Pandemie

Frauen im Lockdown besonders betroffen

Ausschuss für Gleichstellung

Remscheid. Der relativ neue Ausschuss für Gleichstellung, Vielfalt und Antidiskriminierung nimmt vor allem Frauen noch einmal stärker in den Blick. So zum Beispiel auch, was die Arbeitsmarktpolitik betrifft. Die Linken wollten zur jüngsten Sitzung wissen: Wie geht es den Remscheiderinnen eigentlich in Pandemiezeiten? Haben Sie Arbeit? Die Agentur für Arbeit Remscheid erklärt die Entwicklung des Arbeitsmarktes für Frauen, Stand März 2021, so:

Arbeitslosigkeit: Bei der Betrachtung der Entwicklung der Arbeitslosigkeit wurde der Zeitraum Februar 2020 (vor der Pandemie) bis Februar 2021 (zweiter Lockdown) zugrunde gelegt. Demnach ist die Arbeitslosigkeit von Frauen im Vorjahresvergleich mit 10,6 Prozent etwas stärker gestiegen als die Arbeitslosigkeit von Männern, die um 7,3 Prozent über dem Vorjahresniveau liegt. Hintergrund dieser etwas abweichenden Entwicklung sei, dass Frauen in den besonders betroffenen Branchen wie Einzelhandel sowie Hotel/Gastronomie stärker repräsentiert seien als ihre männlichen Kollegen, teilt die Agentur mit. Dementsprechend sei die Arbeitslosigkeit der Frauen besonders in den beiden Lockdown–Phasen März/April 2020 und Dezember/Januar 20/21 jeweils angestiegen.

Kurzarbeit: Im bisherigen Verlauf der Pandemie habe sich der April 2020 als Monat mit der stärksten Inanspruchnahme von Kurzarbeitergeld gezeigt: Damals arbeiteten 809 Betriebe kurz. Von den insgesamt 9293 Kurzarbeitern waren 5970 Männer (64,2 %) und 3323 (35,8 %) Frauen. Die stärkere Betroffenheit von Männern erklärt sich daraus, dass allein die Metall-, Elektro- und Stahlindustrie mit 157 Betrieben und 4435 Beschäftigten in der Kurzarbeit war. Der Einzelhandel war mit 68 Betrieben und 282 Kurzarbeitenden, das Gastgewerbe mit 90 Betrieben und 439 Arbeitnehmern in Kurzarbeit.

Geringfügige Beschäftigung: Laut Stand Juni 2020 hat sich die Zahl geringfügig beschäftigter Frauen von Juni 2014 bis Juni 2020 um mehr als 1000 Beschäftigungsverhältnisse (-20,9%) verringert. „Die Pandemie hat diesen Trend noch einmal beschleunigt; allein von März 2020 bis Juni 2020 hat sich die Zahl um 162 Beschäftigungsverhältnisse verringert“, erklärt Agenturleiter Martin Klebe. Die geringfügig Beschäftigten haben laut Gesetz keinen Anspruch auf Kurzarbeitergeld, da ihre Beschäftigungsform keine Beiträge zur Arbeitslosenversicherung vorsieht. mw

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