Früherkennung

Gesundheitscampus: Es geht um die Vorsorge

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Dr. Volker Launhardt, internistischer Chefarzt (oben links), Stephan Ganz, Chefarzt Gynäkologie, Christian Brück von der AOK Remscheid, Dr. Ralph Bültmann, Apotheker aus Rade, Sonja Blechmann, Trainerin im Injoy, Anja Carolina Siebel (RGA) moderiert die Veranstaltung.

Früherkennung ist ein lebenswichtiges Thema, sagen die Experten, die beim Gesundheitscampus am 29. September am Bildschirm informieren.

Von Anja Carolina Siebel

Remscheid. Dass regelmäßige Gesundheitsvorsorge, der Check-up beim Haus- oder Facharzt lebenswichtig sind, zeigen viele Beispiele. Die Vorsorgeuntersuchung beim Hausarzt, Gynäkologen, Hautarzt oder Urologen bringt Beruhigung, wenn alles in Ordnung ist. Aber auch eventuell schon bestehende Erkrankungen können Mediziner bei regelmäßig wahrgenommenen Vorsorgeuntersuchungen früh erkennen. „Vorsorge – Lebenswichtig“ lautet passend das Thema des digitalen Gesundheitscampus, der wieder am Donnerstag, 29. September, von 18 bis 19.30 Uhr auf dem RGA-Youtube-Kanal zu sehen ist.

Welche Untersuchungen von den Krankenkassen gezahlt und für sinnvoll erachtet werden, schildert Christian Brück von der AOK. Er bezieht sich auch auf die Präventionsmöglichkeiten, die alle Kassen anbieten: „Das geht von der Raucher-Prävention bis hin zu Entspannungskursen, wie zum Beispiel Yoga“, sagt Brück. „Eigentlich gibt es Vorsorge-Möglichkeiten von der Geburt bis ins hohe Alter. Nur nehmen sie viele leider nicht wahr. Das kann ein hohes Risiko für den Einzelnen bedeuten.“

Auch Dr. Volker Launhardt, Ärztlicher Direktor und internistischer Chefarzt des Krankenhauses Wermelskirchen, sagt: Wenn auch die Vorsorge eher im ambulanten als bei uns im stationären Bereich angesiedelt ist, halte ich das Thema doch für enorm wichtig. Er findet zudem, dass jede und jeder sich zusammen mit dem Haus- oder Facharzt ein individuelles Vorsorgekonzept erstellen sollte, das auf ihn und seine physische Konstellation zugeschnitten ist. Launhardt: „Hinzu kommen dann die Untersuchungen, die ohnehin empfohlen werden: Laborkontrollen etwa oder auch die Darmkrebsvorsorge ab einem gewissen Alter.“

Stephan Ganz, Chefarzt der Gynäkologie, möchte für die Vorsorgeuntersuchungen der Frau werben: „In der Gynäkologie ist der Vorsorge-Turnus unterschiedlich“, sagt er. „Frauen ab 34 sollten sich alle drei Jahre auf Gebärmutterhals-Krebs untersuchen lassen. Die Untersuchung der Brust sollte bei gesunden Frauen allerdings jährlich erfolgen.“ Ganz ist auch ein Befürworter des Mammographie-Screenings. „Eventuelle Tumore können dabei im Frühstadium erkannt werden. Das hat sich häufig bewährt.“ Für jüngere Frauen unter 50 Jahren sei allerdings die Ultraschalluntersuchung der Brust sinnvoller, weil das Drüsengewebe in den meisten Fällen noch dichter sei. Ganz weiß als erfahrener Mediziner: „Auch jene Untersuchungen, die nicht von der Kasse gezahlt werden, sind mitunter sinnvoll.“

Dr. Ralph Bültmann, Apotheker in Radevormwald, will während des Gesprächs zeigen, dass in einer Apotheke eine ganze Menge an Vorsorge-Utensilien zu bekommen sind. „Von der Sonnenmilch bis hin zu Corona-Präventions-Artikeln oder auch Impfstoffen vor Fernreisen“, sagt der Pharmakologe. Und: Vitaminpräparate kauft man seiner Ansicht nach besser in einer Apotheke als in einem Drogeriemarkt. „Wir können unsere Kunden entsprechend beraten und wissen, was gut für sie ist. Denn auch Vitaminpräparate und Nahrungsergänzungsmittel kann man überdosieren.“

Veranstaltung

Der digitale Gesundheitscampus „Vorsorge – Lebenswichtig“ am Donnerstag, 29. September, ab 18 Uhr live auf dem YouTube-Kanal des Remscheider General-Anzeigers:

www.youtube.com/rgars

Noch immer online zu sehen: Digitaler Gesundheitscampus: Psyche – mehr als nur irgendwas mit Gefühlen

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