Coronavirus

Gesundheitsamt macht sich mit der Software Sormas vertraut

Will sich Sormas nicht verschließen: Dr. Frank Neveling. Archivfoto: RK
+
Will sich Sormas nicht verschließen: Dr. Frank Neveling.
  • Andreas Weber
    VonAndreas Weber
    schließen

Epidemiebekämpfung: Remscheid schaut sich Systemlösung an.

Von Andreas Weber

Remscheid. Sormas heißt das Zauberwort bei der Corona-Kontaktverfolgung. Bund und Länder planen, eine einheitliche Software in den Gesundheitsämtern einzuführen. Doch gegen das Surveillance Outbreak Response Management and Analysis System (Sormas) regt sich Widerstand. Hauptgegenargument: Es sei nicht kompatibel mit bestehenden Systemen. Auch im Remscheider Gesundheitsamt stellt man sich diese Frage. Sie wird essenziell sein für einen zukünftigen Einsatz.

Vor acht Jahren wurde in der Hastener Straße 15 die Software Mikropro Health für den amtsärztlichen Dienst eingeführt und intern sukzessive weiterentwickelt. Remscheid ist damit weiter als manche Gesundheitsämter, die ihre Akten traditionell händisch erfassen. „Jedes Gesundheitsamt geht bislang seinen eigenen Weg“, weiß Leiter Dr. Frank Neveling. Eigentlich wollten er und die insgesamt 35 Mitarbeiter das digitale Zeitalter mit Mikropro weiter vorantreiben.

Als Zusatztool von Mikropro ist so Mikado hinzugekommen, das im Rahmen der Corona-Erfassung eingesetzt wird. Die Erfahrungen lehren, so Neveling, dass es „zuverlässig“ und „einfach zu handhaben“ sei. Mittlerweile stehen die Zeichen jedoch auf Wechsel. „Der Wunsch auf Bundesebene, die Gesundheitsämter besser zu vernetzen, ist verständlich“, sagt Neveling. Und so gibt es in Remscheid in den kommenden Tagen ein erstes Kennenlernen von Sormas, bei dem sich ein vierköpfiges, technikaffines Team des Gesundheitsamtes mit den Möglichkeiten vertraut macht.

Frank Neveling und seine Kollegen wollen sich Sormas, das 2014 nach dem Ebola-Ausbruch in Westafrika vom Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung, dem Robert-Koch-Institut und weiteren Partnern entwickelt wurde, nicht verschließen: „Wir werden auf den Zug aufspringen. Wichtig ist für uns aber, dass wir Schnittstellen nutzen können.“ Am Ende will das Gesundheitsamt bestehendes Datenmaterial transferieren können und nicht noch einmal neu eingeben müssen.

Frank Neveling schließt sich den Kritikern an, die meinen, dass es besser gewesen wäre, Sormas im Sommer 2020 einzuführen und nicht jetzt in einer schwierigen Phase des Lockdowns, wo die Mitarbeiter im Gesundheitsamt, die im Rahmen der Epidemiebekämpfung auf knapp 100 angewachsen sind, eigentlich keine Zeit haben, Schulungen zu durchlaufen und sich auf ein neues Systems einzustellen.

Das könnte Sie auch interessieren

Meistgelesen

Corona: Impftage für zwölf bis 15-Jährige im Impfzentrum - Land NRW in Landesinzidenzstufe 1 - Verschärfungen der Regeln auch für Remscheid
Corona: Impftage für zwölf bis 15-Jährige im Impfzentrum - Land NRW in Landesinzidenzstufe 1 - Verschärfungen der Regeln auch für Remscheid
Corona: Impftage für zwölf bis 15-Jährige im Impfzentrum - Land NRW in Landesinzidenzstufe 1 - Verschärfungen der Regeln auch für Remscheid
Impfparty kommt in Remscheid gut an
Impfparty kommt in Remscheid gut an
Impfparty kommt in Remscheid gut an
Abiturienten sammeln 4000 Euro Spenden
Abiturienten sammeln 4000 Euro Spenden
Abiturienten sammeln 4000 Euro Spenden
Busbahnhof: Umbau soll im Oktober starten
Busbahnhof: Umbau soll im Oktober starten
Busbahnhof: Umbau soll im Oktober starten

Unsere News per Mail

Nach der Registrierung erhalten Sie eine E-Mail mit einem Bestätigungslink. Erst mit Anklicken dieses Links ist die Anmeldung abgeschlossen. Ihre Einwilligung zum Erhalt des Newsletters können Sie jederzeit über einen Link am Ende jeder E-Mail widerrufen.

Die mit Stern (*) markierten Felder sind Pflichtfelder.

Kommentare