Schulwettbewerb zur Entwicklungspolitik

Heinrich-Neumann-Schule wird ausgezeichnet

Entwicklungsminister Gerd Müller (CSU) zeichnete die 22 Schulen am Donnerstag am Bildschirm aus.
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Entwicklungsminister Gerd Müller (CSU) zeichnete die 22 Schulen am Donnerstag am Bildschirm aus.

Über den Gang zum Klo und was man da so macht, spricht man nicht.

Von Axel Richter

Remscheid. Die 44 Schülerinnen und Schüler der Primarstufe an der Heinrich-Neumann-Schule in Remscheid schon. Und das mit Erfolg. Beim Schulwettbewerb zur Entwicklungspolitik „alle für eine Welt für alle“ gewannen sie den Sonderpreis der Nichtregierungsorganisationen des Deutschen Medikamenten-Hilfswerks action medeor e.V.

Bundesentwicklungsminister Gerd Müller (CSU) überreichte den Preis gestern digital. Die Kinder der 1. bis 4. Klasse nahmen am Bildschirm teil. „Mit euren Projekten seid ihr vielen Menschen in Sachen Zukunftsgestaltung voraus“, lobte der Minister die Preisträger aus ganz Deutschland.

„Wir schauen über den Lokusrand“, hieß das Projekt der Jungen und Mädchen aus Remscheid. Das mag zunächst lustig klingen, hat aber einen ernsten Hintergrund. Mehr als 40 Prozent der Weltbevölkerung verfügen nicht über hygienische Sanitäreinrichtungen und über sauberes Wasser. Krankheiten sind die Folge.

Die Jury hatte für die Schülerinnen und Schüler aus Remscheid deshalb viel Lob übrig. „Es wurde ein ungewöhnliches Thema gewählt, welches sehr engagiert und authentisch umgesetzt wird“, hieß es zur Preisverleihung, denn: „Die Kinder enttabuisierten ein Alltagsthema auf kreative Weise und demonstrierten umfangreich die Bedeutung von Hygiene rund um den Toilettengang und die damit verbundenen gesundheitlichen Auswirkungen.“

Bundesweit waren dem Aufruf zum Schulwettbewerb zur Entwicklungspolitik mehr als 28 500 Schülerinnen und Schüler gefolgt. Sie reichten rund 500 Beiträge ein. Auch Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier (SPD) lobte das Engagement der Kinder und Jugendlichen: „Wenn eine heranwachsende Generation sich so intensiv und kreativ mit den großen Fragen der Menschheit befasst, dann können wir alle mutig und zuversichtlich in die Zukunft schauen.“

Eigentlich herrscht bei Verwaltung und Politik Einmütigkeit, dass die frisch gegründete Stadtschulpflegschaft einen Sitz im Schulausschuss bekommen soll. So wurde es vom Rat am 5. November beschlossen. Doch nun wird diese Entscheidung vom Oberbürgermeister beanstandet.

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