Freibad Eschbachtal

Die Badesaison in Remscheid startet am Samstag - Bis 18 ist der Eintritt kostenlos

Die Badesaison kann Samstag beginnen, das 3. Eschtival am 11. September kommen: (v.l.) Ulrich Hartung (Vorstand Förderverein), Stefan Grote (Vorsitzender Förderverein), Pia-Anabel Watermeier (Auszubildende im Sportamt), Martin Sternkopf (Sportamt) und Karin Ittermann (Sportamt). Foto: Roland Keusch
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Die Badesaison kann Samstag beginnen, das 3. Eschtival am 11. September kommen: (v.l.) Ulrich Hartung (Vorstand Förderverein), Stefan Grote (Vorsitzender Förderverein), Pia-Anabel Watermeier (Auszubildende im Sportamt), Martin Sternkopf (Sportamt) und Karin Ittermann (Sportamt).
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Im Eschbachtal geht es rund: Badebetrieb mit maximal 750 Gästen – 3. Eschtival wird am 11. September stattfinden

Von Andreas Weber und Sven Schlickowey

Remscheid. Ins Freibad Eschbachtal kehrt wieder Leben ein: Am morgigen Samstag beginnt mit Verspätung die Badesaison und am 11. September wird die Freizeitstätte beim 3. Eschtival rocken. Bei einer Pressekonferenz gestern Morgen überbrachten Stefan Grote (Vorsitzender des Freibad-Fördervereins) und Martin Sternkopf (Leiter des Sportamtes) die beiden guten Nachrichten. Spätestens, als Schwimmmeister Dennis Halbach während des Termins auf der Besucherterrasse Richtung Sternkopf den Daumen nach oben reckte, war klar: Es kann losgehen.

Die gerade eingetroffene Analyse der Wasserproben hatte nichts Negatives ergeben. Nach einem Testlauf am heutigen Freitag beim Kurzschwimmen (10 bis 11 Uhr) geht es ab Samstag richtig rund. Das Freibad wird täglich von 10 bis 11 Uhr zum Kurzschwimmen geöffnet sein, der normale Badebetrieb läuft von 12 bis 18 Uhr. Maximal 750 Besucher dürfen gleichzeitig ins Bad, dessen Wassertemperatur momentan bei knapp unter 20 Grad Celsius liegt.

Die Badesaison im Freibad Eschbachtal soll bei gutem Wetter bis zum 5. September laufen

Außer für die morgendliche Stunde, bei der die Gäste am Eingang zahlen und ihre Kontaktdaten auf analogem Wege hinterlassen, werden die restlichen Tickets täglich online über die Homepage „www.remscheid-live.de“ vergeben. Die Öffnungszeiten sind leicht runtergefahren worden, weil Corona und die Beschränkungen für das Personal einen erhöhten Aufwand mit sich bringen. Anders als im Vorjahr wird, falls jemand schon um 16 Uhr gehen sollte, das Ticket noch einmal für die restlichen Stunden im Internet freigeschaltet. Wenn das Wetter mitspielt, will die Stadt die Badesaison bis Sonntag, 5. September, laufen lassen.

Ein Großereignis steht danach noch an: Am 11. September steigt das 3. Eschtival. Das Openair mit Köbes Underground (20 Uhr) und Bernd Stelter (18 Uhr) kann stattfinden. Nachdem es 2020 aufgrund der Pandemie abgesagt werden musste, und lange Zeit auch dieses Jahr auf der Kippe stand, erlauben die Inzidenzwerte nun eine Durchführung auf der Wiese vor dem Planschbecken. „Das Sicherheitskonzept gäbe 2500 Besucher her, das Ordnungsamt erlaubt aber nur 1000 auf der Basis der Richtlinien der Coronaschutzverordnung“, erläutert Stefan Grote. „1000 sind aber eigentlich zu wenig. Das wäre für uns ein Minusgeschäft mit Ansagen geworden.“

Es sind jetzt noch 730 Karten zu haben. Wer zuerst kommt, ist dabei.

Stefan Grote, Freibad-Förderverein

Deshalb sprach der Förderverein mit den beteiligten Künstlern und Technikern. „Alle erklärten sich angesichts der Situation bereit, auf einen Teil der Gage zu verzichten“, stellte Stefan Grote erfreut beim Pressegespräch fest. „Sollten in den kommenden zwei Monaten die Beschränkungen weiter aufgehoben und mehr Zuhörer zugelassen werden, würden die Künstler anteilig am zusätzlichen Kartenverkauf beteiligt“, meint Grote.

Beim Ticketverkauf fangen Stadt und Förderverein nicht bei null an. 270 Karten wurden 2020 nicht zurückgegeben, in der Hoffnung, dass das Openair nur verschoben ist. „Es sind jetzt noch 730 Tickets zu haben. Wer zuerst kommt, ist dabei“, rechnet Stefan Grote vor und hofft, dass die Ticketkäufer schnell zuschlagen. Ein Grund könnte sein: Das 3. Eschtival wird vorübergehend das letzte sein. 2022 wird die Modernisierung des Freibades Eschbachtal beginnen. Die Fachplanung bei der Stadt für das „Freibad 2024“ läuft gerade an. Kommende Woche ist intern der Kick-off mit den Architekten Krieger & Partner (Velbert), die das millionenschwere Projekt betreuen werden. „Innerhalb der Baustelle stattfinden zu lassen, halten sowohl Martin Sternkopf wie ich nicht für eine gute Idee“, deutet Stefan Grote an, dass das 4. Eschtival erst nach der Wiedereröffnung des Bades stattfinden wird.

Das Freibad wird aber auch dieses Jahr nach dem Konzertabend am 11. September nicht direkt geschlossen. Der Förderverein hat sich zwar darauf verständigt, die Schiffsparade abzusagen, gleichwohl wird das Hundeschwimmen an mehreren Wochenenden hintereinander ab Ende September stattfinden.

Freibad: Badesaison und 3. Eschtival

Von seinen Plänen, früher in die Saison zu starten, hatte das Freibadteam angesichts Corona-Einschränkungen und bis Mai anhaltendem schlechten Wetter Abstand nehmen müssen. Zum Anschwimmen wird das Freibad am heutigen Freitag um 10 Uhr für eine Stunde geöffnet. Das tägliche Kurzschwimmen kostet zwei Euro (zahlbar beim Personal), der normale Badebetrieb vier Euro (reduziert 2,50 Euro). Tickets gibt es über www.remscheid-live.de.

Tickets für das 3. Eschtival am 11.9. kosten für Frühbucher 34 Euro (plus VVK), ab 31. August sowie an der Abendkasse 39 Euro (plus VVK), Tickets gibt es über „www.remscheid-live.de“.

Jugendliche müssen im Freibad nichts zahlen

Die Linke wollte den Jugendlichen, die unter Corona gelitten haben, in den Sommerferien eine kleine Aufmerksamkeit zurückgeben. Ihr Antrag, dem Nachwuchs im Sommer kostenfreien Eintritt im Freibad Eschbachtal und H2O zu spendieren, fiel zwar am Mittwochabend im Jugendhilfeausschuss mit 7 Nein- bei 5 Ja-Stimmen durch, aber die Gestaltungsmehrheit (SPD, Grüne, FDP) nahm sich keine 24 Stunden später die Freiheit, einen eigenen Vorschlag für die Ratssitzung zu unterbreiten, den sie als „realistisch“ bezeichnet und der in leicht abgewandelter Form die Kernpunkte von Die Linke aufgreift.

Der Rat beschloss gestern, der Gestaltungsmehrheit folgend: Für Remscheider Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre wird dieses Jahr kein Eintritt für Einzelkarten beim Besuch des Freibades Eschbachtal erhoben. Die Mindererträge sollen entsprechend den Ertragsausfällen in Vorjahren im Rahmen der laufenden Haushaltsausführung 2021 gedeckt werden. Zunächst wird geprüft, ob die Finanzierung der Maßnahme durch Förderprogramme des Bundes und des Landes erfolgen kann.

Von der ursprünglichen Idee, die auch die CDU unterstützt, das H2O in dieses Dankeschön zu packen, war in dem Antrag abgerückt worden, weil die Stadt in dem Hackenberger Bad nicht frei über kostenfreien Eintritt entscheiden kann.

Ebenso stimmte der Rat zu, auch hier der ursprünglichen Absicht von Die Linke folgend, eine Taktverdichtung des „Kräwi-Busses“ zu prüfen. Die Stadtwerke sind zwar sicher, dass das Angebot in den vergangenen Jahren zur Kräwinklerbrücke im Sommer ausreichte, werden aber dieses Jahr die Auslastung der „Kräwi-Busse“ noch einmal überprüfen. Entsprechend des ermittelten Bedarfs werden dann für den Sommer 2022 die erforderlichen Anträge zur Ausweitung des Busangebots gestellt.

Kommentar von Andreas Weber

andreas.weber @rga.de

Angesichts des Schicksals, das dem Freibad Eschbachtal drohte, mutet es wie ein kleines Wunder an, unter welchen Vorzeichen die Badesaison 21/22 beginnt. Vor zwei Jahren wusste niemand, wo die vielen Millionen herkommen sollen, die für die Sanierung der völlig überalterten Badtechnik benötigt werden. Das Damoklesschwert eines Kollapses schwebte über dem Maschinenraum, der jederzeit hätte bedeuten können, dass es nicht mehr weitergeht, weil Mittel zur Reparatur fehlen. Erst entschloss sich die Stadt zu einer Kreditaufnahme von 14,4 Millionen Euro, dann reduzierten sich die Eigenmittel um 2,58 Millionen Euro Bundesförderung, die im dritten Anlauf aus einem Sporttopf fließt. Die Herkulesaufgabe „Freibad 2024“ kann angepackt werden. Dass der Badebetrieb zwischenzeitlich stark eingeschränkt wird oder ganz ausfällt, damit werden die Remscheider leben müssen. Sie waren es ohnehin gewohnt. Am Ende wird in drei Jahren ein Bad stehen, das mit Hilfe eines Velberter Architektenbüros, das auf Sportstätten- und Bäderbau spezialisiert ist, zum Vorzeigeobjekt und Publikumsmagnet werden wird.

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