Nachwuchsgremium

Geschäftsführerin des Jugendrates ist offen für neue Impulse

Die neue Geschäftsführerin des Jugendrates, Marie Münstermann, in ihrem Büro in der Haddenbacher Straße 38-42. Foto: Michael Schütz
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Die neue Geschäftsführerin des Jugendrates, Marie Münstermann, in ihrem Büro in der Haddenbacher Straße 38-42.
  • Andreas Weber
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Marie Münstermann begleitete am Dienstag erste Sitzung des Jugendrates – Diplom-Pädagogin war vorher bei der Caritas.

Remscheid. Mit dem Tagesordnungspunkt 4, Kurzbericht zum Einstieg der neuen Geschäftsführung des Jugendrates, beginnt eine neue Ära. Auf den in den Ruhestand verabschiedeten Gerd Dietrich-Wingender folgt Marie Münstermann. Anfang April hat die 40-jährige Remscheiderin ihre neue Stelle in ihrem Büro in der Haddenbacher Straße 38 - 42 angetreten. Dem Jugendrat hat sie sich bereits intern vorgestellt, Rede und Antwort gestanden. Am Abend begleitete sie offiziell die erste Sitzung des 15-köpfigen Nachwuchsgremiums in einer Zoom-Konferenz.

Die Diplom-Pädagogin ist vor dreieinhalb Jahren mit ihrer Familie nach Remscheid gezogen. Die gebürtige Russin, die mit 15 Jahren ins Rheinland kam, legte ihr Abitur in Bonn ab, studierte danach in Köln, mit interkultureller Kommunikation als einem Schwerpunkt. Dieser begleitete sie danach auch stets beruflich. Ihre erste Stelle trat Münstermann bei der Caritas in Aachen an, bevor sie nach einem Jahr Elternzeit und einem weiteren Jahr im Quartiersmanagement in Aachen zum hiesigen Caritas-Verband wechselte und dort im Fachdienst Integration und Migration die Integrationsagentur betreute.

„Ich lasse mich gerne von jungen Menschen inspirieren.“

Marie Münstermann

„Das war weniger individuelle Beratung als Projektarbeit“, sagt sie. Eine Vergangenheit, die nicht unwichtig für ihre neue Aufgabe ist: Sie ist seither vernetzt, kennt zum Beispiel die Kraftstation gut, aber auch die Stadtteilarbeit in Stachelhausen. Für die Mutter eines siebenjährigen Sohnes war es eine Grundvoraussetzung in der Stadt zu arbeiten, in der sie lebt. Was bei der Caritas galt, wird auch bei der Stadtverwaltung für sie zutreffen: „Ich lasse mich gerne von jungen Menschen inspirieren.“

Marie Münstermann mag die Authentizität junger Menschen. Im Rahmen ihrer Projekte ist sie Daniel Pilz, Francesco Lo Pinto und Annemarie Faßbender begegnet, alle ehemalige Jugendratsmitglieder, die sich mittlerweile (gesellschafts-)politisch engagieren. Sie mag die Authentizität des Nachwuchses, schätzt Offenheit für neue Impulse und die politische Bildungsarbeit. „Insoweit war dieser berufliche Wechsel jetzt eine folgerichtige Entwicklung für mich.“

Ein Jahr, nachdem der 9. Jugendrat seine Amtsperiode begonnen hat, tritt Münstermann in die Fußstapfen von Gerd Dietrich-Wingender. Die neue Geschäftsführerin weiß, dass diese groß sind, will aber auch ihre eigenen Akzente setzen, vor allem aber die Nachwuchspolitiker in ihren Ideen und beim Reifeprozess unterstützen. Dass diese Arbeit wichtig ist, weiß sie: „Die großen Veränderungen dieser Gesellschaft werden von der Jugend ausgehen.“

Dass das im Fall des 9. Jugendrates nicht einfach ist, spiegelt sich in den vier Projektgruppen wider, die der Rat vergangenes Frühjahr gebildet hatte. Fast ausschließlich auf Bildschirmkontakte reduziert, kommen kreative Prozesse nur schwer in Gang. Trotzdem fällt zur Halbzeit der Legislaturperiode die Bilanz nicht unbefriedigend aus. Liv Ajder fand: „Trotz Corona und vieler Einschränkungen haben wir viel erreicht und sogar eine Projektgruppe abgeschlossen: Leben nach der Schule.“

Oberbürgermeister Burkhard Mast-Weisz, regelmäßiger Gast der Sitzungen, räumte ein: „Blöder konnte der Start für Euch nicht laufen. Nur digital sich zu treffen, da hätten viele auf halber Strecke aufgegeben. Ihr habt trotzdem eine Menge Steine aus dem Weg geräumt. Mein Respekt, macht bitte weiter so.“

Aktion zum 8. Mai – Jugendrat ist dabei

Zum 8. Mai 1945 kapitulierte die Wehrmacht bedingungslos. Es ist ein Datum, das als Tag der Befreiung in die deutsche Geschichte einging. Der Verein Gedenk- und Bildungsstätte Pferdestall wird das Ereignis würdigen und bittet am Nachmittag des kommenden Samstags zu einem Treffen an den Stolpersteinen, dem Baum und der Gedenktafel vor dem Eingang des EMA-Gymnasiums, Neuenkamper Straße. Unterstützt wird die Aktion von der Geschichts-AG am EMA und dem Jugendrat.

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