Sanierung ist in vollem Gange

Haus Cleff braucht 1,5 Millionen Euro jährlich aus dem Stadtsäckel

Anja Klein vom Gebäudemanagement zeigt den Stand der Dinge: Das Dach von Haus Cleff hat bereits eine neue Schieferdeckung. Foto: Roland Keusch
+
Anja Klein vom Gebäudemanagement zeigt den Stand der Dinge: Das Dach von Haus Cleff hat bereits eine neue Schieferdeckung.

Die Bauarbeiten am historischen Haus Cleff in Hasten laufen nach Plan.

Von Melissa Wienzek

Remscheid. Eine neue Haube hat es bereits, auch die Fensterrahmen sind wieder frisch: Die Bauarbeiten am historischen Haus Cleff in Hasten laufen nach Plan. Nachdem die Fenster in den Werkstätten aufbereitet und wieder eingebaut wurden, sollen nun die Arbeiten am Mansarddach bis zum 22. November abgeschlossen werden. Der eine oder andere morsche Balken kam bereits ans Licht – kein Wunder bei einem über 242 Jahre alten Denkmal.

Nun geht es an die Fassade. Fenster wurden zur Aufarbeitung bereits ausgebaut. „Aktuell kümmern wir uns in enger Abstimmung mit dem Denkmalamt um die Schieferung“, erklärt der städtische Gebäudemanager Thomas Judt. Und die wird etwas ganz Besonderes, passend zum Charakter des bergischen Patrizierhauses. Denn deutscher Schiefer soll her. Dieser ist dunkler und widerstandsfähiger als spanischer oder portugiesischer, ist aber heutzutage kaum noch zu bekommen. Die Stadt hatte Glück: Sie wurde bei Magog in Schmallenberg fündig. Das Unternehmen fördert das Gestein in Bad Fredeburg im Rheinischen Schiefergebirge – und hat noch genug Platten für das Haus Cleff parat. „Die altdeutsche Deckung wird dann von Hand in einer alten Handwerkstechnik vorgenommen“, erklärt Anja Klein vom Gebäudemanagement. Für die Arbeiten an „Dach und Fach“, wie es Architekt Bernhard Bramlage nennt, ist ein Zeitraum bis Mitte 2021 vorgesehen. Neben dem Dach und dem Schiefer werden auch Gauben erneuert.

Fraglich ist derzeit noch die museale Konzeption des künftigen Hauses Cleff, also wie es in der Zukunft genutzt werden soll. Davon hängen jedoch die weiteren Schritte ab, sagt Thomas Judt. „Erst wenn das Konzept abgestimmt wurde, können wir Leitungen für Strom, Heizung und EDV verlegen. Das wollen wir möglichst schonend machen.“ Es liefen bereits Gespräche im Rathaus, wie das Rokokohaus der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden könnte.

Für die weiteren Arbeiten hat Thomas Judt nun 1,5 Millionen Euro jährlich in den Haushalt einstellen lassen. Der Rat muss diesen Plan absegnen. Wann das Thema auf eine Tagesordnung kommt, steht noch nicht fest. Eines sei aber klar: „Momentan sichern wir nur die Substanz des Hauses.“

Der Schaden am alten Trakt des Deutschen Röntgen-Museums, dem Haus Oelbermann, fällt gering aus. Das hat das Gutachten eines Sachverständigen ergeben, das der Stadt nun vorliegt. „Wir haben darin keine großen Überraschungen erfahren“, sagt Judt auf RGA-Nachfrage.

Das könnte Sie auch interessieren

Meistgelesen

Die Vergessenen aus dem Morsbachtal
Die Vergessenen aus dem Morsbachtal
Die Vergessenen aus dem Morsbachtal
Waffeleria im Zentrum Süd: Familie Salsedo sorgt für eine gelungene Party
Waffeleria im Zentrum Süd: Familie Salsedo sorgt für eine gelungene Party
Waffeleria im Zentrum Süd: Familie Salsedo sorgt für eine gelungene Party
Alpakas an der Leine sind der Hingucker auf dem Wanderweg
Alpakas an der Leine sind der Hingucker auf dem Wanderweg
Alpakas an der Leine sind der Hingucker auf dem Wanderweg
Corona: Ärzte impfen nur wenige Kinder - Inzidenz bleibt in Remscheid niedrig
Corona: Ärzte impfen nur wenige Kinder - Inzidenz bleibt in Remscheid niedrig
Corona: Ärzte impfen nur wenige Kinder - Inzidenz bleibt in Remscheid niedrig

Unsere News per Mail

Nach der Registrierung erhalten Sie eine E-Mail mit einem Bestätigungslink. Erst mit Anklicken dieses Links ist die Anmeldung abgeschlossen. Ihre Einwilligung zum Erhalt des Newsletters können Sie jederzeit über einen Link am Ende jeder E-Mail widerrufen.

Die mit Stern (*) markierten Felder sind Pflichtfelder.

Kommentare