Sanierung

Freibad: Millionenzusage aus Berlin löst großen Jubel aus

Wird für die Zukunft mit Millionenaufwand fit gemacht: das Freibad Eschbachtal. Foto: Roland Keusch
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Wird für die Zukunft mit Millionenaufwand fit gemacht: das Freibad Eschbachtal.

Stadt erhält 2,58 Millionen Euro aus einem Sanierungsprogramm des Bundes für die Freizeitstätte im Eschbachtal.

Von Andreas Weber

Remscheid. Im dritten Anlauf hat es geklappt. Der Bund fördert die Sanierung des Remscheider Freibads Eschbachtal mit 2,58 Millionen Euro. Der Jubel gestern war riesig. Sportamtsleiter Martin Sternkopf, der die Bewerbung zusammengetragen hatte, Sportdezernent Thomas Neuhaus und Stefan Grote, Vorsitzender des Fördervereins Freibad Eschbachtal, drückten ihre Freude über die Finanzspritze aus. „Unsere Hartnäckigkeit hat sich ausgezahlt“, stellte Neuhaus hochzufrieden fest: „Förderverein, Verwaltung, Rat und natürlich Jürgen Hardt sind immer am Ball geblieben.“

Der hiesige Bundestagsabgeordnete hatte sich für Remscheid eingesetzt. Mit dem Nachtrag zum Bundeshaushalt 2020 hat der Bundestag nämlich weitere 600 Millionen Euro für das Bundesprogramm „Sanierung kommunaler Einrichtungen in den Bereichen Sport, Jugend und Kultur“ zur Verfügung gestellt. Der Bund begegnet damit dem Investitionsstau bei der Sanierung kommunaler Infrastruktur. Der Bundeszuschuss liegt zwischen 0,5 und drei Millionen Euro pro Projekt. Unterstützt werden investive Projekte mit besonderer regionaler oder überregionaler Bedeutung. Dies trifft auf das älteste Binnenfreibad Deutschlands (1912 eingeweiht) hundertprozentig zu.

Jürgen Hardt, CDU-Parlamentarier für den Wahlkreis Solingen, Remscheid und Wuppertal II: „2019 hatte die Solinger Sportstätte Höher Heide eine Zusage über 2,08 Millionen Euro Fördermittel aus diesem Programm erhalten. Ich freue mich, dass nun Remscheid Rückenwind für die Sanierung des für die gesamte Region bedeutenden Freibades erhält.“ Das 2018 erstmals aufgelegte Bundesprogramm war auch diesmal stark überzeichnet. „Dank der Anpassung des Projektantrags und der Betonung der Dringlichkeit der Sanierung wird das Projekt jetzt gefördert“, stellt Hardt fest.

Fachplanungsbüro soll bis Mai gefunden werden

„Wenn man nicht kämpft, hat man direkt verloren“, betont Stefan Grote, dass nicht nur die Förderer, sondern alle Beteiligten stets daran festgehalten haben, die stark sanierungsbedürftige Freizeitstätte nicht baden gehen zu lassen. Weil erste Förderanträge fehlgeschlagen waren, hatten sich Verwaltung und Politik Ende letzten Jahres durchgerungen, die benötigten 14,4 Millionen Euro aus eigenen Krediten in den Investitionshaushalt einzustellen - nach Absprache mit der Bezirksregierung. Gute Nachricht deshalb auch für Kämmerer Sven Wiertz: Die Kreditaufnahme verringert sich um 2,58 Millionen.

In Remscheid hatte sich in den vergangenen Jahren der Eindruck verfestigt, dass diese Stadt in Berlin bei der Berücksichtigung von Förderungen vergessen wird. „Über ganz Deutschland wird das Füllhorn ausgekippt, jetzt freuen wir uns, dass Remscheid endlich an der Reihe ist. Das ist eine große Erleichterung“, meint Thomas Neuhaus.

Nun kann losgelegt werden. Martin Sternkopf ist dabei, mit einer Ausschreibung ein Expertenbüro zu finden, das auf der Basis der Machbarkeitsstudie, die 2018 erstellt wurde, Pläne macht, wie das moderne Freibad Konturen annehmen könnte. 560 000 Euro stehen im Haushalt für die Fachplanung zur Verfügung. „Anfang Mai müsste der Planer gefunden sein“, schätzt Sternkopf. Der Komplettumbau, von 18 Monaten Bauzeit ist die Rede, wird mit Sicherheit zwei Freiluftsaisons beeinträchtigen.

Ob das Bad im Juni eröffnet, hängt von mehreren Faktoren ab: Zum einen, welchen Rahmen Corona setzt. 2020 waren nur 750 Gäste im Bad erlaubt. Ist der Fachplaner eingekauft, wird er ein Wort mitsprechen, wann die Modernisierung losgeht. „Ebenso müssen wir schauen, was die Förderrichtlinien aus Berlin sagen und ob ein zeitlicher Rahmen für den Beginn der Maßnahmen gesetzt ist“, meint Sternkopf.

In Remscheid wurde der Doppelhaushalt beschlossen.

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