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Gerade in Zeiten von Corona: RGA-Zeitungstreff vermittelt Medienkompetenz

Die Klasse 8a des Leibniz-Gymnasiums in Lüttringhausen ist mit von der Zeitungstreff-Partie. Ihre Lehrerin Claudia Krahl hat die jungen Nachwuchsreporter schon mal prima in Szene gesetzt. Foto: Claudia Krahl
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Die Klasse 8a des Leibniz-Gymnasiums in Lüttringhausen ist mit von der Zeitungstreff-Partie. Ihre Lehrerin Claudia Krahl hat die jungen Nachwuchsreporter schon mal prima in Szene gesetzt.

Heute startet das große Leseförderprojekt: Annähernd 600 Jugendliche in Remscheid, Wermelskirchen, Burscheid, Radevormwald und Hückeswagen machen mit.

Von Axel Richter

Remscheid. Unterliegen die Medien in Deutschland der Zensur? Nein, das verbietet das Grundgesetz. Haben Journalisten manchmal Ärger mit den Mächtigen? Ja, sonst machen sie etwas falsch.

Beim Projekt Zeitungstreff, das heute an elf Schulen in Remscheid, Wermelskirchen, Burscheid, Radevormwald und Hückeswagen startet, stellen sich den Redakteuren des Remscheider General-Anzeigers erfahrungsgemäß viele Fragen. Das gilt erst recht in Krisenzeiten. In der Corona-Pandemie suchen die Menschen gezielt nach Informationen – auch und gerade die jungen.

Dabei ist die lokale Tageszeitung – gedruckt oder online – als aktuelle und seriöse Informationsquelle besonders gefragt. Fragwürdige und populistische Quellen treten dagegen in den Hintergrund. Das ist gut so, denn was Instagram, Youtube, Facebook und andere sogenannte soziale Medien liefern, das besteht in der Regel nur aus einer Flut von Halb- und Unwahrheiten. Die Gefahr, darin den verschiedensten Hetzern und Lügnern auf den Leim zu gehen, ist groß. Übrigens nicht nur in der Corona-Krise und nicht nur für junge Menschen.

Der RGA hält dagegen. Zum 27. Mal richtet er sich in den kommenden sechs Wochen mit dem Zeitungstreff an die Schülerinnen und Schüler in seinem Verbreitungsgebiet. 23 Klassen machen mit bei dem Projekt zur Förderung der Lese- und Medienkompetenz. Erreicht werden 590 Schülerinnen und Schüler.

Das Sana-Klinikum und die EWR öffnen verschlossene Türen

Seit dem heutigen Montag bekommen sie den RGA als Printausgabe und digital gratis in den Unterricht geliefert. Mit Hilfe von Lehrmaterialien, die die RGA-Redaktion zusammengestellt und den Lehrerinnen und Lehrern zur Verfügung gestellt hat, lernen sie Fakten von Gerüchten und gegenrecherchierte Informationen von bloßen Behauptungen oder gar böswilligen Lügen zu unterscheiden.

Im Unterricht geht es in den nächsten sechs Wochen also um die Pressefreiheit als einer der wichtigsten Pfeiler unserer Demokratie. Dazu um journalistische Grundsätze wie die strikte Trennung von objektiver Berichterstattung und subjektiver Meinung. Um journalistisches Ethos. Und um das Streben nach Wahrhaftigkeit. Diesen Grundsätzen sind alle Journalisten verpflichtet – ob sie für die gedruckte Tageszeitung, ihre Online-Ausgaben oder ob sie für ein anderes seriöses Nachrichtenmedium arbeiten.

Am Ende der sechswöchigen Projektphase sollen die Jugendlichen gelernt haben, relevante Informationen zu lokalisieren, Quellen zu hinterfragen und gewonnene Informationen kritisch zu reflektieren. Das macht sie zu mündigen Wahlbürgern, die den Populisten nicht das Feld überlassen. Auch das ist eine Fähigkeit, die in Coronazeiten immer wichtiger wird.

Wer regelmäßig liest, ist zudem klar im Vorteil. Die Lese- und Medienkompetenz entscheidet maßgeblich darüber, welchen Platz Jugendliche später als Erwachsene in der Gesellschaft einnehmen. Lesen ist aktives Bildungshandeln, und Bildung ist der Schlüssel zum Erfolg.

Um all das zu vermitteln, kommen die Redakteure des RGA in den Unterricht. Sie berichten aus ihrem beruflichen Alltag, von schönen und auch schlimmen Momenten, die sie als Berichterstatter erlebten. Dazu geben die Profis Tipps für den Reporternachwuchs. Denn die Jugendlichen dürfen selbst in die Rolle von Journalisten schlüpfen und eigene Texte für den RGA und RGA-Online verfassen. Dabei helfen ihnen das Sana-Klinikum und – ganz neu – die Energie und Wasser für Remscheid GmbH (EWR). Beide sind wichtiger Partner des RGA-Zeitungstreffs. Beide öffnen den jungen Reportern Türen, die ihnen sonst verschlossen bleiben würden. Zum Beispiel die zum Kreißsaal und zur Kinderstation oder zur Zentralen Notaufnahme, in der sowohl kleine Verletzungen als auch Schwerverletzte sowie alle Arten von akuten Erkrankungen behandelt werden.

Der RGA ist natürlich immer mit von der Recherchepartie. Unsere Leserinnen und Leser dürfen sich deshalb in den kommenden Wochen unter dem Logo des RGA-Zeitungstreffs auf eine Vielzahl von spannenden und interessanten Geschichten freuen.

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