Umbau des Sportplatzes

Die Kicker vom Hackenberg haben wieder Zukunft

Eisige Angelegenheit: Markus Dobke (Sportamt) erläuterte den Umbau des Sportplatzes in Hackenberg.
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Eisige Angelegenheit: Markus Dobke (Sportamt) erläuterte den Umbau des Sportplatzes in Hackenberg.
  • Axel Richter
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Kunstrasen statt Asche: Stadt eröffnet neuen Sportplatz in Lennep – Verein litt lange unter der DOC-Diskussion.

Remscheid. Die Sportgemeinschaft Hackenberg ist zurück in der Erfolgsspur. Sportlich kamen die Kicker der SGH in ihrem ersten Spiel auf neuem Platz über ein mageres null zu null zwar nicht hinaus. Doch der Nachwuchs, der in Zukunft die Tore schießt, ist zurück. 85 Kinder wurden von ihren Eltern neu angemeldet. „Wir nähern uns wieder den 500 Mitgliedern“, freut sich Vereinschef Joachim Weber. Und das, da sind in Hackenberg alle einig, hat maßgeblich mit dem neuen Untergrund zu tun, auf dem sie jetzt kicken.

Die Hackenberger haben vermutlich am meisten gelitten unter der Diskussion um das Designer Outlet Center. Wäre das DOC gebaut worden, sollte in Hackenberg eine neue Sportanlage als Ersatz für das Röntgen-Stadion entstehen. Solange diskutiert wurde und das DOC bei Gericht lag, tat sich freilich gar nichts. Mit schlimmen Folgen für den Verein, der im Stadtteil wichtige Arbeit leistet. Die SG schrumpfte von 680 auf 420 Mitglieder. Grund war die ungewisse Zukunft – und der Umstand, dass die Fußballer in Hackenberg immer noch auf Asche gegen den Ball treten mussten. Das mag heute keiner mehr.

Doch die Asche ist nun Geschichte. Für 1,9 Millionen Euro ist in Hackenberg ein moderner Kunstrasenplatz entstanden. Zu seiner offiziellen Einweihung war davon wohl nichts zu sehen, denn Schnee bedeckte das Grün. Auch sind noch nicht alle Pflastersteine am Vereinsheim gelegt und an der angrenzenden Laufbahn ist noch ein Bagger im Einsatz. Im Verein ist die Freude dennoch groß.

Für Martin Sternkopf und Markus Dobke vom Sportamt sowie die Technischen Betriebe gab es viele warme Worte. Auch des Tempos wegen, das sie an den Tag gelegt hatten. Nachdem die Fußballer ihrer Asche im Sommer auf Mallorca eine feuchtfröhliche Seebestattung bereitet hatten, sollte es schnell gehen.

Der Platz wurde bis zu einer Tiefe von 60 Zentimetern ausgekoffert. Danach folgten eine neue Drainage zur Entwässerung, darüber kam Schotter, später der Rasen und als letzter Schrei der Kunstrasenplatzgestaltung eine Schicht aus Kork und Sand, die in den Rasen eingearbeitet wird. Für Beleuchtung sorgen sechs Lichtmasten mit LED-Technik. Sie sparen 60 Prozent der bisher verwendeten Energie.

50 000 Euro trug der Verein selbst als Muskelhypothek bei. Der Einsatz hat sich gelohnt, darüber waren sich bei der Einweihung im Schnee alle einig. Und weitere Investitionen in Hackenberg sollen folgen, versprach die Stadt. Als Nächstes sollen die Leichtathletik-Anlagen erneuert werden.

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