Remscheider Bräu

Gastronomie: Gerne öffnen, aber nicht von heute auf morgen

Im Oktober 2020 konnte Maike Laga Gästen des Remscheider Bräus noch ein Bier servieren. Seit knapp sechs Monaten wird kaum Gerstensaft produziert. Archivfoto: Michael Schütz
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Im Oktober 2020 konnte Maike Laga Gästen des Remscheider Bräus noch ein Bier servieren. Seit knapp sechs Monaten wird kaum Gerstensaft produziert.

Remscheider Bräu braut derzeit nur auf Bestellung.

Von Sabine Naber

Remscheid. Seit Monaten müssen die Türen in der Gastronomie geschlossen bleiben. Und selbst wenn es in Kürze wieder losgehen dürfte, es würde Wochen brauchen, bis ein normales Niveau wieder erreicht ist. Das zumindest befürchtet Baran Dogan, Geschäftsführer im Remscheider Bräu an der Bismarckstraße.

„Nachdem wir am 12. Mai vergangenen Jahres nach dem ersten Lockdown wieder öffnen durften, lief es in den Sommermonaten in unserem Biergarten gut. Aber als wir das Geschäft dann wieder nach innen verlegen mussten, waren die Gäste verunsichert. Mit einer Maske ins Restaurant, das gefiel wohl nicht allen“, macht Dogan deutlich. Man habe aber da schon sehr vorsichtig agiert, weniger Bier gebraut und bei der zweiten Schließung deshalb nur einen geringen Bestand gehabt. „Wir haben optimal geplant, kein Bier mehr in Flaschen abgefüllt, nicht viel auf Lager gekauft.“

Dogan ist überzeugt, dass die Heilphase in der Gastronomie dauern wird: „Die Leute sind monatelang nicht mehr ausgegangen. Das wird Zeit brauchen, und es mit dem Neustart nicht mal eben so gehen.“ Er – und mit ihm auch einige Kollegen – befürchtet, dass es abrupt losgehen wird, weil es momentan überall hektisch zugehe. Die Information, übermorgen dürft ihr aufmachen, käme einer Katastrophe gleich. „Irgendwie würden wir auch das hinkriegen, aber es würde sehr anstrengend“, ist sich der Geschäftsführer sicher. Zwar sei man mit den Aushilfen noch in Kontakt, aber von den ehemals 15 stünden zurzeit nur noch vier von jetzt auf gleich parat.

Take-away-Geschäft hilft über die Runden

„Die Serviceleitung hat gekündigt, von den Vollzeitkräften im Service sind nur noch zwei dabei. Gut ist, dass unsere vier Köche geblieben sind. Für alle Mitarbeiter mussten wir Kurzarbeit anmelden.“

Inzwischen hat man im Remscheider Bräu auch ein Take-away-Geschäft aufgebaut. Das sei entstanden, weil die Mitarbeiter versichert hätten, dass ihnen zu Hause die Decke auf den Kopf fällt, wenn sie nichts zu tun bekämen. Gerade ist auch ein Großauftrag dazu gekommen. „Wir füllen dafür in den nächsten Tagen Bier in Flaschen ab. Und es ist gut, dass wir mal wieder brauen konnten“, so sieht es Dogan. Und betont, dass der Biergarten „fertig bestuhlt“ sei, und es dort als erstes losgehen kann. Bis es so weit ist bietet das Remscheider Bräu von dienstags bis freitags zwischen 16 und 20 Uhr Essen zum Abholen an.

Wegen der neuen Corona-Vorschriften müssen gastronomische Betriebe wie Restaurants, Cafés, Imbisse und Pizzerien schließen. Sie dürfen nur noch Essen zum Mitnehmen oder einen Lieferservice anbieten. Diese Gastronomen bieten Abholung oder Lieferung an:

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