Prozess

Gericht bestätigt Haftstrafe für versuchte Racheaktion

Das Landgericht in Wuppertal.
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Das Landgericht in Wuppertal.

Ein Häftling gab aus der Zelle heraus Anweisungen für einen Raubüberfall und eine Vergewaltigung.

Von Dirk Lotze

Remscheid. Für das versuchte Anzetteln einer gewalttätigen Racheaktion aus dem Gefängnis heraus soll ein 28 Jahre alter und rechtskräftig verurteilter Räuber aus Remscheid zusätzliche Haft verbüßen. Das Landgericht Wuppertal bestätigte vorerst nicht rechtskräftig zwei Jahre und drei Monate Freiheitsstrafe, die das Amtsgericht in einer früheren Verhandlung verhängt hatte: Der Mann habe brüllend vom Fenster seiner Zelle in der Haftanstalt in Remscheid-Lüttringhausen aus Personen jenseits des Zaunes beauftragt. Sie sollten einen früheren Freund und Komplizen überfallen und ausrauben, der im Prozess gegen ihn ausgesagt hatte. Dessen Schwester sollten sie vergewaltigen.

Ausgeführt wurden die Verbrechen nicht. Den lautstarken Vorfall meldete ein verurteilter Mörder, der in der Nachbarzelle lebenslange Haft verbüßte. Er schrieb Einzelheiten des Auftrags mit – darunter die Namen und die Adresse der bedrohten Personen. Im Urteil sind Schläge und Drohungen des Angeklagten gegen diesen Mithäftling eingerechnet. Der sollte „die Schnauze halten“.

Der 28 Jahre alte Angeklagte aus Remscheid verbüßt bereits eine Haftstrafe bis mindestens 2026. Den Racheauftrag bestritt er. Der Mitgefangene wolle ihn zu Unrecht belasten, weil er laut gewesen sei. Der Angeklagte kann erneut Rechtsmittel einlegen.

Im Wuppertaler Landgericht wurde er mit Handfesseln vorgeführt, weil er in einem früheren Verfahren randaliert haben soll. Gegen ihn läuft ein weiterer Strafprozess.

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