Röntgenmuseum

Girls‘ Day: Naturwissenschaften zum Anfassen

Anna Kätker testet mit Teilnehmerinnen des Girls’ Day im Röntgenmuseum verschiedene Materialien vor der Wärmebildkamera aus. Manche sind dunkler, also kälter. Besonders hell sind die sehr warmen Bereiche zu sehen, die die Kamera aufnimmt. Foto: Roland Keusch
+
Anna Kätker testet mit Teilnehmerinnen des Girls’ Day im Röntgenmuseum verschiedene Materialien vor der Wärmebildkamera aus. Manche sind dunkler, also kälter. Besonders hell sind die sehr warmen Bereiche zu sehen, die die Kamera aufnimmt.

Der „Girls’ Day“ lockt neugierige Schülerinnen ins Röntgenmuseum – Im RöLab gibt es neue Experimente.

Von Michelle Jünger

Remscheid. Das Thema Berufswahl ist eine schwierige Sache, vor allem wenn man nicht immer sicher ist, was man alles machen könnte. Immerhin gibt es mehr als 330 Ausbildungsberufe in Deutschland.

Für die Mädchen gibt es zum Reinschnuppern in naturwissenschaftliche, technische und handwerkliche Berufe seit einigen Jahren den sogenannten „Girls’ Day“, auch im Deutschen Röntgen-Museum konnte man daran teilnehmen.

Birgit Dömling, die stellvertretende Museumsleiterin, freute sich auch sehr über die vierzehn interessierten Schülerinnen, die an diesem 28. April bei ihr waren. Gestartet wurde der Tag mit einem Besuch im RöLab, wo sie verschiedene Geräte ausprobieren konnten. Strahlung sichtbar machen und auch zum Erlebnis garantieren viele verschiedene Geräte. Vom Ultraschallgerät über das Miniatur-CT bis hin zu der neu installierten Infrarotkamera, mit der man Gefäße durch die Haut sehen kann, ist alles dabei gewesen.

Viele der Geräte hier kann man woanders nicht ausprobieren und verstehen lernen.

Birgit Dömling, stellvertretende Museumsleiterin

Gerade das Unsehbare wie Strahlung und Wellenlängen seh- und erlebbar zu machen, sei eine besondere Herausforderung für das Museum, so Dömling. „Viele der Geräte hier kann man woanders nicht ausprobieren und verstehen lernen“, sagt sie. Etwas, dass die Mädchen im Alter zwischen zehn und fünfzehn Jahren ausgiebig nutzten.

Anna, Lilith und Ena besuchen die sechste Klasse der Rudolf-Steiner-Schule in Bergisch Born und sind das erste Mal beim „Girls’ Day“ dabei – animiert wurden sie von einer Lehrerin. Sie haben sich auch schon im Unterricht mit dem Entdecker der Röntgenstrahlung beschäftigt und teils auch deshalb das Programm des Museums ausgewählt. „Einfach die Vorstellung in einen Menschen rein zu gucken, ist spannend“, sagten sie und sind sich auch total einig, dass sie am besten die UV-Lichter und auch die Kamera mit UV-Filter fanden.

Das RöLab macht den Job „MTRA“ anschaulich und greifbar

Die Teilnehmerinnen des diesjährigen Aktionstages lernen auch den Beruf der Medizinisch-technischen Radiologieassistenz kennen, der von Birgit Jungjohann vorgestellt wurde. Sie ist MTRA am Bergmannsheil in Bochum und beinahe fasziniert vom RöLab, wie die Teilnehmerinnen. Es biete einfach hervorragende Erklärmöglichkeiten für ihren Beruf, da hier erlebt werden könne, wie etwas funktioniere.

Aufgestellt ist das Team um RöLab-Leiterin Anna Kätker gerade sehr gut. „Sobald wir öffnen durften, waren auch bereits wieder Schulen da“, sagt sie rückblickend auf die Pandemie. Nun sei das RöLab wieder gut aufgestellt und könne in kleineren Kursen den vollen Umfang für Schulen anbieten.

Feste Kurse bietet das RöLab vor allem ab der neunten Klasse an, durch andere Projekte könne man aber auch bereits in der fünften Klasse mit Experimenten loslegen, um Naturwissenschaften generell einfach greifbarer zu erfahren. Bald würde ab der elften Klasse aber auch ein neuer Kurs zu Gamma-Strahlung beginnen. Auch versucht das Museum stets, mit dem technischen Fortschritt mitzuhalten.

Darum flog Wilhelm Conrad Röntgen 1864 von der Schule

FSJ Kultur

Das Deutsche Röntgen-Museum bietet dieses Jahr erstmalig ein Freiwilliges soziales Jahr im Bereich Kultur an. Der Schwerpunkt wird dort auf Projektorganisation und Museumspädagogik liegen. Die Ideen, die im Rahmen des FSJ entstehen, sollen auch aktiv ins Museumskonzept eingebunden werden. Bewerben kann man sich immer noch, Start ist im September 2022.
www.fsjkultur.nrw

Das könnte Sie auch interessieren

Unsere News per Mail

Nach der Registrierung erhalten Sie eine E-Mail mit einem Bestätigungslink. Erst mit Anklicken dieses Links ist die Anmeldung abgeschlossen. Ihre Einwilligung zum Erhalt des Newsletters können Sie jederzeit über einen Link am Ende jeder E-Mail widerrufen.

Die mit Stern (*) markierten Felder sind Pflichtfelder.

Meistgelesen

Diese Busse fallen am Dienstag aus
Diese Busse fallen am Dienstag aus
Diese Busse fallen am Dienstag aus
Remscheider bei Streit in Bielefeld schwer verletzt
Remscheider bei Streit in Bielefeld schwer verletzt
Remscheider bei Streit in Bielefeld schwer verletzt
Direkt am Rathaus: Eine kleine Oase mitten in Lüttringhausen
Direkt am Rathaus: Eine kleine Oase mitten in Lüttringhausen
Direkt am Rathaus: Eine kleine Oase mitten in Lüttringhausen
23-Jähriger fährt ohne Führerschein
23-Jähriger fährt ohne Führerschein
23-Jähriger fährt ohne Führerschein

Kommentare