Ein Blick in die Vergangenheit

Rückblick: Remscheid hatte drei OB in nur einem Jahr

Das stand vor 25,50,75 und 100 Jahren im RGA.

Remscheid.

1998 „Filiale soll weg“ heißt es am 20. Januar vor 25 Jahren nur knapp im RGA. Hintergrund: Die Landeszentralbank hatte vor, ihre Niederlassung an der Nordstraße Ende Mai zu schließen. Sie werde einfach nicht mehr genutzt, hieß es zur Begründung. Folgen hat das bis heute. Der kaum mehr als zehn Jahre zuvor eingeweihte Betonbau ist zwar ausgesprochen sicher, aber auch für nicht viel anderes als für eine Bank zu gebrauchen. Er steht seither leer, eine neue Nutzung ist derzeit nicht in Sicht.

1973 Von einem „Flattermann“, den zwei Jungs gemacht hatten, berichtet der Tüpitter am 22. Januar vor 50 Jahren. Die beiden, 12 und 14 Jahre alt, waren aus einem Heim in Bensberg, heute ein Stadtteil von Bergisch Gladbach, ausgebüxt und hatten sich per Anhalter gen Opladen, heute Leverkusen, aufgemacht, waren dann aber durchgefroren in Remscheid gestrandet. Dort gingen sie zur Polizei, die rief das Heim an – so nahm das Ganze dann doch noch ein gutes Ende.

1948 Das Amtliche Mitteilungsblatt kündigt am 24. Januar vor 75 Jahren eine Sitzung der Stadtvertreter für den 2. Februar an. Erster Tagesordnungspunkt: die Wahl des Oberbürgermeisters. Dabei wurde August Scholz (CDU) im Amt bestätigt, der starb allerdings wenige Monate später. Deswegen wählte die Versammlung Ende August Richard Gierk (FDP) zum OB, der allerdings dann am 19. Oktober starb. Nachfolger wurde Walter Frey (SPD), der dann immerhin bis 1961 im Amt blieb. So hatte Remscheid 1948 in einem Jahr drei Oberbürgermeister aus drei verschiedenen Parteien.


1923 Die RGA-Ausgabe vom 19. Januar vor 100 Jahren steht noch ganz unter dem Eindruck der Ruhrbesetzung, wovon Artikel wie „Die Gewaltherrschaft der Franzosen“ oder „Das wahre Gesicht Englands“ zeugen. Doch das Leben in Remscheid ging ja weiter, weswegen ein paar Seiten weiter ein Heiratsgesuch erschien: „Fabrikant, Anfang der 30er, wünscht, da es ihm an Damenbekanntschaft fehlt, mit junger Dame im Alter von 25 bis 30 Jahren, aus guter bürgerlicher Familie, in Verbindung zu treten.“ Ob das Erfolg hatte, ist nicht überliefert. wey

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