Jugendhilfeausschuss

Gipfeltreffen widmet sich den großen Verlierern der Pandemie

Unterrichtsausfall sorgt für Defizite. Foto: Sebastian Gollnow/dpa
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Unterrichtsausfall sorgt für Defizite.
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Jugendhilfeausschuss sucht nach Lösungen für Defizite bei Schülern.

Remscheid. Der Ausfall ungezählter Unterrichtszeiten führt zu deutlichen Lerndefiziten bei Schülern. „Als Kommune haben wir nur einen begrenzten Einfluss auf viele Bereiche, die diese Defizite ausgleichen.“ So heißt es in einem gemeinsamen Antrag von SPD, Grüne und FDP im Jugendhilfeausschuss zu einer Kompensation von pandemiebedingtem Schulausfall.

Die Parteien fordern, dass die Stadt in enger Abstimmung mit den Schulen die Bedarfe an Räumen und Ausstattung überprüft und bereitstellt, um dabei zu unterstützen, dass Lerndefizite zügig ausgeglichen werden. „Soweit Schulräume am Nachmittag genutzt werden können oder wenn zusätzliche Angebote während der Schulferien stattfinden, stehen viele schulische Räumlichkeiten zur Verfügung.“

Die Stadt möge frühzeitig Raumvakanzen identifizieren. „Dies kann auch bedeuten, dass Räumlichkeiten zu ungewöhnlichen Zeiten oder von ungewöhnlichen Nutzungsgruppen benutzbar sind.“ Gegebenenfalls müssten externe Anbieter wie Jugendzentren für Schüler Angebote beim Distanzlernen auch im Wechselbetrieb schaffen, heißt es in dem Antrag weiter. Das wiederum ist für die Arbeitsgemeinschaft Jugendverbandsarbeit (AGOT) unverständlich. Denn die Offene Kinder- und Jugendarbeit in den Jugendzentren habe andere Aufgaben.

Die Stadtverwaltung erklärt, dass der Schnittstelle zwischen Jugendhilfe und Schule besondere Bedeutung zukomme. „Sollten an einzelnen Schulen Bedarfe deutlich werden, könnte im Austausch mit der Jugendhilfe Unterstützung eruiert werden.“ Die Verwaltung gibt der AGOT jedoch auch recht, wenn diese sagt, dass sich die Kompensation von pandemiebedingtem Unterrichtsausfall aufgrund des eigenständigen Bildungsauftrags der Jugendhilfe ausschließe.

Im Jugendhilfeausschuss betonte Thomas Neuhaus, dass die „Kinder und Jugendlichen die großen Verlierer der Pandemie“ sind. Der Dezernent regte ein Gipfeltreffen an, bei dem Schulen, Jugendhilfe, Politik und Jugendamt, moderiert durch das Bildungsbüro, zusammenfinden. Im Mai soll dieses stattfinden, um kurz- und mittelfristige Maßnahmen im Sinne der Kinder zu definieren. Die Idee stieß auf einhellige Zustimmung. Nicht nur Mathias Heidtmann (CDU) möchte auf die Tube drücken, entscheiden statt prüfen. „Es eilt, wir können nicht mehr warten bei diesem Thema.“

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