Handlungsbedarf

„Gefahrenpotenzial“: Hasten hat noch einen weiteren Schandfleck

Ein weiterer Schandfleck in Hasten: das Eckhaus an der Ecke Oberhölterfelder-/Unterhölterfelder Straße. Foto: Roland Keusch
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Ein weiterer Schandfleck in Hasten: das Eckhaus an der Ecke Oberhölterfelder-/Unterhölterfelder Straße.

Die Nachricht, dass sich bei den heruntergekommenen Immobilien am Richard-Lindenberg-Platz zumindest zum Teil etwas tun könnte, ist in Hasten positiv aufgenommen worden.

Von Andreas Weber

Remscheid. Dass eine Investorin für das Haus Hastener Straße 42 in der Zwangsversteigerung am Amtsgericht Remscheid den Zuschlag erhielt, wird im Stadtteil mit „Endlich!“ kommentiert. Auch Hans Liebig, ehemals 2. Vorsitzender der IG Hasten, hofft, dass aus dem Schandfleck ein ansehnliches Gebäude werden könnte.

Gerechnet hat er kaum noch damit, denn der vorherige Besitzer erwies sich über Jahre als beratungsresistent. „Auf dem Hasten hatten wir bei den vielen Gesprächen, auch von mir mit Georg Gast niemand, der Einsicht zeigte, an der Stelle zu gestalten“. Ihm sei es immer so vorgekommen, als sei das Ganze für Gast „ein Spiel“ gewesen, meint Liebig.

Für Rainer Schwenteck bleibt die Optik ein Problem, bis auch der Rest des Gast-Eigentums direkt nebenan veräußert ist. „Solange das nicht geklärt ist, wird es ein Störfaktor bleiben.“ Schwenteck erinnert daran, dass es die Bestrebungen gegeben hätte über seine Kontakte zur Uni Wuppertal, zumindest an der Stelle mit künstlerischen Projekten die marode Fassade zu übertünchen. Hans Liebig hat aber in seinem Ortsteil noch einen weiteren Schandfleck ausgemacht: die Immobilie Oberhölterfelder Straße 2, gegenüber der Tankstelle Tesche. Das Eckhaus steht seit mehreren Jahren leer, nachdem zuletzt eine mehrköpfige Familie darin gelebt hatte. Die Fassade ist in einem erbärmlichen Zustand. Liebig spricht von „Gefahrenpotenzial“. Immer wieder muss auch mal die Feuerwehr anrücken, wenn sich Dämmmaterialien gelöst haben.

In einem anderen Fall hat sich was getan in Hasten. Denn die Überquerungshilfe am Edeka/DM-Markt in der Königstraße, ein paar Meter von der Parkplatz-Ausfahrt entfernt, ist wieder da. Anwohner Schwenteck spricht von einer „positiven Nacht- und Nebelaktion“. Schwenteck hatte das Anliegen einst in die Kommunalpolitik getragen. „Die Hilfe ist wichtig für die Sicherheit der Passanten, zur Entschleunigung und als Zwischenstopp“, sagt er. Warum sie vor einem Jahr verschwand, hatte sich Schwenteck nicht erschlossen. Ordnungsamtsleiter Arndt Liesenfeld weiß, warum: „Sie musste aufgrund einer Baustelle vorübergehend abgebaut werden.“

Nun würde sie auch nicht wieder entfernt. Liesenfeld sieht an der Stelle einen „erhöhten Querungsbedarf“, dem zukünftig weiter Rechnung getragen werde. Auch nachdem es eine neue Asphaltdecke für die Königstraße geben werde. Die soll 2023 kommen.

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