An der Alten Bismarckstraße beginnt der Umbau der Innenstadt

Fünf Gaststätten erhalten Terrassen für Außengastronomie

Die Bauarbeiten für die Terrassen an der Alten Bismarckstraße sind gestartet. Bald sollen dort die Fundamente gesetzt werden. Foto: Doro Siewert
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Die Bauarbeiten für die Terrassen an der Alten Bismarckstraße sind gestartet. Bald sollen dort die Fundamente gesetzt werden.
  • Frank Michalczak
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Nach Jahren des Wartens kommt es zu einer ersten sichtbaren Veränderung in der Innenstadt: Unterhalb des Markts sind Baufahrzeuge vorgefahren.

Remscheid. Bis zum unteren Zipfel der Alten Bismarckstraße entstehen an fünf Gaststätten neue Terrassen, auf denen die Gäste im Freien Speisen und Getränke genießen können. Verkehrsplaner Burkhard Fey rechnet, dass im Frühjahr 2022 die Anlagen an der Gastromeile fertig sein werden.

Derzeit laufen die Tiefbauarbeiten an, um die Fundamente setzen zu können. „Danach übernimmt eine Firma aus Gelsenkirchen den Aufbau der Konstruktionen aus Stahl und Holz“, berichtet Fey. Und: Auch neue Leuchtstelen wird es an der Alten Bismarckstraße geben. Es ist der Startschuss für die Umsetzung des Beleuchtungskonzepts. Im nächsten Schritt sollen moderne Laternen auf der Alleestraße aufgebaut werden – die in vielen Farben leuchten können.

Das Projekt an der Alten Bismarckstraße ist Teil des Reaktivierungsprogramms für die Innenstadt. 512 000 Euro gibt die Stadt dafür aus, wobei das Land den Löwenanteil trägt. 2014 wurde der Maßnahmenkatalog vom Stadtrat verabschiedet, der eine Frischzellenkur für die Innenstadt einleitete – mit mehr als 30 Baumaßnahmen, die bis heute auf sich warten lassen. „Es hat sich 2019 gezeigt, dass der Handlungsbedarf noch viel größer ist“, erklärt Stadtplaner Andreas Huth mit Blick auf das Sanierungsgebiet, zu dem die Alleestraße erklärt werden soll.

So will die Stadt das Kino abreißen und einen Übergang zum Busbahnhof schaffen. Das alte SinnLeffers-Gebäude soll ebenfalls in den Besitz Remscheids übergehen. Hier ist der Bau einer Anlaufstelle mit diversen Angeboten geplant, eventuell mit der Bücherei. „Auch Veranstaltungen könnten dort stattfinden“, erklärt Baudezernent Peter Heinze. Weitere Ideen: Freizeitangebote neben der Post, Seniorenwohnen und Kita auf dem Grundstück des ehemaligen Woolworth-Gebäudes.

Für all das und noch viel mehr sollen bis 2030 rund 100 Millionen Euro in die Allee fließen – an öffentlichen Mitteln und dem finanziellen Einsatz privater Investoren. Ein externes Büro soll sich darum kümmern und 2022 mit dem Auftrag betraut werden, die Innenstadt in die Zukunft zu führen. Diese Zukunft hat nun mit den Arbeiten an der Alten Bismarckstraße begonnen.

Standpunkt: Ein erster Schritt

Kommentar von Frank Michalczak

frank.michalczak @rga.de

Längst herrscht in Remscheid eine gewisse Skepsis, ob es denn überhaupt etwas wird mit dem geplanten Umbau der Innenstadt. Kein Wunder: Immer wieder wurden Projekte und Einzelmaßnahmen angekündigt und dann doch wieder verschoben. Jüngstes Beispiel ist der Umbau des Friedrich-Ebert-Platzes, wonach zwar das Betriebsgebäude der Stadtwerke ab dem 11. Oktober verschwindet, die eigentliche Umgestaltung aber auf sich warten lässt. Aufbruchstimmung werden die Baufahrzeuge auf der Alten Bismarckstraße sicherlich noch nicht wecken. Freude dürfte hingegen aufkommen, wenn dort alles fertig ist. Dann, wenn die Besucher der Gaststätten im Kult-Viertel an milden Frühlingsabenden 2022 auf den neuen Terrassen Platz nehmen und das Leben genießen können. Dies ist ein erster Schritt bei einem Marathon auf dem Weg zu einem attraktiveren Stadtkern in Remscheid, der seit Jahrzehnten an der Alleestraße einen beklagenswerten Niedergang erlebt. Und es ist höchste Zeit, zu handeln. Debattiert wurde darüber mehr als genug.

Wirte freuen sich schon seit 2020 auf die bald entstehenden Terassen.

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