Remscheid hat die Vereinten Nationen zu Gast

Annegret Calaminus, Dr. Peter Schniering, Ingo Lückgen und Vanessa Völkel (v. l.) freuen sich auf bis zu 200 Gäste aus aller Welt.Foto:Roland Keusch
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Annegret Calaminus, Dr. Peter Schniering, Ingo Lückgen und Vanessa Völkel (v. l.) freuen sich auf bis zu 200 Gäste aus aller Welt.Foto:Roland Keusch

„Remsch. . ., what?“: UN-Organisationen verleihen internationalen Klimaschutzpreis im Teo Otto Theater

Von Axel Richter

Den Damen und Herren der Vereinten Nationen in Nigeria und China ist die Destination Remscheid nicht gerade geläufig. „Remsch..., what? Remsch..., where?“ fragten sie zurück, nachdem Dr. Peter Schniering sie ins Teo Otto Theater seiner Heimatstadt eingeladen hatte. Doch Schniering ist sicher: Für das, was er vorhat, ist Remscheid genau der richtige Ort.

Am 26. Oktober wird der Unternehmer mit drei UN-Organisationen in Remscheid die Sieger des „Unido Global Call for Innovative Solutions in Cleantech and Sustainable Land Management“ küren. Zu Deutsch: Es geht um innovative Lösungen in den Bereichen saubere Industrie und nachhaltige Landnutzung, die aus Sicht einer sechsköpfigen internationalen Jury Nachahmer verdient haben.

Dazu erwartet der Remscheider zwischen 160 und 200 hochrangige Gäste aus aller Welt. Darunter sind Wissenschaftler, die an modernen Energiespeichern arbeiten. Entwickler, die an wiederverwertbaren Elektrobatterien und Baustoffen forschen. Und Unternehmer, die statt Gas lieber heute als morgen grünen Wasserstoff in ihren Unternehmen als Energiequelle zum Einsatz bringen wollen. Dr. Roman Diederichs zum Beispiel. Der Geschäftsführer der Schmiede Dirostahl in Lüttringhausen ist dabei, wenn sich das Who is Who der nachhaltigen Industrieentwicklung zur Verleihung des weltweiten Klimaschutzpreises der Vereinten Nationen im Teo Otto Theater versammelt.

„So etwas hat es in einer Stadt in der Größenordnung von Remscheid noch nicht gegeben“, sagt Schniering nicht ohne Stolz. Dabei dürften sich gerade in Remscheid, eine der letzten Industriestädte unseres Landes, viele internationalen Entwicklungen zur klimaneutralen Industrieproduktion ausprobieren und zur Marktreife bringen lassen.

Ingo Lückgen von der städtischen Wirtschaftsförderung freut sich deshalb über das internationale Flair, das Schniering mit den Vereinten Nationen nach Remscheid bringt. „Wir hoffen natürlich auf den ein oder anderen Überschwappeffekt für die Remscheider Industrie.“

Vier Preise in unterschiedlichen Kategorien werden verliehen. Darauf beworben haben sich 294 Unternehmen aus 71 Ländern von fünf Kontinenten. 24 Bewerbungen sind aktuell übrig geblieben. „Die Frage, die wir uns stellen, lautet immer: Welchen Hebel haben die?“, erklärt Vanessa Völkel, Expertin für Investitionsförderung und Technologietransfer der Vereinten Nationen in Bonn. Denn darum geht es: Gesucht sind Sprunginnovationen, die mit einem Mal große Mengen klimaschädlicher Gase im besten Fall gar nicht erst entstehen lassen.

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