Schüler packen Päckchen für Bedürftige

Gymnasien unterstützen Weihnachtsaktion der Remscheider Tafel

Die Leibniz-Schülerinnen Paula Kurth (von links), Tamara Kuhnert, Clara Lorenz, Viktoria Kunz mit dem Tafel-Vorsitzenden Frank vom Scheidt zum Auftakt der Weihnachtspäckchen-Aktion. Foto: Doro Siewert
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Die Leibniz-Schülerinnen Paula Kurth (von links), Tamara Kuhnert, Clara Lorenz, Viktoria Kunz mit dem Tafel-Vorsitzenden Frank vom Scheidt zum Auftakt der Weihnachtspäckchen-Aktion.

Das Ernst-Moritz-Arndt-Gymnasium (EMA) macht bei der Päckchenaktion der Remscheider Tafel schon lange mit.

Von Sabine Naber

Remscheid. Das Ernst-Moritz-Arndt-Gymnasium (EMA) mache bei der Päckchenaktion der Remscheider Tafel schon ewig mit, seine Schule ist seit vier Jahren dabei: „Wir haben lange gemeinsam mit dem Vorsitzenden der Tafel Frank vom Scheidt überlegt, wie wir es in diesem Jahr realisieren können. Nicht mitmachen war keine Option“, stellte Dr. Thomas Giebisch, Schulleiter des Leibniz-Gymnasiums, am Montagvormittag klar.

Schülerschaft und Eltern packen Päckchen für Familien, Kinder und Alleinstehende. Damit sich möglichst viele Menschen über ein solches Weihnachtspaket freuen können, werden jetzt Spender gesucht, die sich hier ebenfalls engagieren möchten.

Um die Geschenkpäckchen besser zuordnen zu können, sollte gut sichtbar aufgeschrieben werden, ob das Paket für ein Mädchen, einen Jungen (ungefähre Altersangabe, beispielsweise Null bis vier, vier bis acht Jahre ist wichtig), eine Frau, einen Mann oder gleich für eine ganze Familie gepackt wurde. Rein ins Paket dürfen beispielsweise Süßigkeiten, Kaffee, Tee, Obst- und Gemüsekonserven, Spielwaren, Bücher, Stofftiere, Kosmetikartikel wie Rasierschaum, Zahn- und Körperpflege, Nagellack oder auch Lippenstifte.

Auf keinen Fall dürfen verderbliche, frische Lebensmittel eingepackt werden. Das ist auch nicht nötig, denn seit drei Jahren engagiert sich hier auch der Remscheider Discounter Kaufland, packt Lebensmittelpakete und stellt sie der Tafel für die Bedürftigen zur Verfügung. Die Tafel vergibt Nummern an die Berechtigten, die ihre Weihnachtspakete am Donnerstag, 17. Dezember, im Leibniz-Gymnasium abholen können.

Dazu soll auf dem Parkplatz ein Zelt aufgebaut werden, denn die Übergabe im Schulgebäude ist in Coronazeiten nicht möglich. Die Pakete, die im EMA-Gymnasium ankommen, werden zur Wülfingstraße gebracht und dort übergeben. Schülerinnen und Schüler der neunten Jahrgangsstufe haben sich bereiterklärt, die Spenden ab dem kommenden Montag in ihren Pausen (10.10 bis 10.35 Uhr und 11.42 bis 11.57 Uhr) auf dem Schulhof entgegenzunehmen. Sie werden auch Flyer auf dem Schützenplatz verteilen, um auf die Aktion aufmerksam zu machen.

„Schülerinnen und Schüler der Q 2 sind dann zwei Tage später noch einmal mit dem gleichen Anliegen unterwegs“, sagt Schulpfarrerin Anke Schäfer, die die Aktion im Leibniz-Gymnasium betreut.

Remscheid: Keine erhöhte Bedürftigkeit durch die Corona-Pandemie

„Ich bin von Beginn an dabei. Und es macht mir immer noch viel Freude“, betont Tamara Kuhnert. „Vor allem, weil es so schön ist, wenn man sieht, wie die Augen der Kinder leuchten, wenn sie ihr Paket in Empfang nehmen.“ Auch Clara Lorenz macht bereits zum vierten Mal mit: „Das macht zwar im Vorfeld viel Arbeit, aber wenn man dann sieht, wie glücklich die Familien sind, wenn man ihnen so ein Weihnachtsgeschenk übergibt, dann hat es sich gelohnt“, so empfindet sie es.

Der Vorsitzende der Tafel, Frank vom Scheidt, freut sich vor allem über die Konstanz der Aktion. „Dass es auch unter den zurzeit schwierigen Umständen möglich wird, unsere Bedürftigen zu beschenken, ist ein gutes Zeichen.“ Eine gestiegene Bedürftigkeit durch die Corona-Pandemie hat er nicht festgestellt. Die Pakete, die im Leibniz-Gymnasium ankommen, sind für Empfänger in Lüttringhausen und Lennep bestimmt, die an der EMA abgegeben werden sind für den Südbezirk und die Innenstadt.

Die Tafel

Die Remscheider Tafel für Bedürftige wurde 1998 mit dem Ziel gegründet, der Lebensmittelverschwendung und -vernichtung entgegenzuwirken und übrig gebliebene Lebensmittel zu verteilen. Zu den Gründungsmitgliedern zählte unter anderem die Stadt. Zuerst hatte der Verein seinen Sitz in der Kronprinzenstraße. 2012 zog er an die Wülfingstraße nach Lennep. Alle Mitglieder des Vorstandes arbeiten ehrenamtlich für die Remscheider Tafel.

Das Jahr 2020 war für den Verein mit vielen Herausforderungen und Aufgaben verbunden. Vor allem der Corona-Lockdown war eine Herausforderung für den Vorsitzenden Frank vom Scheidt und seinem Team. „Wir durften immerhin in Absprache mit der Stadt Remscheid unsere sieben Ausgabestellen öffnen, da wir als systemrelevant gelten“, erzählt der Vorsitzende.

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