Benötigt werden Arbeitsgeräte

Gruppe Überflutungshilfe wird von zahlreichen Spendern unterstützt

Melina Redecker und Benedict Wiedmann haben – unterstützt von vielen Helfern – viele Spenden für Hochwasseropfer Flutopfer gesammelt, die täglich in die betroffenen Gebiete gebracht werden. Foto: Roland Keusch
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Melina Redecker und Benedict Wiedmann haben – unterstützt von vielen Helfern – viele Spenden für Hochwasseropfer Flutopfer gesammelt, die täglich in die betroffenen Gebiete gebracht werden.

Wer einmal die Bilder der Hochwasserkatastrophe, die der extreme Starkregen unter anderem auch im Bergischen Land, in der Eifel und in Ahrweiler Mitte Juli angerichtet hat, betrachtet, vergisst sie so leicht nicht wieder.

Von Peter Klohs

Remscheid. Die beiden 21-jährigen Remscheider Melina Redecker und Benedict „Bene“ Wiedmann waren beim Anblick der überfluteten Gebiete derart betroffen, dass sie spontan Hilfe für die von der Überflutung heimgesuchten Menschen organisierten. Über die sozialen Netzwerke wurden Helfer und Spender aufgerufen, zahlreiche private Kontakte wurden angesprochen, die Gruppe „Überflutungshilfe für Remscheid, Solingen und Umgebung“ wurde gegründet.

„Wir liefern schnell an die Hilfsbedürftigen aus.“

Melina Redecker und Benedict Wiedmann

Die beiden jungen Remscheider leiten seitdem die Organisation und werden von Petra Köser und zahlreichen ehrenamtlichen Helfern tatkräftig unterstützt. Das zuerst angedachte Lager für die Spenden erwies sich sehr schnell als zu klein. Die Standort-Entwicklung Schumacher stellte der Gruppe die ehemaligen Werkhallen des Unternehmens Magurit an der Straße „In der Lehmkuhle“ zunächst für 10 Wochen zur Verfügung. Dort lagern auf zwei Etagen und insgesamt gut 2500 Quadratmetern alle Güter, die man für einen Neuanfang brauchen kann. Sollte die Halle länger gebraucht werden, so ist das auch kein Problem.

„Teilweise waren hier bis zu 50 ehrenamtliche Helfer bei der Arbeit“, berichtet Bene Wiedmann. „Die Spenden mussten sortiert und gelagert werden, was mehr Aufwand bedeutet, als man sagen kann.“

Beim Rundgang durch die Lagerhalle sieht man, welch organisatorische Leistung hier vollbracht wurde: Große Flachbildfernseher, jede Art von Lebensmittel, Sofas in allen erdenklichen Größen und Farben, Kerzen, Waschmittel, Hundefutter, Tee, Schokolade, Allzweckreiniger, Kinderspielzeug – es ist zu viel, um alles zu erwähnen. „Wir können komplette Hausstände ersetzen“, ist Bene sicher. Die Gruppe dankt im besonderen Maße allen ehrenamtlichen Helfern, ist aber genauso von der Spendenbereitschaft der Menschen überwältigt. „Man kann nicht genug Danke sagen“, zeigt sich Melina Redecker demütig. Sie gibt einige Beispiele: Die Discounterkette Aldi hat Nudeln und andere Lebensmittel gespendet, das Tierheim in Soest Hundefutter, Bauern Strohballen, Obi Werkzeuge.

„Wir sind extrem gut ausgestattet und liefern schnell an die Hilfsbedürftigen aus“, sagt das Paar. „Wir bekommen Hilfsanfragen über die sozialen Netzwerke, fahren aber auch von uns aus in die betroffenen Gebiete. Egal, wie weit entfernt sie von Remscheid sind.“

Kleidung und Möbel hat die Gruppe genug. Dringend gesucht werden weiterhin Arbeitshandschuhe, Besen, Schaufeln, Schubkarren, Bautrockner und anderes Gerät.

Auf der Facebook-Seite der Überflutungshilfe können Menschen, die gerne spenden möchten, eine genaue Liste der benötigten Dinge einsehen. „Gefühlt ist die Tätigkeit hier ein 24-Stunden-Job“, sind sich Melina und Bene einig. „Aber die direkte Begegnung mit den betroffenen Menschen, diese Dankbarkeit, diese unbändige Freude, das macht alle Anstrengungen hinfällig. Dafür machen wir das.“

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