Umbau des Busbahnhofs

Friedrich-Ebert-Platz: Stadt drückt aufs Tempo

Nach dem Abriss des Betriebsgebäudes und der Beseitigung von Bäumen soll der Umbau des Friedrich-Ebert-Platzes möglichst schnell erfolgen. Foto: Michael Schütz
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Nach dem Abriss des Betriebsgebäudes und der Beseitigung von Bäumen soll der Umbau des Friedrich-Ebert-Platzes möglichst schnell erfolgen.

Stadtwerke wollen neues Betriebsgebäude früher als geplant errichten.

Von Frank Michalczak

Remscheid. Bäume wurden bereits gefällt, das Betriebsgebäude der Stadtwerke ist verschwunden – demnächst folgen weitere Vorbereitungen für die Umgestaltung des Friedrich-Ebert-Platzes, berichteten am Freitag Vertreter der Stadt Remscheid und der Stadtwerke. So schließt sich in den Sommerferien der Bau des neuen Fußgängerüberwegs über die Elberfelder Straße zum Emma-Herwegh-Gymnasium (EMMA) an. Die neue Ampel soll im Zuge der Großbaustelle in Betrieb genommen werden. Im Anschluss wird die Konrad-Adenauer-Straße ausgebaut – um sie für den steigenden Busverkehr zu rüsten. Dies führt zu Umleitungen und Einbahnstraßenverkehr.

31 Bäume wurden gefällt.

All dies sind aber nur Vorboten für das, was noch folgen wird. Michael Zirngiebl, Leiter der Technischen Betriebe Remscheid (TBR), erklärte, dass Passanten auf dem Busbahnhof bis zur Fertigstellung Ende 2025 permanent Aktivitäten auf einer Großbaustelle beobachten können. Das ist ganz im Sinne von OB Burkhard Mast-Weisz (SPD): „Es ist wichtig, dass die Leute endlich sichtbare Veränderungen feststellen können“, erklärte er im Hinblick auf den Innenstadtumbau, der eher schleppend vorangeht.

Nun aber soll er am Ebert-Platz Fahrt aufnehmen. Dafür sorgt ein veränderter Zeitplan. Ursprünglich war der Bau des neuen Stadtwerke-Gebäudes am Ende des Projekts vorgesehen. Stattdessen rückt er an seinen Anfang. „Dies hat sich als wirtschaftlicher und effizienter erwiesen“, berichtete Armin Freund, Geschäftsbereichsleiter Mobilität bei den Stadtwerken. „Es war aber schon eine Herausforderung, die Planungen zu beschleunigen.“

Neubau des Stadtwerke-Gebäudes soll 2023 beginnen

So aber herrscht nun doch nicht nach dem Abriss des bisherigen Gebäudes jahrelang Stillstand auf dem Ebert-Platz. Stattdessen soll der Neubau bereits im ersten Quartal 2023 beginnen. Das Stadtwerke-Gebäude werde wie geplant auch ein gastronomisches Angebot und eine öffentliche Toilette bieten, erklärte OB Mast-Weisz.

Im kommenden Jahr werde auch die Unterführung geschlossen und verfüllt, kündigte Kevin Pflanz an, der als externer Wirtschaftsingenieur die Projektsteuerung übernommen hat. Im Anschluss sei der Bau des Fußgängerüberwegs zum Ämterhaus geplant, so dass es dann zwei überirdische Wege über die Elberfelder Straße geben wird – in Höhe des EMMA-Gymnasiums und zum Dienstleistungszentrum der Stadt.

Die eigentliche Umgestaltung des Busbahnhofs ist danach geplant. Stadtwerke-Geschäftsführer Prof. Dr. Thomas Hoffmann verwies darauf, wie komplex das Projekt sei. Eine Vielzahl von Aspekten gelte es dabei zu berücksichtigen – vom Kabelnetz im Boden bis hin zu unterschiedlichen Umleitungsregelungen und Provisorien, die auf dem Ebert-Platz eingerichtet werden müssen. „Und das alles beim laufenden Busbetrieb“, erklärte Hoffmann.

Baudezernent Peter Heinze sieht mehrere Positiveffekte

Baudezernent Peter Heinze hob hervor, dass sich all dieser Aufwand lohne. Denn am Ende entstehe nicht nur ein zeitgemäßer Dreh- und Angelpunkt für den Remscheider Busverkehr mit der markanten Wartezone in Form eines Hockeyschlägers, sondern auch ein begrüntes Areal, das in zentraler Lage hohe Aufenthaltsqualität verspricht. „Zudem können die Fußgänger nun überirdisch die Elberfelder Straße überqueren.“ Die Zeiten der Tunnellösung seien bald vorbei.

Kosten

Rund 15 Millionen Euro investieren Stadt und Stadtwerke in das Projekt. Der Anteil der Stadt in Höhe von 9,3 Millionen Euro wird mit Zuschüssen des Landes NRW finanziert. Die Stadtwerke kommen für ihren Part in den Genuss von Fördermitteln des Verkehrsbundes VRR.

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