Sportplätze

Fußballclubs sollen Kunstrasen bekommen

Hier kicken die Spieler demnächst auf Kunstrasen: DieSportanlage Hackenberg wird modernisiert. Foto: Doro Siewert
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Hier kicken die Spieler demnächst auf Kunstrasen: DieSportanlage Hackenberg wird modernisiert.
  • Frank Michalczak
    VonFrank Michalczak
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Politiker stellten die Weichen für die Entwicklung der Remscheider Sportstätten

Remscheid. Der Sportausschuss sprach sich am Donnerstagabend für eine wesentliche Weichenstellung in der Remscheider Fußballszene aus: Sowohl die Plätze am Neuenkamp als auch in Hackenberg sollen Kunstrasen erhalten, wodurch die Trainings- und Spielbedingungen für die Vereine verbessert werden. Damit verbunden ist allerdings der Abschied von den Erweiterungsplänen in Hackenberg. Das heißt: Die ursprüngliche Ersatzlösung für das Röntgen-Stadion, das wegen des Designer Outlet Centers (DOC) abgerissen werden soll, ist vom Tisch.

Über das Thema war zuletzt ein Schlagabtausch entbrannt. Die CDU pochte darauf, Versprechungen zu halten, die den Lennepern für den DOC-Bau gegeben wurden. Aber: Die neuen Pläne in Hackenberg sehen zwar Leichtathletik-Anlagen vor, aber keine 400-Meter-Laufbahn. Diese kann Lennep somit nicht mehr für den Schul- und den Vereinssport vorhalten, wenn das Röntgen-Stadion Geschichte ist. Auf der anderen Seite gibt es bei der SG Hackenberg erheblichen Druck, den Kickern einen Kunstrasenplatz zu bieten, um dem Mitgliederverlust zu begegnen. Deshalb entwickelte die Stadtverwaltung eine möglichst schnelle Lösung für eine Modernisierung, die bereits im nächsten Jahr erfolgen soll.

In dieser Gemengelage tauschten die Ortspolitiker noch einmal das Für und Wider der Planungen aus, bei denen die Interessen der Leichtathleten zu kurz gekommen seien, wie CDU-Fraktionschef Markus Kötter befand. „Aber wir müssen der SG Hackenberg helfen“, erklärte er. Eine Entscheidungshilfe stellte für die Christdemokraten eine neue Lösung für die Hackenberger Anlage dar, die nun doch keine 100-Meter-, sondern 200-Meter-Bahnen erhalten soll. Diese könnten in der Nähe des Vereinsheims entstehen, wie eine Machbarkeitsstudie aus dem Jahr 2013 ergeben hatte. „Das ist besser als nichts“, stellte Kötter fest.

Remscheid: Kompromiss stieß auf breite Zustimmung

Nun sind die Technischen Betriebe Remscheid am Zug, diese Planungen zu konkretisieren. Sie werden dann umgesetzt, wenn feststeht, dass der DOC-Bau erfolgt und das Röntgen-Stadion abgerissen wird. Den Kunstrasen gibt es aber losgelöst davon für die SG Hackenberg. „Dies ist ein sehr guter Kompromiss“, bemerkte der Ausschussvorsitzende Torben Clever (FDP). Michael Büddicker (SPD) lobte, dass in Hackenberg „eine hochwertige Leichtathletik-Anlage“ entstehe. Und auch David Schichel (Grüne) zeigte sich angetan, dass dies eine Lösung sei, in der die unterschiedlichen Ansichten „gut zusammenfinden“. Während Peter Lange (Linke) zustimmte, fand Jonathan Brützel (WiR) keine Mehrheit für seinen Vorstoß, die Entscheidung auf 2022 zu vertagen. Seiner Meinung nach sollte das Urteil des Bundesverwaltungsgerichts in Leipzig abgewartet werden, das im Januar über das DOC und damit indirekt auch über den Abriss des Röntgen-Stadions entscheidet.

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