Neue Frisuren ausprobieren

Friseurmeisterin Gudrun Sommerkorn gibt Tipps zum Haarstyling

Obermeisterin Gudrun Sommerkorn empfiehlt, auch mal andere Frisuren auszuprobieren, wie eine Flechtfrisur. Fotos: RK/kab
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Obermeisterin Gudrun Sommerkorn empfiehlt, auch mal andere Frisuren auszuprobieren ...

Seit zwei Monaten sind die Friseurbetriebe in der Stadt aufgrund des Lockdowns schon geschlossen.

Von Katharina Birkenbeul

Remscheid. Und so langsam wächst bei dem ein oder anderen der Ansatz raus, die Spitzen fransen aus oder der Pony wächst über die Augen. Von Frisur ist schon lange nicht mehr die Rede. Aber: Der eigene Griff zur Schere ist in dieser Situation auch nicht die richtige Lösung. „Es finden sich online unzählige Selfmade-Kurse. Aber die meisten Tipps sind hanebüchen.

... wie eine Flechtfrisur.

Wenn es so einfach wäre, Haare zu schneiden, bräuchten wir keine dreijährige Ausbildung“, sagt Gudrun Sommerkorn. Sie ist Friseurmeisterin und Obermeisterin der Friseurinnung. Der Generalanzeiger hat deshalb einige Tipps zusammengestellt, wie die restliche Zeit des Lockdowns auch ohne Friseur geschafft werden kann.

„Ein beleidigtes Haar erholt sich, bei einem kaputten Haar hilft nur noch die Schere.“
Gudrun Sommerkorn, Friseurmeisterin und Innungsmeisterin

Färben: Wer normalerweise zum Friseur geht, um sich mit einer bestimmten Farbe die Haare färben zu lassen, müsste das nach dieser langen Zeit vermutlich auffrischen. Die Frage ist immer, welche Farbe die richtige ist. „Die meisten Friseure kennen ihre Farbe und stellen den richtigen Ton für sie bereit, den sie sich dann am Salon abholen können“, rät Gudrun Sommerkorn. „Auf gar keinem Fall im Drogeriemarkt einfach nach einer ähnlich aussehenden Farbe greifen, die vermutlich auch gar nicht so ähnlich ist. Das sieht man an den Haaren sofort.“ Denn die Einschätzung der richtigen Farbe sei schwieriger als gedacht.

Zudem würden die Friseure sich in dieser Zeit, in der sie nicht ihrer gewohnten Arbeit nachgehen dürften, auch darüber freuen, wenn sie zumindest telefonisch Sozialkontakt hätten und helfen könnten. Das Färben selbst muss der Kunde eigenständig durchführen. Dabei sei empfehlenswert nur die sogenannte T-Zone, vom vorderen Gesichtsbereich über den Scheitel zum Wirbel am Hinterkopf, zu färben.

Spliss: Wenn die Haare an den Spitzen kaputt gehen oder ausfransen, komme es, so Sommerkorn, auf die Haarlänge an. Bei langen Haaren könnte vorsichtig ein wenig abgeschnitten werden. Ist es schief, falle es nicht stark auf und der Friseur könne dies nach dem Lockdown wieder reparieren. Außerdem gebe es Shampoos, die eine reparierende Wirkung zeigten. „Wir sagen aber immer: Ein beleidigtes Haar erholt sich wieder, bei einem kaputten Haar hilft nur noch die Schere“, erklärt Gudrun Sommerkorn, dass sich nicht alles durch Pflegeprodukte retten lässt.

Bei Kurzhaarschnitten sei selbst zur Schere zu greifen, hingegen keine gute Idee. „Vernünftige Kurzhaarschnitte bekommen nur fachmännische Kräfte richtig hin“, sagt die Obermeisterin der Friseurinnung.

Der Schnitt wächst raus: Haare werden von Natur aus immer länger. Bei langen Haaren ist das kein Problem, bei kurzen ist irgendwann kein Schnitt mehr vorhanden. „Da sollte einfach mal ein bisschen ausprobiert werden, anstatt zu jammern. Die Haare flach oder seitlich legen, statt hochstellen“, rät Sommerkorn. Auch Flechtfrisuren würden sich bei mittellangem Haar gut anbieten.

Da derzeit die meisten Menschen viel Zeit zu Hause verbringen würden, sei das die passende Möglichkeit sich mit Frisuren und anderen Stylingmöglichkeiten, wie das Nutzen von Lockenwicklern auseinanderzusetzen.

Wichtig ist dabei, dass es bei solchen ungefährlichen und einfachen Möglichkeiten bleibt. „Nicht mit Chemieprodukten experimentieren“, appelliert Gudrun Sommerkorn an alle, die in der Corona-Zeit unzufrieden mit ihrer Frisur sind. Denn so könnten Schäden entstehen, die die Friseure nicht mehr retten können oder sich nicht die Zeit dazu nehmen wollen, da der Andrang bei Wiedereröffnung groß sein wird.

Verordnung

Seit dem 16. Dezember dürfen die Friseurbetriebe nicht mehr öffnen. „Dienstleistungen und Handwerksleistungen, bei denen ein Mindestabstand von 1,5 Metern zum Kunden nicht eingehalten werden kann (insbesondere Gesichtsbehandlung, Kosmetik, Nagelstudios, Maniküre, Massage, Tätowieren und Piercen, auch Friseure), sind untersagt.“, heißt es in der Coronaschutzverordnung des Landes Nordrhein-Westfalen. Die Friseure bemängeln, dass es trotzdem fachmännische Kräfte gibt, die Kunden die Haare schneiden.

Welche Beschränkungen wegen des Coronavirus gelten aktuell in Remscheid? Das haben wir für Sie in einem Artikel zusammengefasst, den Sie hier finden: Ein Überblick über die Corona-Regeln in Remscheid.

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