Warnung kursiert in sozialen Netzwerken

GGS Reinshagen: Fremder spricht offenbar Kind an

Annäherung durch Fremde: Eltern sollten ihren Kindern Verhaltensregeln an die Hand geben, für den Fall, dass sie angesprochen werden. Symbolfoto:Christian Beier
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Annäherung durch Fremde: Eltern sollten ihren Kindern Verhaltensregeln an die Hand geben, für den Fall, dass sie angesprochen werden.
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Lehrerteam der Grundschule erklärt Kindern, wie sie sich verhalten sollen. Auch Polizei gibt Tipps.

Remscheid. Kleine Kinder werden auf der Straße von Fremden angesprochen. Eine Nachricht, die bei Eltern höchste Besorgnis auslöst. In Reinshagen ist diese Furcht gerade aktuell. Auslöser ist ein Vorfall vom vergangenen Dienstag in der Nähe der Schule im Schimmelbuschweg, bei dem ein Junge von einem Mann beziehungsweise Pärchen aus dem Auto heraus angesprochen und gebeten wurde, einzusteigen. So wurde es von den Eltern des Betroffenen auch bei der Polizei angezeigt.

Diese nimmt den Vorfall sehr ernst, fährt verstärkt Streife und beobachtet in zivil. Das Lehrerkollegium nahm die Nachricht zum Anlass, den Schülern noch einmal kindgerecht klarzumachen, wie sie sich in einer solchen Situation clever verhalten und ein deutliches „Nein“ entgegensetzen.

„Vor allem ist es wichtig, Kinder darin zu bestärken, auf ihr Bauchgefühl zu hören und sich zu trauen, weiterzugehen und nicht auf diese Person zu reagieren“, heißt es in einem Schreiben, das auf der Internetseite der GGS Reinshagen eingestellt ist. Hanna Meckmann, Polizeisprecherin in Wuppertal, unterstreicht dies. Nicht mit der Person sprechen, sich nicht durch Süßigkeiten oder Versprechungen locken lassen, auf gar keinen Fall einsteigen, weggehen. „Und auch ruhig laut werden oder andere herbeiholen“, hält Meckmann fest. Vor allem sollte nach einer solch unliebsamen Bekanntschaft darüber gesprochen werden, noch besser die Kinder vorher darauf vorbereitet werden.

Wichtig sei, und das halten sowohl die Pädagogen an der GGS Reinshagen wie auch die Polizei fest, dass keine Panik geschürt werde. „Damit sich die Kinder möglichst gestärkt und vorbereitet, aber nicht angsterfüllt, in ihrer Umwelt bewegen“, meint das Reinshagener Lehrerteam. Eins weiß die Polizei: Nachrichten von versuchten Übergriffen gegen Minderjährige gehen ungeheuer schnell viral. In den sozialen Netzwerken verbreiten sie sich wie ein Lauffeuer, sorgen für erhebliche Unruhe. Die gibt es momentan noch durch ein anderes Vorkommnis.

Remscheid: Auch in Lüttringhausen sprach ein junger Mann zwei Mädchen an

Am 10. November ist ein Fall in der Lüttringhauser Kreuzbergstraße aktenkundig, bei dem ein junger Mann zwei kleine Mädchen ansprach und fragte, „wo sie wohnen würden“. Der Mann wurde später von der Polizei ermittelt, war bei den Ordnungshütern auch bekannt, jedoch nicht im Bezug auf Kinderdelikte. Dass es einen Zusammenhang zwischen den Fällen in Lüttringhausen und Reinshagen gibt, kann die Polizei nicht bestätigen.

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