RGA wurde nachgeliefert

Remscheider haben den Schnee im Griff

Der unermüdliche Einsatz der Winterdienstler sorgte für passierbare Straßen am Montag, wie hier auf der Lenneper Straße. Foto: Roland Keusch
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Der unermüdliche Einsatz der Winterdienstler sorgte für passierbare Straßen am Montag, wie hier auf der Lenneper Straße.

Busse und S 7 fuhren – Räumfahrzeuge kamen gut durch.

Von Melissa Wienzek

Remscheid. Es ist für weite Teile Deutschlands die markanteste Winter-Wetterlage seit vielen Jahren. Zwischen Hoch „Gisela“ über Skandinavien und Tief „Tristan“ über Süddeutschland strömt derzeit arktische Kaltluft in weite Teile Deutschlands. Auch im Bergischen ist das spürbar – sehr zur Freude der Kinder im „Flockdown“, wie manche Medien den Corona-Winter nennen. Am Montag rieselte leise den ganzen Tag über der Schnee, bei eisigen -6 Grad waren Handschuhe und Mütze Pflicht. Während die Nachbarstadt Wuppertal von der Schneefront überrollt wurde und sogar den Busverkehr einstellen musste, trotzten die Remscheider den Flocken.

Als die Räumfahrzeuge der Technischen Betriebe Remscheid (TBR) gegen 5 Uhr auf die puderzuckergleichen Straßen ausrückten, glich die Stadt noch einer unberührten Winterlandschaft. Langsam arbeiteten sich die Räumschilde durch den Pulverschnee – und kamen dabei gut durch. „Wir fahren, streuen und schieben“, erklärte Ulrich Dreesen, TBR-Bereichsleiter Müllabfuhr, Straßenreinigung und Winterdienst, gegen 14 Uhr. Von 17 bis 20 Uhr zog die Schneekolonne noch einmal los und streute die Sonderstrecken, also steile Hänge oder Straßen, auf denen die Busse verkehren.

Remscheid: Alle Linien fahren reibungslos

Der unermüdliche Einsatz der Winterdienstler sorgte dafür, dass die Straßen passierbar blieben – und der Verkehr rollen konnte. Auch die Stadtwerke meldeten am Mittag: „Alle Linien fahren reibungslos.“ Wer an einer Remscheider Bushaltestelle stand, musste höchstens drei bis fünf Minuten länger warten. „Wir haben ja auch alle Busse mit Winterreifen ausgestattet“, erklärte Armin Freund von den Stadtwerken. Eine Ausnahme bildete die 615 nach Wuppertal.

Remscheid: S 7 fährt

Der ÖPNV fuhr auch auf der Schiene weiter: „Die S 7 ist die tapferste aller Linien“, sagte Abellio-Sprecherin Julia Limia y Campos am Mittag. Während sich Hamm und Kassel beispielsweise schon von der Schiene verabschiedet hatten, fuhr der Müngstener immer noch. „Die S 7 verkehrt eingeschränkt, aber auf vollem Laufweg“, erklärte Limia y Campos. Bedeutete: mit ein paar Minuten Verzögerung. „Das kann sich natürlich jede Minute ändern.“ Ihr Tipp: Wer mit dem Zug fahren will, sollte sich kurz vorher im Internet informieren: Auf www.zuginfo.nrw gibt es stets den neuesten Stand. Natürlich ohne Gewähr.

Auch die Feuerwehr-Leitstelle nannte die Lage zum Wochenstart „entspannt“. Hier und da musste ein Ast entfernt werden, sonst war es ruhig. Auch die Einsätze für die Polizei waren überschaubar – zumindest in Remscheid. Sieben Verkehrsunfälle mit Blechschäden zählte die Polizei bis zum frühen Nachmittag. Am Montagmorgen fuhren sich zudem zwei Lkw auf der B 229 in Richtung Müngsten im Schnee fest. Die Polizei sperrte bis etwa 9.45 Uhr die Straße, um die Fahrzeuge zu befreien. Insgesamt habe es in Wuppertal, Remscheid und Solingen seit Sonntag 16 Unfälle mit Sachschäden sowie drei Unfälle mit Leichtverletzten gegeben – verteilt auf alle drei Städte. Zusätzlich wurden neun Gefahrenstellen gesichert. Auf der A 1 lief der Verkehr, allerdings langsamer.

Ausfälle gab es hingegen bei der RGA-Zustellung: „Wir hatten in Remscheid in mehr als 25 Bezirken Verspätungen“, sagte Mathias Wöhler, stellvertretender Betriebsleiter. Die Boten waren daher noch den ganzen Tag unterwegs, um den Lesern ihren Tüpitter nachzuliefern.

Am Sonntag blieb es ebenfalls ruhig. Warum aber an der Morsbachtalstraße ein verlassener, verunfallter Polo stand, lesen Sie hier: Chaos bleibt trotz Schnee und Eis vorerst aus

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