Pandemie

Harte Zeiten für Clubs und Fitnessstudios

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André Uhde fürchtet, dass er sein Studio schließen muss.

Déjà-Vu-Mitinhaberin Birgit Allendorf und Injoy-Geschäftsführer André Uhde über die Situation ihrer Unternehmen.

Von Peter Klohs

Remscheid. Manche Branchen sind durch die Corona-Krise mehr gebeutelt als andere. In vielen Bereichen der Dienstleistungen sind Homeoffice oder Video-Konferenzen nicht machbar oder zielführend. Was können die Betreiber von Clubs oder Fitnessstudios in die Wege leiten, um diese schwierige Zeit möglichst unbeschadet zu überstehen?

Remscheid: Birgit Allendorft hofft das Déjà Vu im März öffnen zu dürfen

Birgit Allendorf vom Déjà Vu hofft auf das Frühjahr.

Birgit Allendorf, Mitinhaberin des Déjà Vu in Lenhartzhammer, macht sich keine Illusionen. „Nichts können wir tun“, sagt sie lakonisch. „Nach der aktuellen Coronaschutzverordnung, die bis zum 12. Januar gültig ist, ist es uns untersagt, den Club zu öffnen. Wir sind seit dem zweiten Dezemberwochenende geschlossen, und das, obwohl wir schon im Vorfeld der Schließung Gäste nur unter der 2G-plus-Regel eingelassen haben. Wir schauen mal, was die Verantwortlichen bei ihrer nächsten Konferenz beschließen. Eigentlich kann es nur besser werden.“

Kurzfristig wird sich nicht viel verändern, da ist sich Birgit Allendorf sicher. „Wenn es gut läuft, dann können wir vielleicht im März wieder öffnen, wenn die ersten schönen Tage kommen“, sagt sie, die sich als Inhaberin selbst in Kurzarbeit geschickt hat. „Wir überlegen zur Zeit, wie wir unsere Getränke, deren Haltbarkeit irgendwann erreicht ist, weitergeben können. Wir wollen die ja nicht einfach vernichten. Ich denke, wir sollten einen Außer-Haus-Verkauf organisieren. Wir werden das kurzfristig bekanntgeben.“

Im Fitnessstudio melden sich weniger Neumitglieder an als gewöhnlich

Die Fitnessstudios hat es nur unwesentlich besser getroffen. Die Studios dürfen zwar öffnen, müssen jedoch auf die Einhaltung der 2G-plus-Regel achten. André Uhde, Geschäftsführer und Inhaber des Injoy in Lennep, beschreibt seine Lage irgendwo zwischen Verzweiflung und Durchhaltewillen. „Ich bin ja quasi Neu-Unternehmer“, berichtet er. „Am Jahresbeginn 2020 habe ich das Injoy übernommen und bin dann direkt in die Pandemie geschlittert. Die Situation ist schon pikant: Ich kann die vertraglich zugesicherte Leistung erbringen, die Kunden können sie jedoch nicht wahrnehmen. Und das jetzt in den Monaten, in denen sich traditionell die meisten Neumitglieder bei uns anmelden. Sonst sind es zwischen 15 und 20, aktuell sind es null. Die Menschen halten sich sehr zurück. Ich komme zur Zeit auch nicht an die Firmen ran, deren Mitarbeiter ein wichtiger Teil unserer Arbeit sind. Betriebsförderung ist zur Zeit wohl zweitrangig.“

Als unabhängiges und gehobenes Studio hat Uhde Befürchtungen, dass er das Injoy schließen muss. „Der Vermieter spielt Gott sei Dank mit“, ist er ein wenig erleichtert. „Der kennt unsere Situation.“

Auch für Anja, regelmäßige Besucherin des Injoy, ist die Situation nicht angenehm. „Das andauernde Testen ist schon störend und nervend“, sagt sie. „Natürlich macht man es, weil es schlicht nötig ist, aber es ist auch mit Emotionen verbunden. Die Gefahr, positiv zu sein, ist immer im Hinterkopf.“

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