Jahreswechsel

Für Taxifahrer ist Silvester kaum planbar

Für Armin Schötz und die Funktaxi-Vereinigung bietet die bevorstehende Silvester-Nacht einige Unwägbarkeiten. Archivfoto: Michael Schütz
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Für Armin Schötz und die Funktaxi-Vereinigung bietet die bevorstehende Silvester-Nacht einige Unwägbarkeiten.

Wie viele Menschen trotz Pandemie feiern gehen und anschließend ein Taxi brauchen, kann niemand abschätzen.

Von Sven Schlickowey

Remscheid. Nach einem durchwachsenen Jahr blicken die Remscheider Taxi-Betriebe auf eine kaum zu planende Silvester-Nacht. Wie die Zeit rund um den Jahreswechsel, ohne Corona sonst eine besonders arbeitsintensive Zeit für die Branche, laufen wird, könne niemand genau sagen, betont Armin Schötz, Geschäftsführer der Funktaxi-Vereinigung: „Ein Hellseher bin ich auch nicht.“ Denn wie viele Menschen trotz Pandemie feiern gehen und anschließend ein Taxi brauchen, kann niemand abschätzen.

Doch zwei Dinge verspricht Schötz: „Wir werden mit allen Autos auf der Straße sein. Und wir werden natürlich alle Aufträge abarbeiten.“ Doch das könne im Zweifel auch schon mal etwas länger dauern. Denn die Silvesternacht biete einige Besonderheiten, weil extrem viele Fahrten innerhalb weniger Stunden anfallen. „Vor Mitternacht ist es sogar vergleichsweise ruhig“, berichtet Schötz von den Erfahrungen vergangener Jahre. Selbst wer eigentlich schon nach Hause wolle, harre in dieser Nacht bis 0 Uhr aus. Doch danach gehe es Schlag auf Schlag.

Reservierungen seien am 31. Dezember nur für Fahrten vor Mitternacht möglich, so der Geschäftsführer: „Das machen wir hier in Remscheid schon seit Jahrzehnten.“ In der Vergangenheit seien zu viele Touren trotz vorheriger Reservierung ausgefallen – während andere Fahrgäste vertröstet werden mussten. Also arbeite man die Anfragen inzwischen in der Reihenfolge ab, in der sie reinkommen. „Das ist für den Kunden zugegebenermaßen nicht immer schön, wenn man da lange in der Strippe hängt“, sagt Schötz, sei aber die beste Methode, damit alle einen Wagen bekommen.

Remscheid: Fahrgäste sollten die Taxifahrer nicht zu lange warten lassen

Mit 36 Fahrzeugen werden die in der Funktaxi-Vereinigung zusammen geschlossenen Unternehmen an Silvester unterwegs sein. Dass mit Taxi Wiebel vor einigen Wochen ein Anbieter Insolvenz anmelden musste, wirke sich kaum aus, sagt Armin Schötz: „Die sind im vergangenen Jahr an Silvester schon nicht gefahren.“ Trotzdem könne es vorkommen, dass das Aufkommen in den ersten Stunden nach Mitternacht kaum zu bewältigen sei. „Besucher sollten sich darauf einstellen, ein wenig länger bei ihrem Gastgeber zu bleiben“, rät Schötz. Helfen könne es zudem, wenn die Fahrgäste die Fahrer nicht allzu lange warten lassen: „Wenn alle pünktlich sind, ist der Wagen schneller beim nächsten Kunden.“

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