Hobbygärtner gesucht

Garten-AG erweckt verwilderten Schulgarten zu neuem Leben

Ran an die Gartenarbeit: (v. l.) Franziska Hartmann, Silke Koch und Anke Hennrich.
+
Ran an die Gartenarbeit: (v. l.) Franziska Hartmann, Silke Koch und Anke Hennrich.
  • Andreas Weber
    VonAndreas Weber
    schließen

Hauptschule legt mit 1200 Euro Startkapital los – Unterstützung von Hobbygärtnern wird dringend benötigt.

Remscheid. Seit fünf Jahren liegt er brach, der Schulgarten, der sich an die Rückfront der Hauptschule anschmiegt. Das verwilderte, verwinkelte Gelände in Hackenberg wird nun von Naturfreunden wiederbelebt. Die Sozialpädagoginnen Franziska Hartmann, Silke Koch und Anke Hennrich rufen mit einem Kollegen eine Garten-AG ins Leben. Ein Dutzend Jugendliche, auch aus den Flüchtlingsklassen, sind gefunden, die sich engagieren wollen. Weitere sind willkommen.

Ein finanzieller Grundstock ist gelegt, um das verwunschene Areal auf Vordermann zu bringen. 1200 Euro gibt es aus dem Landesprogramm „Aufholen nach Corona“. Hochbeete und ein Gewächshaus sollen dafür angeschafft werden, erklärt Franziska Hartmann, die sich federführend um die Akquise von Fördermitteln und Spenden für die Idee kümmert. Grundlage ist, die einstige Wiese in einen Zustand zu versetzen, der es erlaubt, einen Garten anzulegen.

Zweimal im Jahr kommt die Stadtverwaltung vorbei, um Gras und Gestrüpp runterzuschneiden. Der nächste Einsatz steht demnächst bevor. Danach wollen die Initiatorinnen loslegen. Mutterboden wird vonnöten sein. „Wir benötigen professionelle Hilfe oder Unterstützung von engagierten Hobbygärtnern“, wirbt Franziska Hartmann um einen Garten- und Landschaftsbauer, der ein Herz für Schulen hat, mit Tipps und Muskelkraft zur Verfügung steht.

Die Hauptschule besuchen viele sozialschwache Jugendliche. Viele sind darunter, die Naturprozesse nicht kennen, nicht wissen, was passiert, wenn Samen ausgesät wird und woher das Essen kommt, das mittags auf dem Tisch steht. Das Ziel ist es, das Wachstum von Gemüse und Obst näherzubringen, um es nach der Ernte selbst zu konsumieren.

Pädagogisch hat eine Garten-AG viele Vorteile. „Sie ist auch eine Gelegenheit, die Jugendlichen aus dem Klassenunterricht rauszunehmen, wenn es ihnen zu viel wird und sich an der frischen Luft auszupowern“, meint Franziska Hartmann. „Gerade als Ganztagsschule brauchen sie diesen Auslauf“, betont Silke Koch. Anke Hennrich verweist auf das Thema Nachhaltigkeit, das in die AG reinspielt. „Wiederverwertbarkeit von Pfandflaschen“, nennt sie als einen Aspekt. Das eingezäunte Gelände zwischen der Hauptschule und dem H2O besitzt viel Potenzial. Zwei in die Jahre gekommene Hütten befinden sich darauf und ein Teich, nach dem ebenso lange nicht geschaut wurde. Unter Bäumen bietet der Garten auch Schatten, der sich für ein Outdoor-Klassenzimmer eignen würde. Wenn sich jemand findet, der Holzbänke und Tisch spendiert, wären die Sonderpädagoginnen dankbar.

Im Hauptgebäude in Hackenberg sind die Fünft- bis Siebtklässler untergebracht, in der Dependance Wilhelmstraße die Acht- bis Zehntklässler. Grundsätzlich steht die neue AG allen offen. Schulleiterin Elke Simon kann sich vorstellen, dass das Angebot später in den Wahlpflichtunterricht Naturwissenschaften ab Stufe 7 einfließen wird.

Lesen Sie auch: Schulgärten sollen Kinder an die Natur heranführen

Kontakt

Eine Kooperation der Garten-AG mit der benachbarten Hilda-Heinemann-Schule ist geplant.

Von den Um- und Anbauplänen in der Hauptschule wird der Garten nicht betroffen sein.

Wer die Hauptschul-AG unterstützen möchte, rufe im Sekretariat unter Tel. (0 21 91) 16 31 33 an.

Das könnte Sie auch interessieren

Unsere News per Mail

Nach der Registrierung erhalten Sie eine E-Mail mit einem Bestätigungslink. Erst mit Anklicken dieses Links ist die Anmeldung abgeschlossen. Ihre Einwilligung zum Erhalt des Newsletters können Sie jederzeit über einen Link am Ende jeder E-Mail widerrufen.

Die mit Stern (*) markierten Felder sind Pflichtfelder.

Meistgelesen

Wochenmärkte in Remscheid kämpfen ums Überleben
Wochenmärkte in Remscheid kämpfen ums Überleben
Wochenmärkte in Remscheid kämpfen ums Überleben
Weihnachtstreff: Das soll als Ersatz für die Eisbahn kommen
Weihnachtstreff: Das soll als Ersatz für die Eisbahn kommen
Weihnachtstreff: Das soll als Ersatz für die Eisbahn kommen
Tannenhof durfte die Bäume fällen
Tannenhof durfte die Bäume fällen
Tannenhof durfte die Bäume fällen
So läuft die Getränkebestellung im Theater
So läuft die Getränkebestellung im Theater
So läuft die Getränkebestellung im Theater

Kommentare