sich auch RGA-Verleger Bernhard Boll bei den zahlreichen Spendern. „Es ist toll, dass man als Zeitung die Möglichkeit hat, solche Aktionen anzustoßen. Dies ist der Beginn für etwas Gutes, es ist Hilfe zur Selbsthilfe.“ Zahlreiche Leserinnen und Leser haben gemeinsam dafür gesorgt, dass die RGA-Hilfsaktion ein Top-Ergebnis eingefahren hat: Die Summe in Höhe von 53.800 ist das viertbeste Ergebnis seit dem „Helft-uns-helfen“-Start 1983.

„Damit kommen wir ganz weit voran“, sagt Christian Jansen für die Hilda-Heinemann-Schule und spricht damit auch für das Team der Ärztlichen Kinderschutzambulanz. „Helft uns helfen“ habe aber noch einen anderen wichtigen Aspekt: „Durch die Berichterstattung sind wir bekannter geworden. Die Remscheider wissen nun genau, wie wir an der Hilda-Heinemann arbeiten.“

Der Leiter der Lenneper Förderschule möchte das Geld für dringend benötigtes Schulmaterial einsetzen. Denn die Hilda-Heinemann-Schüler benötigen individuelles Material, das sie in ihrer Entwicklung fördert. „Das geht über das Maß hinaus, was die Stadt selbst leisten kann“, erklärt Jansen. Daher sollen nun die Leih-iPads, die gerade für das Distanzlernen wichtig sind, spezielle Apps installiert bekommen. Eine App kostet 200 Euro. Und zahlreiche Kinder benötigen sie. Hinzu kommen die Lernkisten: Sie werden individuell für die Schüler daheim gepackt. Hierin findet sich Lernmaterial zum Anfassen. „Ein Drittel unserer 153 Schüler hat solche Kisten.“ Wegen Corona fielen Basare und Feste aus – die Schule konnte kein Geld für dringend benötigte Extras einnehmen. Dass die Kinder ihre Materialien nun bekommen, dafür haben die RGA-Leser bei „Helft uns helfen“ gesorgt.

Das Thema Gewalt gegen Kinder kann nicht warten.

Dr. Thomas Schliermann

„Auch für uns ist das eine große Spritze“, sagt Dr. Thomas Schliermann, Vorsitzender des Vereins Ärztliche Kinderschutzambulanz Bergisch Land. Denn die Einrichtung an der Burger Straße, die Fälle von misshandelten und vernachlässigten Kindern in ganz NRW betreut, muss jedes Jahr 25 Prozent des Etats selbst erwirtschaften – jedes Jahr ein neuer Kraftakt, vor allem in Coronazeiten. Und dieses Jahr steigt die benötigte Summe auf 250.000 Euro: Die Kinderschutzambulanz stockt zum 1. Mai um anderthalb Psychologen-Stellen auf. „Was uns ausmacht, ist das Personal mit Herzblut und Erfahrung. Und das brauchen die Kinder“, sagt Schliermann. Denn es sind eigentlich immer Notfälle, die dort behandelt werden. „Das Thema Gewalt gegen Kinder kann nicht warten. Daher kommt das Spendengeld goldrichtig.“ Durch den Lockdown erwartet das Team eine Zunahme von Gewalttaten. Um diesen vielen Kindern weiterhin angemessen helfen zu können, dafür haben die RGA-Leser nun gesorgt.

Keks-Aktion

Vieles fiel wegen Corona aus. Doch eine Aktion organisierten die Remscheider spontan: Christian Klostermann (Firma Klostermann) entwarf ein 3-D-Straußenmodell, die Firma Stöcker druckte es und backte Kekse. Annika Beckmann von Tee Gschwendner verkaufte sie für „Helft uns helfen“.

Standpunkt

Von Melissa Wienzek

melissa.wienzek@rga.de

Sie sind jeden Cent der 53 800 Euro wert: die Ärztliche Kinderschutzambulanz und die Hilda-Heinemann-Schule. Diese beiden Institutionen setzen sich für das Wohlergehen der Kinder und Jugendlichen in Remscheid ein. Und das über das normale Maß hinaus. Während der Berichterstattung für „Helft uns helfen“ durfte der Tüpitter exklusiv und hautnah hinter die Kulissen blicken. Neben dem Spendengeld, das beide Einrichtungen gerade in Coronazeiten sehr gut gebrauchen können, war das ein wichtiger Nebenaspekt: Sie konnten sich bekannter machen und erklären, wofür sie tagtäglich kämpfen. Dabei geht es immer um Kinder und ihren besonderen Schutz. Es wäre zu begrüßen, wenn die Kinderrechte ins Grundgesetz aufgenommen werden würden. Davon würden auch Einrichtungen wie die Kinderschutzambulanz profitieren. Die Stimme der Kinder ist schließlich genauso viel wert wie die der Erwachsenen. Das sahen auch die RGA-Leser so – und spendeten ein Rekordergebnis. Herzlichen Dank Ihnen allen! Das Geld kommt direkt Remscheider Kindern zugute – eine gut angelegte Investition.

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