22 Menschen erwartet

Geflüchtete aus der Ukraine übernachten in Turnhalle

An diesem Dienstag ziehen in die Turnhalle Hölterfeld Geflüchtete ein. Foto: Doro Siewert
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An diesem Dienstag ziehen in die Turnhalle Hölterfeld Geflüchtete ein.
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    VonFrank Michalczak
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Die Schule Hölterfeld wird endgültig zur Erstunterkunft.

Remscheid. Bei der Unterbringung der Geflüchteten aus der Ukraine muss die Remscheider Stadtverwaltung erstmals auf eine Turnhalle zurückgreifen. Am Dienstag, 12. April, werden im Hastener Ortsteil Hölterfeld die ersten 19 Menschen erwartet, die – von Trennwänden abgegrenzt – im Gebäude übernachten. „Sie sollen hier nach Möglichkeit nur kurz versorgt werden. Wir brauchen für die Einrichtung weiterer Wohnungen aber einen zeitlichen Puffer“, berichtet Rechtsdezernentin Barbara Reul-Nocke.

Bei den Geflüchteten handelt es sich um fünf Familien und drei Einzelpersonen, am Donnerstag sollen nach Angaben von Stadtsprecherin Viola Juric noch einmal drei Menschen hinzukommen – eine Familie und eine Einzelperson. Sie alle wurden Remscheid von der Bezirksregierung Arnsberg im Auftrag des Landes NRW zugewiesen. „Vorrangig sind dies Frauen im Alter zwischen 25 und 73 Jahren mit 1- bis 18-jährigen Kindern und Jugendlichen.

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Unter den Geflüchteten sind außerdem zwei Ehepaare, von denen eines im Rentenalter ist“, berichtet Viola Juric. Neben der medizinischen Erstbetreuung wird ihnen eine ganze Reihe an Hilfen angeboten. „Unser Dolmetscherpool ist im Einsatz. Es gibt Angebote bei der Kinderbetreuung. Und auch Sprachkurse sind bereits angedacht“, listet Rechtsdezernentin Reul-Nocke auf. Die Mahlzeiten werden in die benachbarte Hauptschule gebracht, die leer steht.

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Bis zu 90 Menschen können in der Turnhalle ein Dach über dem Kopf finden. Sollte der Bedarf weiter wachsen, werden die Klassenräume der Hauptschule als zusätzliche Unterbringungsmöglichkeit hergerichtet, erklärt Viola Juric.

Zudem könne auch die Turnhalle in Klausen zum Einsatz kommen, wenn Kapazitäten erweitert werden müssten. „Wir haben in der Nähe bereits Betten und Trennwände eingelagert“, berichtet Barbara Reul-Nocke.

Bislang hätten Remscheid 590 Geflüchtete aus der Ukraine erreicht, teilt Viola Juric mit. Zum Vergleich: Vor gut drei Wochen waren es noch 231, die vor allem in angemieteten Hotelzimmern und Wohnungen unterkamen. Diese Möglichkeit sei ausgereizt.

Rund um die Uhr steht in der Halle Personal bereit, das auch für Sicherheit sorgt. Zum Schutz der Menschen herrscht auf dem Gelände Betretungsverbot.

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