Projekt

Heim am Lindenhof könnte 2024 öffnen

Investor, Pächter und Betreiber an der Baustelle. Ralf Noll (r., Stadtteil e.V.) freut sich auf die neuen, alten Nachbarn, Gabriela Pires Rodrigues (M.) wird die Einrichtung leiten.
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Investor, Pächter und Betreiber an der Baustelle. Ralf Noll (r., Stadtteil e.V.) freut sich auf die neuen, alten Nachbarn, Gabriela Pires Rodrigues (M.) wird die Einrichtung leiten.

Lange geplantes Projekt nimmt nach Verzögerungen Fahrt auf.

Von Sven Schlickowey

Remscheid. Lange hat es gedauert, doch wenn nun nichts mehr Unvorhergesehenes dazwischen kommt, könnte die auf dem Grundstück des ehemaligen Lindenhofs geplante Altenpflegeeinrichtung Ende 2024 eröffnen. Man hätte das Heim in Honsberg gerne früher in Betrieb genommen, gibt Thomas Köppchen, bei der Stadtverwaltung für die Pflegebedarfsplanung verantwortlich, zu. „Weil wir uns genau an diesem Standort kultursensible Pflege gewünscht haben.“ Doch inzwischen rollen die Bagger endlich.

Bereits 2014 hatte die RGA über die Pläne berichtet, nach dem Bau des Neuen Lindenhof, den alten abzureißen und dort eine Alteneinrichtung zu bauen. 2016, so hieß es damals, könnte die schon fertig sein. Je ein Investor- und Betreiberwechsel und vor allem eine Klage eines Nachbarn später scheint dem nun nichts mehr im Weg zu stehen.

Geplant ist ein Pflegeheim mit 80 vollstationären Plätzen und 16 in der Tagespflege. Zusammen mit der Einrichtung, die auf dem Gelände der Destille Frantzen geplant ist, decke dies genau den errechneten Bedarf in diesem Bereich, so Köppchen: „Wir brauchen diese Plätze dringend.“

Als Investor agiert eine niederländische Gruppe. Pächter wird der Awo Bezirksverband Niederrhein, dessen hundertprozentige Tochter Awo Seniorendienste, eine gemeinnützige GmbH, als Betreiber fungiert. Man habe die Chance, erneut in Remscheid aktiv zu werden, gerne ergriffen, sagt Kerstin Hartmann, Vorständin der Awo Niederrhein. In der Stadt seien bisher vor allem konfessionsgebundene Träger aktiv, für den Standort Honsberg sei es aber wichtig, kultursensibler Pflege Raum zu geben.

Der Verband betreibt bereits das Willi-Hartkopf-Seniorenzentrum an der Bliedinghauser Straße. Von einer zweiten Einrichtung in unmittelbarer Nähe erhoffe man sich Synergieeffekte, so Hartmann. Um genügend Personal zu finden, etwa 100 Stellen – rund die Hälfte davon Pflegefachkräfte – setze man zudem auf die Attraktivität einer nagelneuen Einrichtung, erklärt Ewa Woroch, Geschäftsführerin der Awo Seniorendienste. Einen Namen habe das neue Heim noch nicht, sagt Andreas Wiemers, Pressesprecher der Awo Niederrhein. Traditionell greift die Arbeiterwohlfahrt dabei gerne auf die Namen verdienter Mitglieder wie den ehemaligen Remscheider OB Willi Hartkopf zurück. Doch der Prozess laufe derzeit noch, so Wiemers: „Auch unsere Mitarbeiter können Vorschläge machen.“

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