Freiherr-vom-Stein

Grundschule bekommt zusätzlichen Raum

Sie bleiben auf Wanderschaft: Die Mädchen und Jungen der Grundschule Freiherr-vom-Stein müssen bis Mitte 2022 zu ihren Freizeitangeboten in die Grundschule Am Stadion. Archivfoto: Doro Siewert
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Sie bleiben auf Wanderschaft: Die Mädchen und Jungen der Grundschule Freiherr-vom-Stein müssen bis Mitte 2022 zu ihren Freizeitangeboten in die Grundschule Am Stadion.

In Lennep schafft die Stadt mehr Platz für den Offenen Ganztag – Umbau eines Nebengebäudes wird deutlich teurer.

Von Frank Michalczak

Remscheid. Die Mädchen und Jungen der Grundschule Freiherr-vom-Stein werden auch in den kommenden Monaten zwischen zwei Standorten pendeln müssen – jedenfalls jene, die beim Offenen Ganztag Freizeit- und Förderangebote wahrnehmen. Sie müssen dazu in die leerstehende Grundschule Am Stadion wandern. Der Grund: Die Sanierungsarbeiten in einem Nebengebäude, in dem sie normalerweise an der Hardtstraße betreut werden, verzögern sich – und werden deutlich teurer als geplant. Rund 1,2 Millionen Euro gibt die öffentliche Hand für die Sanierung des alten Hauses aus. Das sind 700 000 Euro mehr als vorgesehen, wie der städtische Gebäudemanager Thomas Judt berichtet.

Dafür erhalten die Kinder deutlich mehr Platz. Dieser sei nötig, weil es künftig einen Rechtsanspruch auf den Offenen Ganztag gibt. Die Zahl der Mädchen und Jungen, die über Mittag verweilen, dürfte also weiter steigen. Anders als zunächst vorgesehen, wird daher auch die ehemalige Hausmeisterwohnung in der zweiten Etage ertüchtigt. „Das bedeutet erheblichen Mehraufwand“, erklärt Judt, der nicht mehr damit rechnet, dass die Kinder noch in diesem Schuljahr in ihr Zuhause zurückkehren können. Diese Sanierungsarbeiten sollen in der Grundschule vollzogen werden.

So bleibt es also beim Freizeitangebot in der Schule Am Stadion, die wegen des geplanten Outlet-Centers aufgegeben wurde. Dort herrschte jedoch akuter Handlungsbedarf, wie CDU-Fraktionschef Markus Kötter in der vergangenen Sitzung der Bezirksvertretung (BV) Lennep beklagte. Denn: Das Schulgelände sei immer wieder Treffpunkt von Menschen, die sich dort zu Partys und Trinkgelagen treffen. „Und es kann doch nicht sein, dass pädagogische Fachkräfte montags erst einmal die Hinterlassenschaften aufsammeln müssen.“

Gebäudemanager lädt die Politiker zur Ortsbesichtigung ein

Gabriele Kemper-Heibutzki (CDU) hakte nach, wer denn dafür überhaupt zuständig sei. „Offenbar nicht der Hausmeister von der Grundschule Freiherr-vom-Stein.“ Da hat Gabriele Kemper-Heibutzki recht, wie Thomas Judt im RGA-Gespräch mitteilt. „Wir haben nun eine externe Firma damit beauftragt, regelmäßig aufzuräumen.“ Zudem plane er, zusätzliche Hinweisschilder aufzubauen, dass es sich bei dem Gelände Am Stadion nicht um eine Hundetoilette handele.

Dass dieses Übergangsdomizil den Mädchen und Jungen deutlich länger zugemutet wird, stieß in der BV alles andere als auf helle Freude. Klaus Grunwald (SPD) fand es bedauerlich, dass ihnen „den ganzen Winter lang“ der Weg von der Hardtstraße zur Grundschule Am Stadion zugemutet wird.

Von der Situation sollen sich die Politiker selbst ein Bild machen. Thomas Judt schlug ihnen eine Ortsbesichtigung vor – bei der nächsten Sitzung der Bezirksvertretung Lennep. Dann können sie auch die Hausmeisterwohnung erkunden, die ihnen über Jahre hinweg wegen einer maroden Holztreppe im Gebäude versperrt war. Diese ist mittlerweile ersetzt worden, berichtet der Gebäudemanager, der darauf abzielt, die Arbeiten bis zum Beginn des Schuljahres 2022/2023 weitgehend abzuschließen.

Dazu gelte es, unter anderem den neuen Treppenturm am Gebäude als zusätzlichen Rettungsweg vom ersten in den zweiten Stock zu erhöhen. Die restlichen Arbeiten, wie etwa das Tapezieren oder der Anstrich, könnten dann im laufenden Betrieb über die Bühne gehen. Dafür könne es Fördergeld geben: Die Stadt schaffe schließlich mit dem zusätzlichen Raum die Voraussetzungen, den Rechtsanspruch auf den Offenen Ganztag erfüllen zu können.

Politik

Um Abstände wahren zu können, tagte die Bezirksvertretung Lennep wegen der Corona-Schutzmaßnahmen im Remscheider Rathaus. Die nächste Sitzung könnte wieder in Lennep stattfinden. Geprüft wird, ob dafür das Röntgen-Gymnasium infrage kommt (24. November, 17.30 Uhr).

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