Mehr Platz für Geräte und Einsatzkräfte

Freiwillige Feuerwehr LüBo möchte 2023 in neues Gerätehaus umziehen

Die Einheiten der Freiwilligen Feuerwehren Lüdorf und Bergisch Born fusionieren und werden zu „LüBo“. Einheitsführer Markus Labenz (Lüdorf, von links), Feuerwehrchef Guido Eul-Jordan und Einheitsführer Matthias Hausmann (Bergisch Born) am Grundstück des zukünftigen Gerätehauses am Ortsausgang gegenüber der Kirche St. Andreas. Foto: Roland Keusch
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Die Einheiten der Freiwilligen Feuerwehren Lüdorf und Bergisch Born fusionieren und werden zu „LüBo“. Einheitsführer Markus Labenz (Lüdorf, von links), Feuerwehrchef Guido Eul-Jordan und Einheitsführer Matthias Hausmann (Bergisch Born) am Grundstück des zukünftigen Gerätehauses am Ortsausgang gegenüber der Kirche St. Andreas.

Die Freiwilligen Feuerwehren Lüdorf und Bergisch Born werden zu einer Einheit. Im Frühjahr 2023 wollen sie ein gemeinsames Gerätehaus beziehen.

Von Peter Klohs

Remscheid. Die beiden Remscheider Feuerwehreinheiten Bergisch Born und Lüdorf liegen etwa zwei Kilometer auseinander. Genau besehen sind die beiden Löscheinheiten die jüngsten Wehren in der Stadt, denn sie wurden erst 1975 durch die kommunale Neuordnung nach Remscheid verlegt.

1885 erfolgte die Gründung der Einheit Bergisch Born, das damals noch zu Wermelskirchen gehörte, ein Jahr später gründete sich die Feuerwehr in Lüdorf, damals zur Gemeinde Neu-Hückeswagen gehörig. Die Standorte beider Wehren werden sich mittelfristig ändern, denn die beiden Löscheinheiten werden zusammengelegt. Wie Guido Eul-Jordan, leitender Branddirektor der Remscheider Feuerwehren und damit deren Chef, berichtet, war die Fusion der beiden Wehren schön seit längerem abzusehen.

„Zunächst einmal ist der Zustand der Gerätehäuser an den beiden Standorten nicht mehr zeitgemäß“, sagt der Feuerwehrchef. „Die Gebäude sind sehr alt und bedürften einer umfassenden Renovierung. Dazu kommt, dass die Personaldecke insbesondere bei den freiwilligen Wehren immer dünner wird. Die freiwilligen Feuerwehrleute erledigen ihre Arbeit ausschließlich im Ehrenamt, und Ehrenamt kann man nicht anordnen.“ Eine Zusammenlegung der Wehren von Bergisch Born und Lüdorf sei allein aus diesen Gründen sinnvoll.

Zunächst wurde ein geeignetes Grundstück gesucht, gefunden und gekauft. Das neue Gerätehaus der inzwischen „LüBo“ getauften neuen Einheit wird an der Straße Bergisch Born stehen, mittig zwischen den beiden jetzigen Standorten. Aus Lennep kommend erkennt man das Grundstück am Anfang des Stadtteils, auf der linken Straßenseite, unmittelbar vor dem Gelände eines Ford-Händlers. Es ist rund 6000 Quadratmeter groß und leicht abschüssig. Direkt in Richtung Osten an das Grundstück angrenzend verläuft die Balkantrasse.

Remscheid: Der Bauantrag für ein neues Gerätehaus liegt vor, jetzt laufen die Ausschreibungen

„Es war schon nicht so einfach, dieses Grundstück zu kaufen“, weiß Eul-Jordan. „Stand hier und heute ist: Der Bauantrag ist gestellt und befürwortet worden, das ist also durch. Zur Zeit laufen die Ausschreibungen. Ich denke, dass zunächst die umfangreichen Erdarbeiten erfolgen werden. Das Planungsbüro erstellt jetzt ein Leistungsverzeichnis für den Rohbau. Belastende Fakten können aber erst jetzt mit den Ausschreibungen erfolgen. Ich denke, wenn alles gut funktioniert und reibungslos verläuft – was man in den heutigen turbulenten Zeiten ja nur sehr schwer prognostizieren kann –, kann das neue Gerätehaus der LüBo nach einer Bauzeit von einem Jahr im Frühling 2023 eröffnet werden.“

Die Einheitsführer der beiden Standorte, Markus Labenz (Lüdorf) und Matthias Hausmann (Bergisch Born), freuen sich mit ihren Kolleginnen und Kollegen auf die Arbeit im neuen Gerätehaus. Zur Zeit verfügt Lüdorf über 26 aktive Feuerwehrleute, in Bergisch Born sind es 28. Der Betrieb am neuen Standort ist für 54 Feuerwehrleute ausgelegt und geplant. „Also werden alle mitgenommen“, ist Hausmann überzeugt. Wer dann der Einheitsführer wird, steht noch nicht fest. Die Entscheidung darüber obliegt Guido Eul-Jordan.

Das neue Gerätehaus wird im Stil derjenigen in Lennep und Lüttringhausen sehr gleichen, jedoch größer ausfallen. „An diesen beiden Standorten verfügen wir jeweils über vier Stellplätze, bei der LüBo werden es sechs sein“, fügt Markus Labenz hinzu. „Und so ein neuer Standort ist ja auch motivierend für uns.“

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Guido Eul-Jordan ergänzt, dass es sich bei der Zusammenlegung der beiden Einheiten um eine „Fusion mit Augenzwinkern“ handelt. „Die beiden Einheiten werden im Regelfall simultan alarmiert und rücken gemeinsam aus. Die Zusammenarbeit ist schon in gewissen Bereichen gegeben. Noch deutlicher ist die Zusammenarbeit im Jugendbereich zu spüren. Hier ist die Fusion der beiden Standorte eigentlich schon vollzogen. Die Zusammenarbeit ist als vorbildlich zu bezeichnen. Aber eine richtige Fusion ist es natürlich erst, wenn das neue Gerätehaus steht.“

Hintergrund

Guido Eul-Jordan beziffert die Kosten für das neue Gerätehaus auf zwei Millionen Euro. Das NRW-Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung einen Bauzuschuss von 250 000 Euro bewilligt. Der entsprechende Scheck ist bereits übergeben worden. Unklar ist die Zukunft der beiden alten Standorte. „Ich kann mir vorstellen, dass die Stadt die Grundstücke verkaufen möchte“, sagt Eul-Jordan.

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